Fußball

Fünf Neuzugänge für Türkiyemspor Plettenberg

Salih Öztürk verlässt als Spieler den TuS Plettenberg
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Antreiber und Sprachrohr: Salih Öztürk (rechts, hier im Spiel des TuS Plettenberg gegen den FC Altenhof im Oktober 2019) soll Türkiyemspor Plettenberg mit seinem Kampfgeist und seiner Erfahrung weiterhelfen.

Um in einer stärker werdenden Kreisliga A auch weiterhin eine gute Rolle spielen zu können, hat Türkiyemspor Plettenberg die Planungen für die Saison 2021/22 vorangetrieben und seinen Kader breiter aufgestellt.  Dabei überrascht eine Personalie besonders.

Plettenberg – Zum Team der weiterhin unterbrochenen Spielzeit 20/21, das bis auf den kürzertretenden Ali Yumus, der als Stand-by-Spieler aber weiterhin zur Verfügung stehen wird, so zusammenbleibt, gesellen sich gleich fünf Neuzugänge.

Einer davon, der 22-jährige Mittelfeld-Allrounder Tarek Ramm, der in der Spielzeit 19/20 zum Stammpersonal des TuS Plettenberg in der Bezirksliga zählte, wäre sogar schon bei einem Restart im Mai sofort spielberechtigt, weil er in dieser Saison noch keine Begegnung bestritten hat. Ramm trainierte schon vor dem Lockdown beim Team von Trainer Efthi Douros mit.

Junge Spieler verpflichtet

Noch ein Jahr jünger als Ramm sind zwei weitere Neuzugänge, nämlich Abwehrrecke Enes Balci und der schnelle Mittelfeldspieler Koray Uzun, die schon als A-Junioren für TSP kickten und danach das Trikot des TuS Plettenberg II in der Kreisliga B getragen haben. Der jüngste Neuzugang, Mittelfeldspieler Lendrit Rrustemaj, ist zurzeit für die A-Junioren der JSG Plettenberg aktiv, nachdem er als B-Junior zwei Jahre für die FSV Werdohl in der Bezirksliga im Einsatz war.

„Ihn hätten wir gerne auch bei uns gehabt“, betont Markus Hildebrandt, Sportlicher Leiter des TuS Plettenberg, der Rrustemaj eine Chance im Bezirksligakader von Domenico Musella und Florent Zejnullahu gegeben hätte. Im Kreispokalspiel bei TuRa Eggenscheid (3:1) hatte Rrustemaj im Oktober 2020 schon 90 Minuten für die Blau-Gelben absolviert.

„Die Jungs passen super ins Team“, sagt Murat Akca, der gemeinsam mit Fatih Arpacik für die Sportliche Leitung bei Türkiyemspor verantwortlich ist. Beide verfolgen das Ziel, eine „gute A-Ligamannschaft“ zusammenzustellen, die in der Lage sein soll, jeden Gegner zu ärgern, aber keine höheren Ambitionen hegt.

Als Trainer beim TuS, als Spieler bei TSP

Doch neben der Jugend verpflichteten die Plettenberger auch Erfahrung in Person des 34-jährigen Salih Öztürk, der ebenfalls vom Nachbarn TuS kommt. Zumindest diese Personalie überrascht auf den ersten Blick, ist Öztürk doch seit Mitte Januar dazu auserkoren, in der kommenden Saison als Trainer einer neuen U23 der Blau-Gelben in der B-Liga zu fungieren. Zurzeit trainiert Öztürk noch die JSG-A-Junioren und gehört zum Bezirksligakader des TuS.

Zwar hatte Öztürk, der lange die Kapitänsbinde in der ersten Mannschaft des TuS trug, schon bei der Zusage für den Trainerposten der U23 bekundet, gerne auch noch anderswo weiter aktiv zu bleiben, doch wirft sein Wechsel nun doch die Frage auf, wie sich beides in Einklang bringen lässt.

Die Suche nach der „goldenen Mitte“

„Wir werden uns zusammensetzen und darüber sprechen, wie wir es hinbekommen, damit keiner der beiden Vereine benachteiligt wird“, sagt TSP-Trainer Efthi Douros, und Murat Akca verspricht: „Wir werden die goldene Mitte finden.“ Die Trainingstage beider Vereine kollidieren nicht, so dass sich Öztürk dienstags und donnerstags um die TuS-Zweite kümmern und an den übrigen Wochentagen bei Türkiyemspor trainieren könnte.

Mögliche Terminkollisionen

Kniffliger dürfte es an den Sonntagen werden. „Da müssen wir den Spielplan abwarten“, sagt Markus Hildebrandt, Sportlicher Leiter des TuS, der grundsätzlich nichts gegen Öztürks Wechsel einzuwenden hat, „unter der Prämisse, dass seine Trainertätigkeit oberste Priorität hat. Darüber haben wir offen und ehrlich gesprochen und das war auch die Voraussetzung, der Salih zugestimmt hat.“

Türkiyemspor hofft natürlich, Öztürk, so oft es geht, einsetzen zu können, beispielsweise an Sonntagen mit entzerrten Anstoßzeiten. „Er bringt viel Erfahrung mit und wird den Teamgeist verbessern“, glaubt Murat Akca. Efthi Douros ist überzeugt, dass der Defensivmann das TSP-Team „spielerisch und taktisch weiterbringen“ könne.

Abgeschlossen sind die Planungen bei Türkiyemspor mit den fünf feststehenden Neuverpflichtungen indes noch nicht. „Wir suchen noch einen Vollblutstürmer“, sagt Trainer Douros und wünscht sich eine Ergänzung zu Torjäger Okan Özbek und Routinier Ömer Durgun.

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