Dragons buhlen um Niko Bratzke

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Dragons-Manager Mark Wallmann (links) im Gespräch mit Oliver und Niko Bratzke.   

Schalksmühle – Sportlich ist bei Handball-Drittligist SGSH Dragons nach zuletzt fünf Siegen in Folge eitel Sonnenschein. Neben der Gegenwart interessiert am Löh indes dieser Tage – wie üblich zu dieser Jahreszeit – auch die Zukunft. Es wird fleißig gebastelt. Und dabei gibt es nicht nur eine Baustelle, die die Verantwortlichen beackern. Am Samstagabend beim 36:22-Kantersieg gegen LiT Tribe Germania gehörte ein alter SGSH-Leistungsträger zu den Zuschauern: Oliver Bratzke, schneller Linksaußen vergangener Tage, schaute sich mit Sohn Niko das Spiel gemeinsam mit Dragons-Manager Mark Wallmann an.

Nicht ohne Hintergrund: Niko Bratzke zählt als Nationalspieler der A-Jugend (Jungjahrgang) zu den ganz begehrten Akteuren, um die die Vereine derzeit buhlen. Die SGSH Dragons würden sich auch gerne die Dienste des jungen Spielmachers, der aktuell beim Ex-SGSH-Trainerduo Mathias Grasediek/Axel Meyrich für den VfL Eintracht Hagen in der A-Jugend-Bundesliga spielt, sichern. „Aber das ist offen“, sagt Mark Wallmann, „es gibt da einige Vereine, die ihn gerne hätten.“ Als aussichtslos sieht Wallmann das Bemühen indes nicht an. „Oliver Bratzke ist ein alter Schalksmühler“, sagt er, „der zudem selbst mit Mark Dragunski und Mark Schmetz gespielt hat.“ Also heißt es nun, abzuwarten.

Schober-Ratschlag

Die Verpflichtung von Niko Bratzke würde die SGSH natürlich in ihren Jugendplanungen mächtig voranbringen. Erklärtes Ziel des Vereins ist es, die A-Jugend auch extern so aufzurüsten, dass sie wieder in der Lage ist, um einen Platz in der A-Jugend-Bundesliga mitzuspielen. Im Sommer 2019 verpasste man diesen Platz erst beim Finalturnier.

„Wir versuchen ja immer, ein bisschen besser zu werden. Und die Entwicklung beim Nachwuchs macht uns großen Spaß“, sagt Wallmann auch mit Blick auf die ersten Drittliga-Einsätze von A-Junior Christopher Börner, „die Jugend zu integrieren, macht uns Riesenfreude.“ So schauen die Dragons nach starken Spielern für die A-Junioren, aber eben auch ganz offiziell nach einem weiteren A-Lizenz-Trainer für den Nachwuchsbereich.

Auf Anraten des DHB-Vorstandsvorsitzenden Mark Schober hat die SGSH ein Inserat auf der Internetseite der Deutschen Handball Trainer Vereinigung geschaltet. Erste Kontakte gibt es. „Aber das ist alles schwierig, denn eine zweite Vollzeitstelle können wir uns in diesem Bereich nicht leisten“, sagt Wallmann, der aber hofft, dass man vielleicht auch in anderen Konstellationen qualifizierten Zuwachs im Trainer-Bereich erhält.

Ausbilden wollen die Dragons zudem ehrgeizige eigene Trainer, im Bereich der D-Junioren sind gerade erst Kevin Plate und Calvin Broscheit als Trainer eingestiegen. „Unser Fokus liegt ganz klar auf der Jugendarbeit“, betont Wallmann.

Spielmacher-Suche

Allerdings ist natürlich auch das Drittliga-Team der Zukunft eine Baustelle. Nach der Trennung von Kreisläufer Steffen Prior will der Verein schon in Kürze einen neuen Kreisläufer für die Spielzeit 2020/21 vorstellen. Zudem schaut sich die SGSH nach einem neuen Spielmacher um, denn hier bricht mit Alexandre Brüning bekanntlich eine tragende Säule der vergangenen Jahre weg. Neben Lukas Hüller einen Youngster wie Niko Bratzke aufzubauen – das wäre ein Weg, den der Vereine gerne gehen würde.

Beim Gros des übrigen Kaders rechnet der Manager damit, dass „sich nicht viel verändern wird“. Einzige Ausnahme: Linkshänder Dragan Tubic wird den Verein wohl im Sommer wieder verlassen. Den serbischen Profi, der sich sowohl offensiv als auch defensiv als echte Verstärkung erwiesen hat, zieht es dem Vernehmen nach wieder in Richtung Heimat. „Ein Topmensch und Topspieler mit einer Topeinstellung“, sagt Wallmann über den Mann, der im Sommer 2019 vom VfL Eintracht Hagen gekommen ist, „wenn wir auseinandergehen, dann geschieht dies im sehr guten Einvernehmen. Sein Verlust wird uns schon sehr wehtun.“

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