Tischtennis

Vorsichtige Ziele nach dem Abstieg

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Peter Petrovics (links) fehlt beim Wochenendlehrgang in Grenzau, Arnd Katzke (rechts) wird im Westerwald mit von der Partie sein

Lüdenscheid – Der Ortsteil Grenzau in Höhr-Grenzhausen im Westerwald hat nicht nur eine alte Burgruine. In Grenzau ist auch ein Sport- und Wellnesshotel mit der renommiertesten Tischtennis-Schule des Landes zu Hause. Der TTC Zugbrücke Grenzau war sechs Mal Deutscher Mannschaftsmeister. Es ist mithin eine gute Adresse, die die Tischtennis-Spieler der TTSG Lüdenscheid einmal im Jahr ansteuern.

Am Wochenende ist es wieder soweit, wird der Verein aus der Bergstadt mit 24 Teilnehmern einen Wochenendlehrgang in Grenzau absolvieren. Grenzau ist seit Jahren bei der TTSG ein Synonym für den Höhepunkt der Vorbereitung im Sommer. Die Kombination aus Spitzensport zum Anfassen, professionellem Training, aber eben auch Geselligkeit macht den Reiz aus für die TTSG, die mit Spielern quer durch alle Teams gen Westerwald reisen wird. Auch die 1. Mannschaft ist mit vier Spielern in Grenzau dabei. Für sie bedeutet Grenzau nach dem Abstieg aus der NRW-Liga eine Art Neustart vor der Rückkehr in die Verbandsliga, in der die TTSG seit mehr als einem Jahrzehnt zum festen Inventar gehörte, ehe einmal der Aufstieg glückte.

Positiver Blick auf die vergangene Spielzeit  

Arnd Katzke blickt trotz des Abstiegs gerne auf die NRW-Liga zurück, die vielen guten und teils auch engen Matches. Ob es indes so schnell wieder klappen wird mit einem Aufstieg – das TTSG-Urgestein glaubt es nicht unbedingt. „Durch den Umzug von André Hegendorf hat sich das Thema, mit derselben Mannschaft direkt den erneuten Aufstieg anzupeilen, praktisch erledigt“, sagt Katzke, „ich weiß auch gar nicht, ob das unbedingt sinnvoll gewesen wäre. Wir haben zum Beispiel mit den Dringenberg-Brüdern große Talente im Verein. Irgendwann könnte die NRW-Liga so wieder ein realistischeres Ziel werden.“ Katzke spricht mit Blick auf die neue Spielzeit eher schon davon, dass man frühzeitig den Klassenerhalt schaffen möchte am Wehberg. „Bei drei bis vier Absteigern sollte man die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagt Katzke, „die Mannschaften haben alle eine gute erste Sechs, auch wenn ich nicht glaube, dass sie immer alle komplett antreten werden. Aber man sollte vorsichtig sein.“

Auf jeden Fall bietet die neue Verbandsliga-Saison in einer sehr ausgeglichenen Klasse (potenzielle Favoriten: Union Velbert III, MTG Horst) für die TTSG seit langem mal wieder ein Kreisderby, denn der TTC Altena II ist aufgestiegen. Für die Burgstädter sieht Katzke eine ähnliche Rolle wie für die der TTSG. „Ich denke nicht, dass sie direkt noch einmal aufsteigen wollen“, sagt er, „in Altena geht es ja auch darum, hinten junge Spieler einzubauen und aufzubauen.“

Die TTSG Lüdenscheid geht die Verbandsliga mit einem Siebener-Kader an. Nach zwei Spielzeiten, in denen das Sextett praktisch durchgespielt hat, sollen sich in der neuen Saison André Hegendorf und Daniel Becker eine Position praktisch teilen. Hegendorf wird aus Hamburg nicht zu jedem Spiel anreisen, der Mendener Becker möchte auch etwas kürzer treten. „Natürlich kann es sein, dass wir auch mal mit beiden spielen werden, aber die Regel wird das nicht sein“, sagt Katzke, der selbst zwar an Position fünf gemeldet ist, aber wohl das Gros der Spiele gemeinsam mit Tamas Hejj am mittleren Paarkreuz absolvieren dürfte. Unten soll neben Martin Wichary Neuzugang Felix Klose zum Einsatz kommen, der vom TV StR Altena gekommen ist, viel Routine mitbringt und noch einmal eine sportliche Herausforderung sucht.

Klose wird mit der TTSG auch die Reise nach Grenzau antreten. Hegendorf, der gerade im Umzugsstress ist, fehlt dagegen diesmal ebenso wie die beiden Ungarn Peter Petrovics und Tamas Hejj, die beide noch Urlaub in ihrem Heimatland machen. Bis zum Saisonstart am 31. August aber werden sie da sein: Es ist ein Start, auf den die TTSG schon jetzt brennt, denn zum Auftakt wartet in diesem Jahr direkt in der Halle der Adolf-Reichwein-Gesamtschule das Derby gegen die Reserve des TTC Altena...

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