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Nervenkrimi zum Rückrundenstart

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Von: Lars Schäfer

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Oleksii Rybka (links) machte mit seinem Sieg im zweiten Einzel den TTC-Heimsieg perfekt, im Doppel aber ging der Ukrainer an der Seite von Teo Yordanov leer aus. © Schäfer

Was für ein Krimi zum Rückrundenauftakt! Im Topspiel der Regionalliga West zitterte sich Spitzenreiter TTC Altena gegen den starken Tabellendritten TG Neuss am Sonntag zum zehnten Sieg im zehnten Spiel und stieß mit diesem wichtigen Erfolg, mit dem sich die Burgstädter endgültig einem von zwei ernsthaften Verfolgern entledigten, die Tür zur 3. Bundesliga weit auf. Mit 6:4 setzte sich der TTC gegen das Quartett vom Niederrhein durch und durfte am frühen Sonntagabend nach einem harten Stück Arbeit mal ganz tief durchatmen durch die FFP2-Masken.

Altena - Topspiel stand nicht nur drauf, Topspiel war vom ersten bis zum letzten Ballwechsel auch drin an den nagelneuen Tischen. „Es war ein knapper Sieg gegen einen starken Gegner. Der Sieg war wichtig – und er war am Ende auch verdient“, meinte TTC-Teamsprecher Marc Schöllhammer, der am Eingang die 2G-Nachweise der Zuschauer penibel kontrollierte. Unter Kontrolle hatten auch Tobias Slanina und Rimas Lesiv ihr Doppel gegen Lenzen/Röttgen. Mit einem Vier-Satz-Erfolg stellte das junge TTC-Duo auf 1:0 – und auch am Nebentisch sah es nach einem Erfolg für die Formation Yordanov/Rybka aus. Doch gegen Tom Heiße und den in Altena bestens bekannten Routinier Jochen Lang verspielte das Altenaer Spitzendoppel zwei Matchbälle im vierten Satz und schließlich noch vier Matchbälle im fünften Durchgang, der in der Verlängerung mit 12:14 zum 1:1 verloren ging.

In der ersten Einzelrunde sah der 18-jährige Tobias Slanina beim 0:3 gegen Tom Heiße kein Land und musste die Gäste-Führung zulassen, während sich am zweiten Tisch Teo Yordanov und Jochen Lang einen packenden Schlagabtausch mit einigen fantastischen Ballwechseln über die volle Distanz lieferten. Mit 8:10 lag der TTC-Spielertrainer im fünften Durchgang zurück, es roch schon nach dem 1:3, doch der beste Spieler der Regionalliga West wehrte seine dritte Einzelniederlage in dieser Saison noch ab und entschied das Duell tatsächlich noch 12:10 zu seinen Gunsten zum zwischenzeitlichen 2:2. „Die alten Männer und das Meer“, meinte der TTC-Vorsitzende Ralf Springob, der sichtlich großen Spaß am Duell der erfahrenen Strategen hatte.

„Unten“ hatten Rimas Lesiv gegen Jonas Lenzen sowie Oleksii Rybka gegen Julian Röttgen derweil keine größeren Probleme (jeweils 3:0) und stellten auf 4:2 für den Primus, der damit auf bestem Weg zu sein schien. Doch nach seinem Fünf-Satz-Marathon gegen Lang musste sich Yordanov im „Einserduell“ gegen den starken Tom Heiße dann doch noch geschlagen geben. Nur noch 4:3 für den TTC, der nun zittern musste. Slanina geriet gegen Lang mit 0:2 Sätzen in Rückstand, biss sich aber bemerkenswert zurück ins Match. Im vierten Satz wehrte der 18-Jährige sieben (!) Matchbälle ab und erzwang durch ein 22:20 tatsächlich den fünften Durchgang.

Als der „Fünfte“ in seine entscheidende Phase ging, hatte Lesiv am Nebentisch sein Match gegen Röttgen schon knapp mit 2:3 Sätzen verloren. Es stand 4:4 und es lag an Slanina, den ersten Punktverlust der Saison noch abzuwenden. Und der Youngster hielt dem Druck stand. Mit 11:7 besiegte er Jochen Lang im Entscheidungssatz und stellte auf 5:4 für den TTC, für den Rybka dann den Deckel drauf machte mit einem 3:0 gegen Lenzen.

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