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Rita Hosse bleibt an der TSE-Spitze

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Von: Thomas Krumm

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Der Vorstand der Turnerschaft Evingsen um die Vorsitzende Rita Hosse ist wieder dreiköpfig. Benjamin Prinz (links) ist neuer 2. Vorsitzender.
Der Vorstand der Turnerschaft Evingsen um die Vorsitzende Rita Hosse ist wieder dreiköpfig. Benjamin Prinz (links) ist neuer 2. Vorsitzender. © Krumm, Thomas

Die Turnerschaft Evingsen 1887 (TSE) hat wieder einen dreiköpfigen Vorstand: Einstimmig wählten die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung des Vereins im Lokal Hugo Inne Schledde Benjamin Prinz zum neuen 2. Vorsitzenden. Zuvor war das Amt seit dem 29. Dezember 2021 unbesetzt gewesen.

Altena - „Plötzlich und unerwartet” sei der damalige 2. Vorsitzende Paul Ricker „aus persönlichen Gründen” zurückgetreten, erinnerte sich die 1. Vorsitzende Rita Hosse. Der Hausnotar erklärte den Vorstand nach diesem Ereignis für dennoch weiterhin handlungsfähig. Rita Hosse führte die Geschäfte gemeinsam mit Kassierer Martin Kayser „nach bestem Wissen und Gewissen bis heute” weiter. Da ihre Amtszeit zwischenzeitlich endete, führte sie ihr Amt „als nicht gewählte Person” fort. Diese Situation, die auf coronabedingt ausgefallene Jahreshauptversammlungen zurückging, endete nun. „Ich würde das machen – gerne sogar”, stellte sich die Vorsitzende erneut zur Wahl und wurde erwartungsgemäß einstimmig für weitere zwei Jahre in ihrem Amt bestätigt. Nach ausführlicher Darlegung der aktuellen Kassenlage sprachen die anwesenden Mitglieder ihr und Kassenwart Martin Kayser einstimmig das Vertrauen aus.

Mit einem beherzten „Endlich” begann die Vorsitzende ihren Rückblick auf die beiden Corona-Jahre und das Hochwasser – zwei Ereignisse, die die Mitgliederzahl bröckeln ließen. Nach der Flut löste sich die Wassergymnastik-Gruppe, die kein Übungsbecken mehr hatte, auf. Nach dem Motto „Konzentrieren wir uns auf das Heute und Morgen” freute sich Rita Hosse aber über Zuwächse in anderen Bereichen: Julian Sommer berichtete später von den Aktivitäten seiner Crosstrainingsgruppe, Benjamin Prinz von der Radsportgruppe, deren Mitglieder von März bis September einmal wöchentlich mit ihren Mountainbikes unterwegs sind. Auch die Reha-Sportgruppe alias „Die Rückenschule” hat sich offenbar nach langer Pause wieder zusammengefunden.

Macht die Türen zu! Wir heizen nicht für draußen.

TSE-Vorsitzende Rita Hosse

Natürlich machen auch der TSE die steigenden Energiekosten zu schaffen. „Ich denke mit Grauen daran, wenn die ersten Rechnungen kommen”, gestand die Vorsitzende. „Macht die Türen zu! Wir heizen nicht für draußen”, mahnte sie und äußerte Verständnis für Kurse, in denen es warm sein muss – bei Eltern-Kind-Gruppen und beim Kinderturnen. Noch gebe es ein „Polster für Zeiten, in denen die Kosten stark steigen”, beruhigte Kassenwart Martin Kayser die Runde. Doch natürlich sollen sich alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten um sparsamen Umgang mit Heizenergie und Heißwasser bemühen.

Die Vorsitzende äußerte abschließend Wünsche für die Zukunft der TSE: Pandemiefrei, dem Breitensport und dem Gemeinschaftssinn verpflichtet und mit ausreichend Übungsleitern und Helfern. Die Mitgliederzahl von derzeit 626 dürfe nicht weiter und schon gar nicht unter die Marke von 600 fallen.

Die Berichte aus den Abteilungen vervollständigten das aktuelle Bild, das durchaus Anlass zur Hoffnung gibt: Ulf Pleuger kündigte einen Neustart der Badminton-Abteilung für kommenden Montag an. Klaus Druskus gab einen Überblick über die Handballmannschaften. Er freute sich, dass ehemalige Spieler und Spielerinnen so gut geworden sind, dass sie mittlerweile bei Vereinen wie Borussia Dortmund, den Sauerland Wölfen und in der Westfalenauswahl spielen. Edgar Milster berichtete von der Situation in der Tischtennis-Abteilung und bedauerte das Ende des Spielbetriebs bei den Damen. Lisa Meschwitz-Woermann freute sich, dass die Kindergruppen in der Turn- und Leichtathletik-Abteilung nach den Corona-Einschränkungen mittlerweile wieder sehr gut laufen. „Für die Erwachsenen war es schwieriger.“ Besonders erfreut ist der Verein darüber, dass für einige Abteilungen neue Übungsleiter gewonnen werden konnten. Die von Rita Hosse beschworene Zukunft kann also kommen.

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