Beste Laune im KSC-Lager nach dem Derbyerfolg

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Schied mit einer Zerrung früh aus: Kierspes Innenverteidiger Lasse Hüttebreuker (links) konnte sich nur eine Viertelstunde lang mit RWL-Torjäger Ewald Platt duellieren.

Lüdenscheid/Kierspe -  Der Ghettoblaster dröhnte bereits mit voller Lautstärke, als sich KSC-Trainer Sven Krahmer bestens gelaunt auf den Weg in die Kabine zum „Bierchen danach“ machte. Kein Wunder: Mit dem 4:1-Sieg bei den von ihm stark eingestuften Lüdenscheider Rot-Weißen hatten die Kiersper Bezirksligakicker am Sonntag ihr Acht-Punkte-Polster zur Halbzeitmeisterschaft verteidigt.

Von Jörg Hellwig

Einig waren sich beide Coaches, die sich seit Krahmers langer RWL-Zeit schätzen, in der Bewertung: Der KSC-Sieg war verdient, aber sicher zu hoch ausgefallen. Sven Krahmer, der nach dem kurzfristigen Ausfall von Müjdat Aktas nur mit drei Auswechselspielern in die Kreisstadt gereist war und früh die verletzten Jan Marczinkowski (Bänderverletzung im Sprunggelenk) und Lasse Hüttebreucker (Zerrung) ersetzen musste, fand im Resultat den einzigen Kritikpunkt am Auftritt seiner Mannschaft am Nattenberg: „Als Rot-Weiß nach dem 3:1 noch einmal versucht hat, Druck aufzubauen, hätten wir unsere Überzahlsituationen bei den Kontern klüger ausspielen müssen. Ein noch höherer Sieg wäre aber auch zu bitter für RWL gewesen“, räumte er ein. „Denn vor allem in der ersten halben Stunde hat Rot-Weiß wirklich gezeigt, dass es enorme Fortschritte gemacht hat und warum es zuletzt so erfolgreich war. Danach haben wir vor allem dank unserer Innenverteidigung mit Baris Moumin und Till Becker kaum noch was zugelassen.“

Ins gleiche Horn stieß RW-Trainer Thomas Dregger: „Wir haben ganz stark begonnen und das Spiel kontrolliert. Für mich war entscheidend, dass wir in der 29. Minute das 2:0 verpassen und im Gegenzug durch eine tolle Einzelaktion von Felix Bably den Ausgleich kassieren.“

Danach verloren die Bergstädter den Rhythmus. Zweiter „Knackpunkt“ war nach dem 1:2 der unberechtigte Elfmeterpfiff von Schiri Iljazi. „Nie und nimmer ein Elfmeter“, billigte auch Krahmer zu, hatte aber auch sein Team in vielen Situationen benachteiligt gesehen.

Glück hatte allerdings Kierspes Kapitän Viktor Hense, der zwar nie böse Foul spielte, aber sich eine ganze Reihe von Nickligkeiten in den 90 Minuten erlaubte, die in der Summe mit Sicherheit Gelb-Rot zur Folge hätte haben können. Aber es blieb bei einer Verwarnung – wegen Ballwegschlagens.

Trotz klarer Niederlage war Dregger mit dem Auftritt seiner Truppe nicht unzufrieden, denn wegen der vielen Ausfälle hatte er mit Maas und Rizzi, der mit tollem Einsatz die einzigen RW-Chancen nach Wiederbeginn besaß, zwei Langzeitverletzte und mit Urbas (Achillessehne) einen angeschlagenen Kicker in der Startelf berücksichtigen müssen.

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