Radsport, TuS Jahn Werdohl

„Ötzi“ als große Herausforderung

Robin Gerke, Adam Morgalla und Dirk Galensa (von links)
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Robin Gerke, Adam Morgalla und Dirk Galensa (von links) nehmen den Ötztaler Radmarathon in Angriff. Nicht weniger als 5500 Höhenmeter gilt es zu bewältigen.

Drei Radsportler des TuS Jahn Werdohl stellen sich am Sonntag, 29. August, einer ganz besonderen Herausforderung: Sie werden den Ötztaler Radmarathon fahren. Nach dem Start im österreichischen Sölden müssen Robin Gerke, Adam Morgalla und Dirk Galensa auf einer Strecke von 238 km nicht weniger als 5500 Höhenmeter bewältigen und dabei vier Pässe erklimmen. Um in Werdohl auf 5500 Höhenmeter zu kommen, müsste man etwa 36 Mal vom Edeka-Markt bis zum Seniorenheim Forsthaus rauffahren.

Werdohl - Zu Beginn führt die Strecke durchs Ötztal bergab nach Ötz. Dort wartet mit dem Kühtai der erste Pass. In einer rasanten Abfahrt, auf der auch gerne mal die 100 km/h geknackt werden, geht es hinunter nach Kematen und von dort aus nach Innsbruck. Dort wartet mit der alten Brenner-Passstraße der zweite Pass. Dieser ist wegen der flachen Steigung eher als „Rollerberg” bekannt. Der Windschatten einer guten Gruppe kann hier Zeit und Körner sparen. Mit dem Jaufenpass folgt in Sterzing der dritte Pass. In St. Leonhard angekommen geht es direkt wieder hoch. Hier wartet der letzte und längste Anstieg des Tages. Es muss das Timmelsjoch mit einer Passhöhe von 2509 m erklommen werden. Nicht zu vergessen der „kleine” Gegenhang zur Mautstelle in der kommenden Abfahrt. Ist dieser aber bewältigt, geht es bis ins Ziel nach Sölden nur noch bergab.

Häufig ist eine der ersten Fragen beim Kennenlernen unter Rennradfahrern, ob und welche Zeit man beim Ötzi gefahren ist.

Robin Gerke

Der 60-jährige Dirk Galensa hat den Ötztaler Radmarathon bereits zweimal bestritten und auch zweimal das Ziel erreicht. Außerdem hat er schon einmal die Inselrundfahrt „Mallorca 312” bestritten, die genauso lang ist, wie sie heißt. Galensas Ziel ist nun im Ötztal, in unter zehn Stunden das Ziel zu erreichen. „Wenn nicht, werde ich es wieder versuchen.”

Der 47-jährige Adam Morgalla startet zum ersten Mal beim „Ötzi”. Allerdings bringt er durch Teilnahmen bei „Mallorca 312”, auf der Langstrecke des P-Weg-Marathons und durch die Teilnahme am 24-Stunden-Rennen in Duisburg schon einiges an Erfahrung auf der Langstrecke mit. Diese Erfahrung kann er gut gebrauchen, da seine Vorbereitung dieses Jahr seiner eigenen Aussage nach etwas zu wünschen übrig ließ. Für ihn geht es ums Ankommen, jedoch ist auch sein Traum eine Zeit von unter zehn Stunden. Nicht ganz ernst gemeint fügt er hinzu, dass er „um jeden Preis vor Dirk ins Ziel” kommen möchte.

Robin Gerke ist mit 31 Jahren der jüngste des Werdohler Trios, fährt aber schon seit seiner frühen Kindheit Rad. Abgesehen von gelegentlichen 200-km-Runden im Training, kann er keine große Erfahrung auf der Langstrecke vorweisen. Für ihn gehört es für einen ambitionierten Radsportler dazu, einmal den Ötztaler Radmarathon gefahren zu sein. „Häufig ist eine der ersten Fragen beim Kennenlernen unter Rennradfahrern, ob und welche Zeit man beim ‘Ötzi’ gefahren ist“, so Gerke. Sollte er das Ziel in Sölden erreichen, ist das Thema „Ötzi” für ihn aber durch, höchstens zum 40. Geburtstag sei eine erneute Teilnahme denkbar. Gerke peilt eine Zielzeit unter zehn Stunden an.

Für ambitionierte Zielzeiten ist es auf jeden Fall wichtig, dass das Wetter mitspielt. So sind immer große Temperaturunterschiede zwischen Berg und Tal möglich, die Temperatur kann zwischen 30 Grad im Tal und niedrigen einstelligen Graden auf den Pässen variieren. Wenn dann noch Regen hinzukommt, sinkt bergauf die Geschwindigkeit und die anschließenden Abfahrten müssen deutlich langsamer gefahren werden. Auch die Ernährung während des Rennens spielt eine entscheidende Rolle. Für die Teilnehmer ist es wichtig, konstant zu essen, um den gefürchteten „Hungerast” zu vermeiden. Die schnellsten Männer erreichen übrigens erfahrungsgemäß nach knapp unter sieben Stunden das Ziel. Die schnellsten Frauen benötigen für die Strecke knapp unter acht Stunden.

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