„Man muss mit hügeligen Strecken rechnen“

Wie geht es weiter mit Tri Fit Lüdenscheid? Jens Ellermann (2. von links) fordert auf jeden Fall personelle Veränderungen und Verstärkung. -  Foto: Halbhuber

Herscheid -  „Wenn man weiß, dass man im Sauerland startet, dann muss man auch mit hügeligen Strecken rechnen“, zeigte sich Maik Aßhoff von den Rückenwind Geckos Dortmund III durchaus angetan von der selektiven Rad- und Laufstrecke beim Herscheid Triathlon.

Der 16-Jährige nahm erstmals in Herscheid teil und wurde in der Verbandsliga Nord auf Anhieb Zweiter und gewann mit seiner Mannschaft die Team-Wertung. Noch härter als die Radstrecke befand Aßhoff aber die Laufstrecke. Der lange Anstieg und das gleich dreimal geht schon an die Substanz und so war es nicht selten, dass bei den über 30 Grad selbst die erfahrensten Drei-Kampf-Sportler mächtig nach Luft rangen.

Zwar trauerten die Verbandsligisten von TriSpeed Herscheid etwas dem dritten Wettkampf nach, wo mit Markus Gärtner und Frank Holzmann die Nummer eins und zwei fehlten und somit nur Platz 17 verbucht werden konnte.

Doch nach einem glänzenden vierten Platz zum Abschluss vor heimischem Publikum überwog die Begeisterung, dass ein kleiner Verein aus einer kleinen Gemeinde in der Verbandsliga richtig für Furore gesorgt hat. Hinter großen Vereinen, die teilweise mit dritten, vierten oder sogar fünften Mannschaften aufwarten und können und somit teilweise nach Belieben die Athleten in den Mannschaften austauschen können, platzierte sich TriSpeed Herscheid auf einem glänzenden fünften Rang in der Abschlusstabelle. Schon mit Abschluss des Wettkampfes in Herscheid richteten Markus Gärtner, Frank Holzmann, Frank Hereth und Michael Reinecke den Blick nach vorne. In der kommenden Saison steht die Liga klar im Fokus.

Einen Abschied aus der Verbandsliga mit wehenden Fahnen feierten auch die Triathleten vom Tri Team Alte/Jahn Ohle. Mit einem hervorragenden sechsten Platz zeigten Tobias Döring, Dieter Wieczorek, Max Frederik Möscheid und Paul Schmidt ihr bestes Saisonergebnis. Leider aber sind die Plettenberger auf ihre wenigen Athleten angewiesen, was in den ersten drei Wettkämpfen nicht so gut funktionierte und so bei einer Veranstaltung gar nicht angetreten werden konnte. Und dazu reichten die weiteren Platzierungen (18. und 12.) nicht, um den Abstieg zu verhindern. „Nun heißt es, im kommenden Jahr wieder aufzusteigen“, richtete Tobias Döring, der als Aushängeschild der Plettenberger bezeichnet werden kann, den Blick schon voraus.

Mit Platz zehn in der Abschlusstabelle nach Rang 13 im Tagesklassement erreichte TriFit Lüdenscheid zwar einen ordentlichen Platz im Mittelfeld, doch auch Ellermann, Schnelle und Co. sind stark von einer optimalen Mannschaftsbesetzung abhängig, um in der Liga bestehen zu können. Nach Platz 27 in Herscheid gab Jens Ellermann, Frontmann der Lüdenscheider vor Michael Zimmermann (30.), Norbert Krause (52.) und Klaus-Peter Loß (63.), zu, nicht an seine Leistungsgrenze gegangen zu sein. „Ich merkte, dass ich heute nicht alles geben konnte, aber irgendwie fehlte auch die Motivation, das letzte Körnchen herauszuholen. Ich war mit meinen Gedanken schon beim Wettkampf nächste Woche in Köln“, gestand Ellermann ein, hat aber seinen Mannschaftskollegen mitgeteilt, dass sich innerhalb des Vereins einiges verändern müsse, damit auch zukünftig alle alles geben. „Es wird mit Sicherheit personelle Veränderungen geben“, prophezeite Ellermann.

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