Triathlon: WM-Quali verpasst

Acht Sekunden fehlen

+
Starke Leistung beim „Ironman Italy“: Florian Hanakam.

Lüdenscheid - Florian Hanakam, seit Jahren Leistungsträger in der Triathlon-Mannschaft des RC Lüdenscheid 98, wollte es wieder einmal wissen und startete über eine Langdistanz.

Schon vor einem Jahr hatte sich der Sportwissenschaftler aus Breckerfeld beim Ironman Italy angemeldet. Einem akribisch ausgearbeitetem Trainingsplan folgend hatte er in der Vorbereitung Woche für Woche zahlreiche Stunden mit Schwimmen, Radfahren und Laufen verbracht. Nun stand er am Schwimmstart und wusste, dass 226 harte Kilometer vor ihm liegen. Natürlich hatte Hanakam im Hinterkopf, dass die ersten fünf Plätze in seiner Altersklasse die Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii bedeuten. 

Die erste Disziplin, das Schwimmen, verlief hervorragend. Nie war Hanakam schneller über die 3,86 Kilometer geschwommen: Die Zeit von 1:00:50 Stunde war persönliche Bestzeit. Nach einem schnellen Wechsel auf seine Zeitfahrmaschine legte der 46-Jährige weiter ein hohes Tempo vor. Er musste nun zwei Runden über jeweils 90 Kilometer zurücklegen. Eigentlich ein flacher Kurs – wäre in der Mitte jeder Runde nicht ein Berg mit 200 Höhenmetern zu überwinden gewesen. 

Teilweise betrug die Steigung 16 Prozent. Auch auf dem Rad eine neue Bestzeit Der promovierte Sportwissenschaften vertraute auf seine gute Form und raste mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von mehr als 36 km/h der nächsten Wechselzone entgegen. In 4:55:43 Stunden hatte er die 180,2 Kilometer heruntergespult – auch in der zweiten Disziplin wieder eine persönliche Bestzeit für Hanakam. 

Gegen 14 Uhr bei 29 Grad Celsius (im Schatten) begab er sich auf die Marathondistanz. Schatten war auf der Laufstrecke allerdings nicht zu finden. So machte die sengende Sonne den Athleten die Aufgabe noch schwerer. 3:23:17 Stunde benötigte Florian Hanakam für die 42,195 Kilometer. Die Gesamtzeit im Ziel betrug 9:29:28 Studnen. Nur einmal in seiner fast 20-jährigen Triathlonkarriere war er schneller. 

Der Platz sieben für eine solche Zeit zeugte von der hohen Qualität der Teilnehmer in der Altersklasse der 45 bis 49-Jährigen. Die Hoffnungen darauf, dass zwei Athleten auf ihren Startplatz auf Hawaii verzichten würden und er nachrücken könnte, erfüllten sich nicht. Nur ein Athlet verzichtete. 

So musste Florian Hanakam akzeptieren, dass der nur acht Sekunden schnellere Ire Paul Rutherford den letzten Qualifikationsplatz für die Weltmeisterschaft erhielt. Acht Sekunden vorbei an Hawaii nach neuneinhalb Stunden Wettkampf – ein bitteres Finale für den RCL-Triathleten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare