Triathlon

Topfit in außergewöhnlichen Zeiten: Christian Maul bleibt motiviert

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Da war die Welt noch in Ordnung: Vor dem Lockdown trainierten (von links) Christian Maul, Markus Sartory und Norbert Krause (von links) Anfang März noch auf Mallorca.

Affeln – Christian Maul ist fit, topfit sogar. Der Ausdauerspezialist aus Affeln hat sein Training während der Corona-Pandemie nicht schleifen lassen, im Gegenteil. „Ich fühle mich richtig gut, trainiere fast täglich“, sagt der Triathlet, der im März seinen 50. Geburtstag gefeiert hatte und am kommenden Samstag zusammen mit seinem Kumpel und Trainingspartner Markus Sartory aus Altena eigentlich beim Ironman Lanzarote starten wollte. Der anspruchsvolle Ironman auf der beliebten Ferieninsel aber wurde wegen der Pandemie gestrichen.

„Wir wären am Dienstag nach Lanzarote geflogen“, sagt Christian Maul, der sich wie Markus Sartory im Winter und Frühjahr intensiv auf den Ironman-Klassiker auf der kanarischen Insel mit ihrer vulkanisch geprägten Landschaft vorbereitet hatte. In seiner neuen Altersklasse 50 hatte Christian Maul eine Top-Platzierung angepeilt. „Es ist echt schade, aber es ist ja nicht zu ändern“, betont der 50-Jährige, „der Ironman Lanzarote wurde um ein Jahr verschoben. Markus und ich haben jetzt einen Startplatz für 2021.“

Zusammen mit Markus Sartory und dem Neuenrader Athleten Norbert Krause absolvierte Christian Maul Anfang März eine Art Trainingslager auf Mallorca. „Wir drei verstehen uns hervorragend. Es ist Gold wert, wenn man so sportverrückte Kumpel hat. Wir haben auf Mallorca mega trainiert, hatten tolles Wetter und super Bedingungen“, blickt Christian Maul auf acht intensive Trainingstage auf der Balearen-Insel zurück. Bevor die Bewegungsfreiheit in Spanien massiv eingeschränkt wurde, konnte das Trio aus Altena, Neuenrade und Affeln die Ferieninsel wie geplant und vor allem gesund verlassen. „Wir sind am 15. März zurückgeflogen. Da war auf dem Flughafen von Mallorca schon fast nichts mehr los. Wir saßen an dem Tag in einer der letzten Maschinen, die noch geflogen sind. Das war schon alles sehr spooky“, berichtet Christian Maul.

Auf „Malle“ war der Affelner auch bis dato das letzte Mal im Wasser, weil durch den Lockdown ja unter anderem die heimischen Bäder nicht mehr öffnen durften. „Das Schwimmen fehlt schon. Und das macht sich bei mir inzwischen auch an der Muskulatur bemerkbar“, sagt Christian Maul, der möglichst bald wieder ins Wasser gehen will. „Die Sorpe ist ja fast um die Ecke. Noch ist mir der See aber zu kalt“, sagt der 50-Jährige, der zuhause ein paar Trockenübungen absolviert hat. „Das kann man aber überhaupt nicht vergleichen mit dem Gang ins Wasser und macht auch wenig Spaß.“

Radfahren und Laufen, das ging und geht trotz der Coronavirus bedingten Einschränkungen natürlich weiterhin. Fast täglich sitzt Christian Maul auf dem Rad oder schnürt die Laufschuhe. „Wir hatten in den letzten Wochen tolles Wetter. Da macht das Laufen oder das Radfahren richtig Freude“, betont der Affelner, der sich mit seinen Trainingspartnern Norbert Krause und Markus Sartory an das Kontaktverbot streng gehalten hat. Trainiert wurde maximal zu zweit.

Mittels des sozialen Sportler-Netzwerks Strava zeichnet Christian Maul seine Leistungsdaten verstärkt mit einer App auf, kann seine Daten so selbst analysieren und vor allem mit den Leistungen anderer Sportler, die ihre Daten ebenfalls in diesem Netzwerk einstellen, vergleichen. „Es gibt sogenannte Strava-Segmente, also Abschnitte einer Lauf- oder Radstrecke. Wenn ich ein solches Segment absolviere, wird meine Zeit aufgezeichnet. Ich kann dann meine Zeit mit anderen Sportlern vergleichen, die dieses Segment ebenfalls absolviert haben“, erklärt der Affelner, „so hat man eine Art Wettkampfanreiz. Und wir haben hier in der Region schon viele Segmente.“

An Motivation mangelt es Christian Maul während der Pandemie jedenfalls nicht. Trainiert wird weiterhin sehr intensiv, weil der nächste große Wettkampf irgendwann ganz sicher kommen wird. „Ich habe für den Ironman Wales gemeldet. Der findet im September statt und ist bis jetzt noch nicht abgesagt. Ich kann mir zwar auch nicht vorstellen, dass dieser Wettkampf stattfinden wird. Aber ich tue weiterhin so, als würde ich da starten. Und das motiviert“, betont der Ausdauerspezialist aus Affeln, der auch in diesen außergewöhnlichen Zeiten fit ist. Topfit sogar.

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