Verwaltung überprüft die Sporthallen

+
Sind für Übernachtungen in Sporthallen, nur die rechtliche Sicherheit muss vorhanden sein: Jens Voß, Vorsitzender des Schul- und Sportausschusses (l.), und Winfried Lütke-Dartmann, neuer Leiter des Fachbereiches Jugend, Bildung und Sport.

Lüdenscheid - Es soll auch in Zukunft Vereinen und Schulgruppen möglich sein, in Turnhallen oder gar Teilbereichen von Schulen bei besonderen Maßnahmen zu übernachten. In diesem Punkte waren sich die Mitglieder des Schul- und Sportauschusses am Dienstagnachmittag in der BGL-Mensa einig. So beauftragten sie die Verwaltung, die erforderlichen einmaligen Prüfungen der möglichen Hallen und Schulen vorzunehmen und die Ergebnisse bis Mitte 2015 im Ausschuss vorzulegen.

Von Thomas Machatzke

In der vorletzten Sitzung hatte es angesichts der in dieser Thematik durch neue Sicherheitsbestimmungen aufgetretenen Probleme eine Anfrage gegeben. Michael Wiek, 1. Vorsitzender der DJK Eintracht Lüdenscheid, erneuerte am Dienstag noch einmal die Dringlichkeit dieser Frage – gerade die erfolgreichen Gymnastik & Tanz-Formationen der DJK hatten in der Vergangenheit immer sehr von den Trainingslager-Maßnahmen inklusive Übernachtungen für die Arbeit und den Zusammenhalt in der Gruppe profitiert.

Kerstin Kotziers vom Fachdienst Schule und Sport stellte das Zwischenergebnis vor: So sei bei Übernachtungen in Schulen die Anzahl der anwesenden Personen entscheidend. Bei einer Gruppengröße in Klassenstärke sei zu überprüfen, ob die notwendigen baulichen Gegebenheiten vorhanden seien. Bei diesen „Gegebenheiten“ handelt es sich zum Beispiel um den zweiten baulichen Rettungsweg, Notbeleuchtung oder vorhandene Feuerlöscher.

Bei größeren Gruppen muss die Verwaltung die Versammlungsstättentauglichkeit prüfen. Für vier Hallen (Bierbaum, Kalve, Hermann-Gmeiner-Schule und BGL) liegt die Genehmigung als Versammlungsstätte bereits vor. Für die Trainingsmaßnahmen sind es aber zumeist eher die Übernachtungen in den üblichen Trainingshallen, die in der Praxis vorkommen. Rund zehn Fälle pro Jahr gebe es in der Bergstadt, erklärte Kotziers. Hier seien die Gruppen am liebsten in den Hallen, in denen sie auch üblicherweise trainieren.

"Genau um diesen Spagat geht es"

Diese Hallen sollen bis zum Sommer auf die beschriebenen „Gegebenheiten“ überprüft werden. Sollten „notwendige bauliche Ertüchtigungen“ anfallen, so soll die Verwaltung bis zum Sommer die erforderlichen Kosten benennen, damit der Ausschuss dann über eine einheitliche Vorgehensweise beschließen kann. Winfried Lütke-Dartmann, neuer Leiter des Fachbereiches Jugend, Bildung und Sport, fasste die Thematik in seiner ersten Sitzung im Schul- und Sportausschuss aus seiner Sicht zusammen: „Wir wollen diese Maßnahmen machbar halten für die Schulen und Vereine. Andererseits wollen wir auch rechtlich auf der sicheren Seite sein für die Verantwortlichen. Genau um diesen Spagat geht es.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare