Fußball

"Jugendstil" beim TSV am Wefelshohl

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TSV-Co-Trainer Deniz Altan (hinten, 3. von rechts), der Sportliche Leiter Tarkan Kanca (hinten rechts) und Torwart-Trainer Thomas Bräcker (vorne rechts) und elf der zahlreichen Neuzugänge. 

Lüdenscheid - „Wir brauchen Spieler mit einer einwandfreien Einstellung, die körperlich fit sind und gern trainieren. Mit denen wollen wir uns dann auch in oberen Tabellenregionen festsetzen.“ Tarkan Kanca, sportlicher Leiter des TSV Lüdenscheid, äußerte beim Trainingsauftakt des A-Ligisten in dieser Woche im Ausweichquartier am Nattenberg klare Vorstellungen im Hinblick auf die neue Spielzeit.

Unter Regie von Trainer Hassan El Mourabit soll vieles anders und besser werden als in der Vorsaison, als der neue Coach erst mitten in der Saison am Wefelshohl übernahm, der TSV sich vor allem in der Saisonschlussphase bei einer Trainingsbeteiligung von „nur etwa einem halben Dutzend Spielern“ (O-Ton Kanca) als immerhin noch stolzer Dritter – mit allerdings indiskutablen 33 Punkten Rückstand auf den TuS Grünenbaum – ins Ziel rettete.

Chefcoach Hassan El Mourabit, der absprachegemäß noch in Urlaub weilt, bekommt ein neues Assistenzteam an die Seite gestellt: Deniz Altan, zuletzt in Diensten des Nachbarn Post SV, wird El Mourabits „Co“. Die Rolle des Torhütertrainers übernimmt Jugendleiter Thomas Bräcker als TSV-„Allzweckwaffe“. Und auch das Spieleraufgebot wird kräftig aufgemischt: Allein mehr als ein Dutzend externe Neuzugänge vermeldet der Türkische SV zum Stichtag am 1. Juli, die gemeinsam mit noch einigen ausstehenden „Aufrückern“ aus dem A-Juniorenteam deutlich machen, wohin die Reise künftig am Wefelshohl gehen wird.

Der langjährige Jugend-Erfolgstrainer El Mourabit setzt mit seiner sportlichen Führungscrew auch bei der Erstvertretung künftig verstärkt auf den „Jugendstil“, will nach der ihm eigenen Philosophie eine junge, lernfähige Mannschaft „sportlich weiterentwickeln“, wobei kurzfristig die Platzierung im Tabellenbild nicht die Hauptrolle spielen wird. „Das ist genau unser Ding“, betont Deniz Altan, der in dieser Woche noch das Training des TSV-Großaufgebots leitet, das aktuell gut 30 Akteure umfasst, die sich noch Chancen ausrechnen können, im Kader des A-Liga-Teams zu verbleiben. „Hassan und ich hatten uns schon länger vorgenommen zusammenzuarbeiten, denn wir haben ähnliche Ideen vom Fußball“, freut sich Altan auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Chef. „Wir wollen da etwas Gutes aufbauen, das muss wachsen, nicht gleich in der ersten Saison den totalen Erfolg bringen. Natürlich wollen wir, wie es der TSV immer gemacht hat, in der Tabelle möglichst weit vorn landen, aber wir haben keinen Druck. Wir müssen nicht nach der nächsten und auch nicht nach der übernächsten Spielzeit unbedingt aufsteigen“, spürt Altan Vertrauen und Rückendeckung des Vorstands und der sportlichen Leitung.

Bei aller Ausrichtung hin zur Jugend wird der TSV nicht ohne routinierte Korsettstangen auskommen. „Eigentlich sollte ich selbst noch spielen, aber darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, sagt der 38-Jährige. Ein Vertreter mit großer Erfahrung ist aber schon in Sicht: Der gleichaltrige Ali Akhabach möchte nach vier Trainerjahren bei Vatanspor Hemer am Wefelshohl noch mal aufs Feld zurückkehren.

Die schon feststehenden Testspiele: 17. Juli beim Kiersper SC, 22. Juli bei TuRa Brügge, 29. Juli gegen Türkiyemspor Renscheid, 2. August beim VfR Wipperfürth, 5. August gegen Sinopspor Iserlohn

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