HSV Plettenberg/Werdohl startet in die Vorbereitung

Vom TuS Plettenberg: Robin Esser und Markus Winkelsträter.

Werdohl - Die neu gegründete HSV Plettenberg/Werdohl steht vor einer Herausforderung. So sieht das jedenfalls Serkan Kahraman, der als Trainer die Verantwortung für das Verbandsliga-Team trägt – und am Donnerstagabend mit der Mannschaft in die Vorbereitung auf die neue Saison startete.

Die Herausforderung ist rein sportlicher Natur und hängt direkt mit der Besetzung der Liga zusammen.

Mehr als ein halbes Dutzend Mannschaften zählen zum Kreis der ernst zu nehmenden Titelkandidaten. Fallobst beziehungsweise Punktelieferanten sind nicht in Sicht. Das bestätigte Kahraman am Donnerstagabend beim Start in die Vorbereitung und geht davon aus, dass viele Trainerkollegen die HSV Plettenberg/Werdohl zu den Abstiegskandidaten zählen. Damit hat der neue Trainer aber kein Problem, er freue sich vielmehr auf seine Aufgabe.

19 Spieler hat Kahraman auf seiner Liste, die sich für die Aufgaben auf Verbandsliga-Niveau empfehlen. Externe Neuzugänge weist die Liste nicht aus. Zum etablierten HSV-Kader der Vorsaison stoßen mit Robin Esser und Markus Winkelsträter zwei talentierte Nachwuchsspieler aus den Reihen des TuS Plettenberg. Zudem haben die drei bisherigen HSV II-Akteure Mario Hurlbrink, Christian Brinkmann und Marcel Fenner ihre Namen in den Hut geworfen.

Am Ende der Vorbereitung sollen 15 bis 16 Spieler das feste Gerüst der „Ersten“ bilden. Allerdings: Linkshänder Steffen Fischer unterzog sich kürzlich einer Operation am Sprunggelenk und könnte bis zum Saisonstart ausfallen. Zudem plagen Sebastian Lohmann weiterhin Achillessehnenbeschwerden. Kahraman spricht zwar von einem gewissen Konkurrenzdruck, dem seine Spieler ausgesetzt seien, aktuell hält sich das Angebot nominell aber in Grenzen.

Nichtsdestotrotz hat der engagierte Coach einiges vor – so wie seine Spieler. Die haben sich geschlossen dahingehend geäußert, dass sie bereits sind, hart an sich zu arbeiten. Schließlich soll die nächste Verbandsliga-Spielzeit weniger nervenaufreibend verlaufen als die zurückliegende.

Ansatzpunkte für seinen Trainingsplan hat Kahraman folgende formuliert: Das Spiel der „neuen“ HSV soll deutlich schneller werden. Eine „Baustelle“ sei zudem die Abwehr, die für seinen Geschmack zu viele Treffer kassiert. Welche Abwehrsysteme einstudiert werden, hänge vom Potenzial der Spieler ab. „Erst mal sehen, was sie können“, sagt Kahraman.

Während das Ziel der ersten Mannschaft erneut der Klassenerhalt sein wird, hat sich die zweite Mannschaft den Wiederaufstieg in die Bezirksliga auf die Fahnen geschrieben. Trainer Gerd Esser weiß zwar, wie schwer es ist, aus der Kreisliga A herauszukommen, sieht sein Team aber ordentlich aufgestellt. „Das wird kein Zuckerschlecken. Wir werden in jedem Spiel 60 Minuten Vollgas geben müssen“, stimmt Esser sein Ensemble auf eine schwere Saison ein.

Im Rahmen des Trainingsauftaktes am Riesei legte der Verein auch seine Spielpläne für die nächste Saison vor. Der Samstagabend als fester Termin ist vorerst passé. Sieben Heimspiele werden in Werdohl ausgetragen, sechs in Böddinghausen.

Zudem verteilen sich die Termine relativ ausgeglichen auf Freitag, Samstag und Sonntag. Die Verantwortlichen versprechen sich davon, mehr Zuschauer anzusprechen und neue hinzuzugewinnen. - Von Markus Jentzsch

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