Iserlohn Roosters nehmen Saisonvorbereitung auf

+
Die Roosters-Profis Chad Bassen, Dylan Wruck und Ryan Button (von links) sind inzwischen am Seilersee eingetroffen.

Iserlohn - Man kann sich des Gedankens nicht erwehren, dass etwas anders ist. Wer am Montag beim Auftakt der Saisonvorbereitung die Kabine der Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) betrat, der suchte zumindest zwei Gesichter vergebens. Christian Hommel und Michael Wolf bogen nicht um die Ecke.

Die beiden Routiniers agierten in den vergangenen Jahren organisierend, einladend, um ihre neuen Mannschaftskollegen mitzunehmen, auf Entdeckungstour am Seilersee. „Wir anderen werden das jetzt übernehmen und unser Bestes geben“, grinst Collin Danielsmeier.

Dass er seinen neuen Job schlechter machen wird als die Ehemaligen, davon ist nicht auszugehen, dennoch wird sich der Rekordspieler neue Unterstützer suchen müssen.

Einer davon heißt Dieter Orendorz. Das Eigengewächs soll am Seilersee rasch mit in die Verantwortung genommen werden, streben die Sauerländer doch weiterhin eine starke Integration ihrer Mannschaft ins märkische Umfeld an, auch wenn gut zwei Drittel der Profis ausländische Wurzeln haben.

Dass das auf dem Eis und in der Kabine keine Rolle spielen wird, ist ohnehin klar, dafür sind Teams immer von Internationalität geprägt. Dass ein neues „Wir-Gefühl“ allerdings rasch gebildet werden soll, dazu hat Cheftrainer Jari Pasanen schon am ersten Tag die Grundlagen gelegt.

„Bevor wir mit den Leistungstests und der ersten Trainingseinheit begonnen haben, habe ich die Mannschaft in der Kabine zusammengerufen und jeder Einzelne hat Zeit bekommen, sich vorzustellen“, so der Finne.

Nachmittags stand dann das erste gemeinsame Barbecue auf dem Programm. Auf Charakter hat man schon immer besonderen Wert bei der Personalplanung gelegt, der Teamgedanke rückt mindestens genauso in den Mittelpunkt. Deshalb ist es keine Floskel, wenn Cheftrainer Pasanen ankündigt, in einem Jahr ohne Turniergefühl in der Vorbereitung das Teambuilding in den Fokus zu rücken.

Der Rest der ersten Woche besteht, neben den medizinischen Untersuchungen in erster Linie aus harter Arbeit. „Wir waren am Montag schon im Stadion und haben die angekündigten Leistungstests durchgezogen – ich war aber nicht ganz so hart, wie es die Jungs erwartet hatten“, lacht Pasanen.

Dennoch erwarten seine Jungs täglich zwei Einheiten auf und abseits des Eises, Training im Kraftraum und vieles mehr. Erstes offizielles Eistraining ist am Donnerstagnachmittag um 16 Uhr am Seilersee. Dann können auch die Fans einen ersten Blick die alten Bekannten und aktuell insgesamt elf Neuzugängen werfen.

Manager Karsten Mende ist noch auf der Suche nach Neuzugang Nummer zwölf – den Sertich-Ersatz. „Wir hatten einige wirklich interessante Spieler im Fokus, aber wir haben noch keinen unserer Kandidaten an uns binden können. Ich mache mir keine Sorgen, aber die Suche geht unvermindert weiter.“

Grund für den Zeitverzug sind zahlreiche andere Vereine aus Deutschland und Europa, die ebenfalls noch starke Stürmer suchen, zudem scheint aufgrund der aktuellen Wirtschaftssituation in Russland und das Embargo der westlichen Staatengemeinschaft auch in der osteuropäisch geprägten KHL noch einiges zu passieren. Möglicherweise ergeben sich auch hier noch einige interessante Optionen. - Von Mirko Heintz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare