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Trainerwechsel in der Kreisliga A

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Von: Lars Schäfer

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Ismail Uzunoglu (links) ist beim TSV Werdohl nicht mehr Spieler, sondern neuer Cheftrainer. © Schäfer, Lars

Die 1:7-Niederlage des ambitionierten TSV Werdohl im türkischen Duell bei Türkiyemspor Plettenberg war am 10. Spieltag des Lüdenscheider Kreisoberhauses die größte Überraschung. 

Werdohl - Zwei Tage nach dieser Klatsche zogen die TSV-Verantwortlichen Konsequenzen und trennten sich von Eddie Fatnassi, der im September 2020 das Traineramt beim Altenmühle-Klub übernommen hatte. Der Nachfolger des deutsch-tunesischen Übungsleiters ist bereits gefunden und stammt aus den eigenen Reihen. Ismail Uzunoglu wurde der Mannschaft vor dem Training am Dienstagabend als neuer Cheftrainer präsentiert. Unterstützt wird „Isi“ von Necip Civelek und Torjäger-Routinier Muammer „Bubi“ Topcu.

Letztlich sei es gar nicht mal die Niederlage gegen Türkiyemspor, sondern die Art und Weise, wie das türkische Duell am Sonntag verloren wurde, mit ein Grund für die Trennung von Eddie Fatnassi gewesen, teilte TSV-Sportchef Sevket Özalp am Mittwoch mit. „Das 1:7 war natürlich bitter, aber nicht ausschlaggebend. Zeitlich war Eddie in letzter Zeit eingeschränkt“, sagte Özalp, der nach einem Gespräch mit dem Vorstand am Montag Fatnassi tags darauf vom Ende der Zusammenarbeit informierte.

Vom Trainerwechsel erhoffen sich die TSV-Verantwortlichen neue Impulse, obwohl die Saison bis dato ja keine enttäuschende war. Mit 22 von 30 möglichen Punkten sind die Werdohler Tabellenvierter, Niederlagen setzte es nur im Kreispokal-Erstrundenduell (3:6 nach Elfmeterschießen beim B-Ligisten TSKV Altena) sowie in der Liga beim TSV Lüdenscheid (4:5) und eben am Sonntag bei TSP.

Ismail Uzunoglu stand beim 1:7 seines Teams am Sonntag mit auf dem Platz – und im Nachhinein wird es wohl sein letzter 90-Minüter als Spieler gewesen sein. Denn die TSV-Verantwortlichen verständigten sich mit dem 35-Jährigen, der zum Ende der laufenden Saison seine aktive Laufbahn beenden und Anfang 2022 die B-Lizenz in Angriff nehmen wollte, darauf, dass er sich voll und ganz auf die Trainerrolle fokussieren soll. Im Klartext: Uzunoglu wird kein Spielertrainer beim Altenmühle-Klub sein, sondern das Team von Außen coachen.

„Das Angebot, das Traineramt sofort zu übernehmen, kam für mich überraschend. Gerechnet hatte ich damit jedenfalls nicht“, betont Familienvater Uzunoglu (3 Kinder), der sich nach einem Gespräch mit seiner Frau entschloss, den Posten zu übernehmen. „Das Gesamtkonzept hat einfach gepasst. Beim TSV hat sich in letzter Zeit sehr viel zum Positiven entwickelt, der Vorstand leistet tolle Arbeit“, betont Uzunoglu, für den die Unterstützung durch Necip Civelek („Wir ticken gleich, wenn es um Fußball geht“) und „Bubi“ Topcu ein wichtiger Grund war, um die Fatnassi-Nachfolge direkt anzutreten.

Neuland ist das Trainergeschäft für den 35-jährigen Werdohler aber nicht, im Gegenteil. Von 2016 bis 2019 war Uzunoglu Spielertrainer bei Eyüpspor (heute TSV) Werdohl, zum Ende der Saison 2018/19 hatte er das Amt freiwillig abgeben. Im September 2019 half er interimsweise dann wieder aus, nachdem sich Eyüpspor in der Saison 19/20 nach nur dreieinhalbmonatiger Zusammenarbeit von Murat Uzun in beiderseitigem Einvernehmen getrennt hatte.

Am Dienstagabend leitete „Isi“ bereits das Training und stimmte sein Team auf die kommenden Wochen ein. „Ich habe den Jungs gesagt, dass die Niederlage in Plettenberg abgehakt ist und wir positiv denken müssen. Ziel ist es, bis zur Winterpause möglichst alle Punkte zu holen“, so Uzunoglu, der das Thema Meisterschaft und Bezirksliga-Aufstieg längst noch nicht abgehakt hat: „Wir werden bis zum Schluss alles versuchen.“ Am Sonntag geht es zunächst gegen den LTV 61.

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