Musella wirft das Handtuch, Özalp übernimmt

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Domenico Musella trat als Trainer der FSV Werdohl II zurück.

Werdohl - Domenico Musella ist nicht mehr Trainer des Fußball-B-Kreisligisten FSV Werdohl II. Einen Tag nach der deprimierenden 2:6-Heimniederlage gegen den LTV 61 II warf der 29-Jährige das Handtuch.

„Domenico hat am Montag den Wunsch des Rücktritts geäußert, und diesem Wunsch haben wir entsprochen“, betonte FSV-Sportchef Alexander Schmale, der bereits einen Musella-Nachfolger gefunden hat – und zwar in den eigenen Reihen. Sevket Özalp wird die FSV-Reserve bis zum Saisonende trainieren.

Nach dem Abstieg aus dem Kreisoberhaus in der vergangenen Saison wollte Domenico Musella mit der Werdohler Zweitvertretung in der B-Liga eigentlich eine sorgenfreie Serie spielen. Eigentlich. Nach neun absolvierten Partien steckt die FSV-Reserve aber auch in der B-Liga im Tabellenkeller fest, ist mit lediglich vier Zählern Tabellenvorletzter und damit erneut abstiegsbedroht.

Schon vor zwei, drei Wochen spielte Musella mit den Gedanken eines Rücktritts, nach dem 2:6 am Sonntag gegen den LTV 61 II aber war bei ihm das Maß endgültig voll. Vor allem die Art und Weise, wie sich sein Team zuletzt präsentierte, ging dem 29-Jährigen gegen den Strich. „Es waren aber mehrere Faktoren, warum ich mich entschieden habe, nicht mehr weitermachen zu wollen“, sagte Musella. Unter anderem sei die Trainingsbeteiligung eher mangelhaft statt ausreichend gewesen. „Ich bereite mich auf jedes Training gezielt vor, und am Ende stehst du mit fünf oder sechs Mann da“, so der 29-Jährige. Zurückkehren auf die Trainerbank möchte der Werdohler aber möglichst schnell: „Ab Winter würde ich gerne etwas Neues machen.“

Sevket Özalp, der in den vergangenen Jahren erfolgreich als Trainer und später als Sportlicher Leiter beim A-Kreisligisten Eyüpspor Werdohl arbeitete und seit dieser Saison als „Co“ von Peter Habermann die A-Junioren der FSV trainiert, hat den Posten Musellas mit sofortiger Wirkung übernommen. „Ich will dem Verein helfen. Ziel ist es, die zweite Mannschaft in dieser Serie möglichst schnell zum Klassenerhalt zu führen“, betonte Özalp.

Vor allem mit Blick auf die eigenen Nachwuchsspieler, die zukünftig in den Seniorenbereich wechseln und nicht – oder zumindest nicht auf Anhieb – den Sprung in die erste Mannschaft schaffen, müsse man eine sportliche Perspektive aufzeigen. Kurzfristiges Ziel sei daher der Klassenerhalt, mittelfristig soll dann in der B-Liga angegriffen und der Blick wieder nach oben gerichtet werden.

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