Trainersuche bei der HSV wird konkreter

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In Höchsten kämpfte die HSV, hier Pierre van der Hurk und Nils Scheuermann, bis zum Abpfiff, stand aber letztlich auf verlorenem Posten.

WERDOHL - Während Kai Henning mit allen Mitteln versucht, seine Mannschaft in der Handball-Verbandsliga zu halten, laufen die Gespräche mit potenziellen Kandidaten, die künftig auf der Bank der ersten Mannschaft der HSV Werdohl/Versetal das Sagen haben sollen.

Die HSV wird aktuell mit drei Namen in Verbindung gebracht, wobei der Vorstand um Alexander Griessl einräumt, bisher nur mit einem der Genannten ernsthaft über die Position gesprochen zu haben. Serkan Kahraman, derzeit Trainer beim Frauen-Oberligisten TuS Drolshagen, zählt zum engeren Kreis der Kandidaten. Priorität bei der Suche nach einem Henning-Nachfolger hat die Kompatibilität des Übungsleiters mit dem Gesamtkonzept, das die Verantwortlichen im Kopf haben. Kahraman hat die Frauen des TuS Drolshagen bis in die Spitzengruppe der Oberliga geführt, scheint also in der Lage zu sein, mittel- wie langfristig zu denken und arbeiten können. Ein Punkt, der für den Mann aus dem Kreis Olpe spricht.

Alexander Griessl erklärte auf Nachfrage, dass die HSV an einer kurzfristigen Planung kein großes Interesse hat. Sie sucht einen Trainer, der die Zukunft des Handballs in Werdohl mitgestaltet und über den Tellerrand einer Ersten Mannschaft hinausschaut. Beim beeindruckenden Spiel gegen den RSV Eiserfeld wurde Kahraman in der Rieseihalle gesehen.

Weitere Namen auf der Liste sind Alex Orlov und Tobias Genau. Orlov ist derzeit im Jugendbereich des TuS Ferndorf als Übungsleiter aktiv, hat aber auch schon Erfahrungen als Trainer eines höherklassigen Männer-Teams vorzuweisen. Mit dem SSV Nümbrecht feierte Orlov durchaus Erfolge, trennte sich Anfang 2013 von dem Oberligisten und wechselte zurück zu seinem langjährigen „Arbeitgeber“ Ferndorf. Mit Orlov ist aktuell noch kein Kontakt zustande gekommen, sagen der Sportliche Leiter Dirk Schulte und der HSV-Vorsitzende Griessl übereinstimmend. Die Personalie Tobias Genau mag zwar eine theoretische Option gewesen sein, Genau scheint aber beim HSV-Konkurrenten TuS Borussia Höchsten anheuern zu wollen. Der zeitliche Aufwand hinsichtlich eines Engagements bei der HSV Werdohl/Versetal sei für den in Arnsberg wohnenden und derzeit für die HSG Menden-Lendringsen in der Oberliga Westfalen spielenden Familienvater zu groß.

Aktuell sieht der HSV-Vorstand keinen Grund, in Hektik zu verfallen. Er stellt große Ansprüche an den nächsten Trainer und lässt sich deshalb auch Zeit bei der Suche. - Von Markus Jentzsch

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