Trainer Ziel findet seine HSV „zu lieb“

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Der Sieg gegen die PSV Recklinghausen hat die HSV Plettenberg/Werdohl von den direkten Abstiegsplätzen geführt. Doch Trainer Friedhelm Ziel (Mitte) sieht weiter Verbesserungsbedarf.

Werdohl - Der Sieg gegen die PSV Recklinghausen war für die abstiegsbedrohte HSV Plettenberg/Werdohl ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, hat der Handball-Verbandsligist nicht. Bereits am kommenden Samstag steht die Partie gegen das Ligaschlusslicht Hoechsten auf dem Programm.

„Eine Pflichtaufgabe, wenn man in der Verbandsliga bleiben will - aber beileibe kein leichter Gegner“, weiß HSV-Trainer Friedhelm Ziel.

Das Video vom Spiel gegen die PSV hat Ziel einer ersten Anlayse unterzogen. „Wir sind noch zu lieb, müssen in der Abwehr aktiver arbeiten. Eine Abwehraktion muss beim Gegner Wirkung zeigen“, sagt der Trainer über seine Defensive, die am Samstag zu passiv gewesen sei und lediglich die Räume zugestellt habe. Und die Abstimmung im Innenblock hat ihm so gar nicht gefallen.

Marc Bardischewski bleibt aber vorerst eine Baustelle. Bisher hat der Shooter zusammen mit Nils Scheuermann das Herz der Abwehr gebildet. Sein lädiertes Handgelenk, das erst Ende März einer aussagekräftigen MRT-Untersuchung unterzogen wird, schränkt seine Einsatzfähigkeit in puncto Verteidigung erheblich ein. Also muss Scheuermann mit seinem neuen Flügelmann Jugoslav Lakic eine Einheit werden. „Darauf werde ich mich in der Woche konzentrieren“, sagt Ziel.

Der Spieltag lief für die HSV eigentlich nach Plan. Herne hat nicht weiter gepunktet, Plettenberg/Werdohl hat seine Hausaufgaben erledigt und Hoechsten hat „nur“ einen Punkt gutgemacht. Augenscheinlich sind die Dortmunder bei noch sechs ausstehenden Begegnungen abgehängt, ihre Tabellenposition sagt aber wenig über ihr tatsächliches Leistungsvermögen aus. „Sie waren in vielen Spielen knapp dran“, ist dem HSV-Verantwortlichen aufgefallen, dass Hoechsten mehr zu bieten hat als es die fünf Pluspunkte vermuten lassen.

Außerdem zeichnet den TuS ein exzellentes Tempospiel aus. „Nach Hattingen das Beste, was die Liga in diesem Bereich zu bieten hat“, sagt Ziel und geht noch einen Schritt weiter: „Ich schätzte sie auch stärker ein als die PSV, weil Recklinghausen ausrechenbarer war.“

Abwehr und Torwart, dort wird die Basis des Erfolgs gelegt. Mit David Fischer haben die Hoechstener einen Top-Mann auf der Mitte. Denker und Lenker – und Vollstrecker. 125 Treffer stehen für den TuS-Mittelmann bisher zu Buche: Platz drei in der Liga. Das wird für die Scheuermann/Lakic-Kombination ein echter Prüfstein werden. Nur wenn die Defensive ihre liebe Art ablegt, kann Keeper Kämmerer seine ganze Klasse ausspielen.

Ziel hofft inständig, das die Trainingswoche nach seinen Vorstellungen abläuft. „Ich werde alles daran setzen, meine Mannschaft auf den Punkt vorzubereiten“, sagt der akribische Arbeiter. - Von Markus Jentzsch

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