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Trainer Uli Mayer tritt beim TuS Langenholthausen zurück

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Von: Lars Schäfer

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Rücktritt als Trainer des TuS Langenholthausen: Uli Mayer © Dennis Echtermann

Paukenschlag beim Fußball-Landesligisten TuS Langenholthausen. Trainer Uli Mayer ist zurückgetreten.

Langenholthausen - Als Schiedsrichter Martin Pier am Sonntag die Landesliga-Partie zwischen den VSV Wenden und dem TuS Langenholthausen abpfiff und die Wendener ihren ersten Saisonsieg (2:1) bejubelten, da ging auf der Trainerbank der Gäste eine kleine Ära und eine große Erfolgsgeschichte zu Ende. Für Uli Mayer, der zur Saison 2016/17 am Düsterloh den Trainerposten übernommen und die Grün-Weißen als Bezirksliga-Meister der Saison 18/19 erstmals in der Vereinsgeschichte in die Landesliga geführt hatte, war es die letzte Partie als Coach des TuS Langenholthausen.

Bereits am Donnerstag, am Tag nach der 2:3-Kreispokalniederlage der Langenholthausener beim A-Ligisten FC Neheim-Erlenbruch, hatte Uli Mayer dem TuS-Vorstand um Präsident Charly Grote mitgeteilt, dass er von seinem Posten als Cheftrainer zurücktritt. Grote und Mayer aber verständigten sich darauf, dass Mayer den TuS am Sonntag in Wenden noch ein letztes Mal coachen würde. Die Mannschaft wurde am Sonntagmittag bei einer von Grote einberufenen Teamsitzung am Düsterloh und damit kurz vor der Fahrt nach Wenden von dieser Entscheidung informiert. Ab Dienstag und bis zum Saisonende übernimmt der bisherige Co-Trainer Tim Rademacher das Cheftraineramt.

Die Entscheidung, seinen Posten zur Verfügung zu stellen, sei ihm sehr schwer gefallen, verdeutlichte Uli Mayer. Er wolle mit seinem Rücktritt angesichts der jüngsten Ergebniskrise – der ambitioniert in die Saison gestartete TuS holte seinen letzten „Dreier“ Anfang Oktober gegen RW Erlinghausen – ein Zeichen setzen. „Es muss jetzt eine Veränderung her, wir kommen momentan nicht weiter. Wir machen sogar eher Schritte zurück“, betonte Mayer. Der 53-Jährige weiß um die sportlichen Ambitionen, mit denen Mannschaft, Vorstand, Umfeld, aber auch er selbst in diese Saison gegangen sind. Die eigenen Erwartungen aber erfüllt der TuS bis dato nicht, mit ihren 13 Punkten sind die Düsterloh-Kicker der Gefahrenzone näher als der Spitzengruppe. Negativer Höhepunkt der vergangenen Wochen war am Mittwoch das Aus im Kreispokal-Viertelfinale. Mayer hofft, dass die Mannschaft durch seinen Rücktritt („Ich möchte nicht derjenige sein, der auf seinem Posten verharrt“) nun neue Impulse von Außen erhält, um möglichst schnell wieder in die richtige Spur zu finden. „Die Mannschaft muss jetzt noch enger zusammenrücken“, sagt Mayer, dessen Kontrakt zum Ende der laufenden Saison ausgelaufen wäre und der diesen auch nicht verlängert hätte.

Uli Mayer ist ein feiner Kerl und ist für mich der kompletteste Trainer, den wir beim TuS bislang hatten. Und er hat beim TuS Langenholthausen Geschichte geschrieben.

Charly Grote, Vorsitzender des TuS Langenholthausen

Charly Grote bedauert den vorzeitigen Ausstieg des langjährigen Erfolgstrainers, auf den er große Stücke hält. Sehr große sogar. „Uli Mayer ist ein feiner Kerl und ist für mich der kompletteste Trainer, den wir beim TuS bislang hatten. Und er hat beim TuS Langenholthausen Geschichte geschrieben“, so der Vorsitzende, der trotz der derzeitigen Krise die Reißleine nicht gezogen hätte. Grote: „Uli wäre auf jeden Fall bis zum Saisonende unser Trainer geblieben. Solche verdienten Leute wie ihn lässt man nicht einfach gehen und entlässt sie auch nicht. Seine Entscheidung ehrt ihn aber auch. Denn Uli möchte damit erreichen, dass jetzt ein Ruck durch die Mannschaft geht.“

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