Fußball-Kreisliga A

SCL: Situation schwieriger als erwartet

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Hofft auf die Rückkehr von mehreren Leistungsträgern: SCL-Coach Matthias Thielicke.

Lüdenscheid - Abstieg der Erstvertretung, Aufstieg der Reserve – dass es angesichts dieser Entwicklung mit zwei Mannschaften im Kreisliga-Oberhaus schwierig werden würde, war den Verantwortlichen beim SC Lüdenscheid schon vor Saisonbeginn bewusst. In der Praxis stellte sich das Konstrukt aber noch problematischer heraus, wie auch Matthias Thielicke einräumen muss.

Als Aufstiegstrainer der „Zweiten“ zum Coach der „Ersten“ befördert, musste er das personelle Wegbrechen quasi einer kompletten Mannschaft quittieren, aus SCL II wurde mehr oder weniger SCL I, sodass auch bei Reserve ein gewaltiger Umbruch vollzogen werden musste. In der Summe waren es vor dem Start auf dem Papier 45 Spieler, es dauerte nicht lange, dann waren es nur noch deren 36.

„Vom Ablauf, dass beide Teams gemeinsam trainieren, klappte das, aber die Quantität wurde immer bescheidener. Dafür gab es gute Gründe wie Verletzungen oder Krankheiten, aber auch welche, die nicht nachzuvollziehen waren. Fakt ist, dass im November und Dezember nur noch zehn bis 15 Spieler für zwei Teams trainiert haben. Das war schon ernüchternd“, blickt Thielicke mit großer Enttäuschung auf diese Phase vor der Winterpause zurück.

In die ist seine Erstvertretung als Drittletzter des Klassements gegangen, immerhin beträgt das Polster auf den ersten Abstiegsplatz (TuS Herscheid) acht Punkte. Dass weitaus mehr Potential in dieser Mannschaft steckt, bewies das Zwischenhoch Ende Oktober/Anfang November: 1:1 beim TSV Lüdenscheid, 7:1 gegen SC Plettenberg, 2:2 beim TuS Grünenbaum – es waren die rar gesäten Höhepunkte der bisherigen zwölf Begegnungen.

Und wie soll es weitergehen, wenn ab dem 18. Februar beginnend mit dem vereinsinternen Duell noch 16 Begegnungen auf dem Programm stehen? „Ich bin weit davon entfernt, eine tabellarische Zielsetzung auszugeben, hoffe einfach auf mehr Konstanz auf einem ordentlichen Niveau. Sollte das gelingen, wird es auch in der Tabelle automatisch weiter nach oben gehen“, zeigt sich Thielicke recht optimistisch.

Die Zuversicht ist auch darin begründet, dass etatmäßige Leistungsträger wie Dominik Schwenck, Florian Eick, Patrick Lange, Florian Jeworutzki und auch Tobias Penning, die aus diversen Gründen über einen längeren Zeitraum ausgefallen waren, allesamt wieder ins Training eingestiegen sind.

Externe Zugänge für die „Erste“ gibt es nicht, einziger Winterpausen-Abgang ist Andreas Schweda (Polonia Lüdenscheid), und auch Severin Schumacher (Studium in Kassel) steht mehr oder weniger nicht mehr zur Verfügung. Ihr erstes Testspiel bestreiten die Wehberg-Kicker am kommenden Sonntag gegen A-Ligist FC Gevelsberg-Vogelsang, dem Auswärtsspiele beim B-Ligisten TuS Stöcken-Dahlerbrück (8. Februar) und Bezirksligisten Fortuna Freudenberg (11. Februar) folgen sollen.

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