Fußball, Kreisliga A Lüdenscheid

„Noch ein langer, schwieriger Weg“

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Mit ruhiger Hand an die Tabellenspitze: Martin Skorupski und sein „Co“ Peter Schebestik sind ein wichtiger Baustein des aktuellen Erfolges beim TuS Ennepe.

Halver – Noch eine Spur fröhlicher als ohnehin schon wurde in diesem Jahr am 11. November beim TuS Ennepe die Karnevalssession eröffnet. Die Steilvorlage für allerbeste Laune liefern die Kreisliga-A-Fußballer. Mit dem Heimsieg über den SC Lüdenscheid haben die Schwenker einen Tag vor Ende der Hinrunde die inoffizielle „Herbstmeisterschaft“ perfekt gemacht, grüßen noch immer ungeschlagen von der Tabellenspitze. Über die Gründe für die Entwicklung und Perspektiven der sportlich erwachsen werdenden Mannschaft mit vielen Eigengewächsen sprach Sportredakteur Axel Meyrich mit TuS-Trainer Martin Skorupski.

Martin Skorupski, nach dem 5:1-Sieg über den SC Lüdenscheid ist Ihre Mannschaft vorzeitig „Herbstmeister“. Welche Bedeutung messen Sie diesem inoffiziellen Titel bei? 

Das ist nur eine Momentaufnahme nach zwölf Spieltagen. Natürlich freuen wir uns, dass wir aktuell Erster sind, aber wichtig ist erst der Tabellenplatz nach dem letzten Spieltag. 

Neun Siege, zwei Unentschieden, keine Niederlage: Was sind die Gründe für diese starke Bilanz? 

Die Jungs sind seit Jahren sehr trainingsfleißig und haben sich kontinuierlich weiterentwickelt – auch dadurch, dass viele junge Spieler viel Spielzeit bekommen. Sie wollen dazu lernen und setzen das, was wir spielen wollen, immer besser um. Dazu kommen einige erfahrene Spieler, die für die Mannschaft sehr wichtig sind. Und ein bisschen Glück gehört sicherlich auch dazu, um oben zu stehen. 

Auch wenn Sie es nicht gerne hören werden: Ab wann muss sich der TuS Ennepe ernsthaft mit dem Thema Bezirksliga-Aufstieg auseinandersetzen? 

Dafür ist es noch viel zu früh, es ist noch ein langer und schwieriger Weg. Wenn wir auch nur ein wenig nachlassen, kann es ganz schnell schon wieder vorbei sein. Wir müssen gegen jeden Gegner, unabhängig vom Tabellenplatz, unsere beste Leistung abrufen. Natürlich dürfen und müssen wir die Spiele auch mit viel Selbstbewusstsein und dem Glauben an die eigene Stärke angehen, das haben sich unsere Spieler in den ersten Saisonspielen erarbeitet und verdient. In jedem Spiel muss es unser Ziel sein, nach vorne zu spielen, zu gewinnen und nicht ängstlich zu agieren.

Wären Mannschaft und Verein bereit für ein „Abenteuer Bezirksliga“? 

Dieser Verein und diese Jungs, die fast alle in der Jugend in Schwenke gespielt haben, wären sicher sehr stolz, wenn es am Ende gelingen würde. Es wäre auch eine tolle Bestätigung für die super Jugendarbeit im Verein und das Konzept, das hier verfolgt wird. Ich bin mir sicher, dass der TuS Ennepe mit seinen vielen engagierten und fleißigen Helferinnen und Helfern und der Mannschaft, die immer noch einen sehr niedrigen Altersdurchschnitt hat, bereit dazu wäre. Aber andere Mannschaften wollen das auch. Wir müssen also abwarten, wer am Ende die Nase vorne hat. 

Welche Mannschaften haben Sie als größte Konkurrenten auf dem Zettel? 

Ganz einfach: alle, die oben dabei sind. Man muss alle ernst nehmen und darf niemanden unterschätzen.

Wird Ihre Wintervorbereitung angesichts des Tabellenstandes anders aussehen als in den vergangenen Jahren? 

Wir werden uns so vorbereiten, dass wir zur Saisonfortsetzung im März gegen den TSV Rönsahl in der bestmöglichen Verfassung sind, um unsere Spiele zu gewinnen. Das ist aber das Ziel einer jeden Vorbereitung. 

Was machen Sie am 24. Mai 2020 ab 16.45 Uhr? 

Da es der letzte Spieltag ist und zudem ein Heimspiel, werden wir gemeinsam den Saisonabschluss feiern – ganz egal, auf welchem Tabellenplatz wir dann stehen. 

Martin Skorupski, vielen Dank für das Gespräch!

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