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Trainer Mark Schmetz findet die neue Mischung bei der SGSH richtig gut

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Von: Thomas Machatzke

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Torwart beim Handball
Einziges komplett neues Gesicht beim SGSH-Trainingsauftakt in Halver: Tjark Döscher, der aus Varel ins Sauerland gewechselt ist. Der junge Keeper soll sich mit Pius Hablowetz um den zweiten Platz im Tor hinter Ante Vukas streiten. © Thomas Machatzke

Die SGSH Dragons sind wieder im Training. Am Donnerstag fiel in Halver der Startschuss mit 13 Akteuren den 18er-Kaders. Trainer Mark Schmetz sieht der Saison voller Vorfreude entgegen. Er findet die neue Mischung beim Handball-Drittligisten richtig gut.

Halver – Mitunter fügen sich die Dinge: Als am Donnerstagabend Handball-Drittligist SGSH Dragons an der Mühlenstraße in Halver die Vorbereitung auf die neue Spielzeit einläutete, da hatte der Sportliche Leiter Axel Vormann ganz frisch den Spielplan für die am 4./5. September beginnende Saison mit im Gepäck, den der Deutscher Handball-Bund erst nachmittags öffentlich gemacht hatte. Dass es Anfang September losgehen würde, war vorher klar, dass der erste Gegner der Leichlinger TV sein würde, das war dann aber doch neu.

Leichlingen, Auswärtsfahrt nach Menden, Heimderby gegen Volmetal – so lässt sie sich an, die neue Saison. „Ein gutes Programm“, stellte Trainer Mark Schmetz am Rande des Anschwitzens fest, wobei er aber auch bemerkte, dass es eigentlich egal sei, in welcher Reihenfolge man die Gegner bekomme.

„Wichtig ist“, stellte Schmetz fest, „dass wir wieder vor Zuschauern spielen können. Das wird nach der langen Zeit, in der das nicht so war, den richtigen Kick geben.“

Trainer Mark Schmetz findet die neue Mischung richtig gut

Und damit ist der Auftakt dann doch irgendwie doppelt schön konzipiert für die Dragons. Zum einen, weil Leichlingen, Menden und Volmetal zu den nominell nicht so stark eingeschätzten Teams der Staffel D zählen, die Aufgaben also sportlich lösbar erscheinen. Zum anderen aber auch, weil davon auszugehen ist, dass volle Hallen am ehesten zu Beginn der Saison hochwahrscheinlich sein dürften. Steigende Inzidenzen könnten danach womöglich in der Infektionszeit ab Oktober wie ein Damoklesschwert über dem Spielbetrieb schweben. Aber in Menden und gegen Volmetal – da sollte viel möglich sein. Eine gute Auslosung...

Bis es soweit ist, hat Mark Schmetz indes zwei sehr intensive Monate geplant. „Mit vielen Spielen, weil uns eine ganze Saison fehlt“, sagt der Niederländer, „wir brauchen Wettkampfpraxis und das Spielgefühl.“ Erst einmal wird allerdings zwei Wochen lang trainiert. Danach geht es in die Vollen. Der ohnehin üppige Turnier- und Testspielplan ist inzwischen noch um eine Partie beim Nordrhein-Regionalligisten OSC Rheinhausen am 30. Juli ergänzt worden. „Wir werden dabei die Spiele zum Teil auch mit klaren Aufgaben angehen“, sagt Schmetz, „es kann sein, dass wir in einem Spiel voll aufs Tempo gehen – ohne Rücksicht auf den Spielverlauf – und dass wir im nächsten Spiel nur in den aufgebauten Angriff gehen und das Tempo komplett rauslassen.“

Grundsätzlich geht es Schmetz darum, die bis Ende Mai angefangene Arbeit mit dem Kader fortzusetzen. Für die Defensive schweben dem Niederländer eine 3:2:1- und eine 6:0-Abwehr vor. Vorne sollen die bestehenden Konzepte vertieft werden. Es geht darum, Rückkehrer wie Christopher Klasmann (nach Ferndorf-Ausleihe), Florian Diehl oder David Bleckmann (beide nach langer Verletzung) wieder zu reintegrieren. Und natürlich gilt es, den neuen Spielmacher Linus Michel komplett neu zu integrieren.

Der Kader für die neue Saison

Tor: Ante Vukas, Pius Hablowetz, Tjark Döscher

Linksaußen: Tobias Schetters, Natko Merhar

Rückraum: David Bleckmann, Christopher Klasmann, Jan König, Florian Diehl, Linus Michel, Fabian Hecker, Brian Gipperich, Arvid Dragunski, Christopher Börner

Rechtsaußen: Moritz Frenzel

Kreis: Philipp Dommermuth, Oliver Perey, Nico Jannack

Trainerteam: Mark Schmetz, Maciej Dmytruszynski (Co), Matthias Reckzeh (Torwarttrainer)

Michel und Klasmann fehlten nach dem späten Saisonfinale in der 2. Bundesliga mit dem TuS Ferndorf am Donnerstag noch, ebenso wie Ante Vukas, Jan König (beide Urlaub) und Christopher Börner (Abiturfeier). Und auch Co-Trainer Maciej Dmytruszynski weilt noch im Urlaub. Trotzdem begrüßten Mark Schmetz und Torwarttrainer Matthias Reckzeh 14 Akteure zum Aufgalopp. Neben 13 Kadermitgliedern auch Julian Borchert – der zuletzt an den VfL Lübeck-Schwartau ausgeliehene Keeper war gekommen, um sich vom Team zu verabschieden und seine Ausstand zu geben. Wohin es den jungen, ehrgeizigen Torhüter aus dem Ruhrpott ziehen wird, verriet er noch nicht.

TRainer beim Handball
Mit Spaß am Werk: SGSH-Trainer Mark Schmetz. © Thomas Machatzke

Dafür durfte er seinen Nachfolgern bei der Trainingsarbeit zuschauen: Für Tjark Döscher, den jungen Keeper aus Varel, war es die erste Einheit in Halver. Der Schlacks, der im Landin-Torwarttrikot auflief, wird sich mit Pius Hablowetz um den Platz als Nummer zwei hinter Ante Vukas streiten.

Drei Torhüter und 15 Feldspieler umfasst der Kader, den Mark Schmetz zur Verfügung hat. Mehr Masse als noch vor zwölf Monaten. „Ein junges Team, aber auch mit einigen sehr erfahrenen Spielern. Eine gute Mischung. Das gefällt mir gut“, stellte Schmetz direkt zum Auftakt fest und freut sich darauf, die Youngster zu formen. Mit dem klaren sportlichen Ziel, mit dieser Mannschaft unter den „Top 5“ der Staffel D mitzuspielen. „Topfavorit ist Krefeld“, stellte Schmetz fest, „aber die SGSH hat in diesem Bereich immer mitgemischt. Wir haben eine gute Mannschaft, wir sollten uns nicht verstecken.“

Gegen Krefeld übrigens geht es daheim im Oktober. Eine Woche nach dem Gastspiel beim ebenfalls stark eingeschätzten Longericher SC. Bis dahin sollte ein erster Grundstein gelegt sein, was die Punktausbeute angeht. Und dann wird sich zeigen, wohin die Richtung geht. Noch aber ist das weit, weit weg. Auch wenn nun wieder gearbeitet wird – und die Arbeiter auch wissen, an welchem Tag welche Herausforderung warten wird…

Der SGSH-Spielplan in der Hinrunde

4./5. September: Leichlinger TV (H)

11./12. September: SG Menden Sauerland Wölfe (A)

18./19. September: TuS Volmetal (H)

25./26. September: ESG Gensungen/Felsberg (A)

2./3. Oktober: TuSEM Essen II (H)

9./10. Oktober: Longericher SC (A)

16./17. Oktober: HSG Krefeld Niederrhein (H)

23./24. Oktober: HSG Bergische Panther (A)

30./31. Oktober: GSV Eintracht Baunatal (H)

13./14. November: TuS 82 Opladen (A)

20./21. November: VfL Gummersbach (H)

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