Baskets: „So etwas darf nicht nochmal passieren“

Auch Center Reinhard Foith hatte nicht seinen besten Tag erwischt, vergab insbesondere im ersten Viertel klare Wurfgelegenheiten. - Foto: K. Zacharias

Lüdenscheid -   Selten hat man Amir Hujic so erzürnt gesehen. Schon während der zweiten Halbzeit nahm er sich seine Spieler mehrfach verbal zur Brust, und die Fortsetzung folgte nach der Partie. Führt der Weg die Baskets-Akteure ansonsten in die Kabine, zu Bekannten oder auf ein Getränk zur Cafeteria, so mussten sie am Samstag nach der 63:76-Heimpleite gegen den SVD Dortmund II noch minutenlang auf der Auswechselbank verharren und den zornigen Worten ihres Trainers lauschen.

„Ich habe ihnen klipp und klar gesagt, dass so etwas nicht nochmal passieren darf. Jeder hat nur noch an sich gedacht, ist in der Offense mit dem Kopf durch die Wand gegangen. Und das Verteidigen wurde quasi auch eingestellt, weil keiner dem anderen geholfen hat“, machte der Bosnier seinem Frust lautstark Luft.

Auch deshalb, weil im Kampf um den Klassenerhalt auch ohne die angeschlagenen Max Schneider und Moritz Michael „Big Points“ durchaus möglich gewesen wäre. Zwar kamen die Gäste mit der Empfehlung von vier Siegen aus fünf Spielen in die Bergstadt, das aber stark ersatzgeschwächt. Und so waren die Baskets in den ersten 20 Minuten auch ein Gegner auf Augenhöhe, weil sie in diesem Zeitraum noch als Mannschaft funktionierten, auch wenn Albinovic sowohl in der Defense als auch im Abschluss (18 seiner 31 Zähler in Halbzeit eins) herausragte.

Warum dann nach dem 40:38 bis auf U16-Spieler Anouar Bahri (durfte in den Schlussminuten erstmals Luft in der 1. Seniorenmannschaft schnuppern) quasi alle Baskets-Akteure vom „Ego-Virus“ befallen wurden, blieb auch für den Trainer ein Rätsel. Der musste miterleben, wie sich in Serie Spieler für den Spieler den Ball nahmen, nach vorne rannten, um dort entweder hängen zu bleiben oder zu verwerfen. Derweil blieben die unter anderem mit vier Landesliga-Akteuren angetretenen Bierstädter cool, spielten geduldig ihre Systeme durch und hatten spätestens sieben Minuten vor Ende angesichts einer 62:51-Führung die Frage nach dem Sieger beantwortet.

So stehen die Baskets am kommenden Samstag schon gewaltig unter Druck, wenn das Kellerduell beim ASC Dortmund ansteht, der mit einem 66:59 nach Verlängerung gegen den BC Soest just seinen ersten Sieg gefeiert hat.

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