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Nach 11:0-Sieg: Efthi Douros und Türkiyemspor trennen sich

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Von: Michael Jeide

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Efthi Douros
Seine Zeit bei TSP ist abgelaufen: Efthi Douros und der A-Ligist trennen sich. © Schäfer, Lars

„Auch mein Bruder war erstmal baff. Wir hatten uns schon darauf gefreut, am 12. Dezember gegeneinander zu spielen“, war auch bei Niko Douros, dem Trainer des A-Kreisligisten TuS Grünenbaum, die Verblüffung groß, als sein Bruder Efthi ihm mitteilte, dass er nicht mehr Trainer bei Türkiyemspor Plettenberg ist. Bei jener Mannschaft, die Sechster in der Tabelle ist und am Sonntag Hellas Lüdenscheid mit 11:0 deklassiert hatte.

Plettenberg - Die Entscheidung über die Trennung fiel am Montagabend in einem Gespräche zwischen Douros und drei Vorstandsmitgliedern, darunter TSP-Sportchef Fatih Arpacik. Einvernehmlich sei sie gewesen, betonen beide Seiten. „Wir waren in einigen Sachen verschiedener Meinung, sind nicht auf einen Nenner gekommen und hatten die Überzeugung, dass es so nicht weitergehen kann. Deshalb haben wir uns vernünftig getrennt. So ist das Trainergeschäft“, sagt Efthi Douros professionell.

„Das kommt jetzt blöd an. Aber es waren nicht die sportlichen Ergebnisse. Das war nicht der Hauptgrund für die Trennung. das war nicht das Problem“, weiß auch Murat Akca aus der sportlichen Leitung von Türkiyemspor, dass Außenstehende diese Entwicklung wahrscheinlich nicht werden nachvollziehen können. „Aber wir wollen frischen Wind reinbringen“, sagt Akca. Mit einem neuen Mann, der längerfristig im Oestertal arbeiten soll. Den es aber noch nicht gibt. „Wir begeben uns jetzt auf die Sache und werden die Trainerfrage zunächst einmal interimsweise lösen“, sagt Akca auch im Hinblick auf das am nächsten Samstag anstehende Pokal-Viertelfinale beim SC Lüdenscheid.

Ich bin froh, Efthi Douros kennengelernt zu haben. Ich bin sicher, dass er seinen Weg als Trainer weitergehen wird.

Murat Akca (Türkiyemspor Plettenberg)

Wo genau die Differenzen lagen, darüber schweigen sich beide Seiten aus. „Ich bin froh, Efthi Douros als Person kennengelernt zu haben. Ich bin sicher, dass er seinen Weg als Trainer weitergehen wird. Es lief alles gut. Wir haben tolle Siege gefeiert, unter anderem in den Derbys und gegen den TSV Werdohl, was sehr wichtig für uns ist“, sagt Akca und auch Arpacik wünscht Douros für die Zukunft alles Gute, bedankt sich ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit.

2020 hatte Efthi Douros zum zweiten Mal den Job bei TSP übernommen, die Mannschaft auf Kurs gebracht, bis Corona die Saison stoppte. Und er hatte in diesem Sommer erfolgreich dort wieder angesetzt, Türkiyemspor in sicheres Fahrwasser der A-Liga geführt, deutlich vor den beiden anderen Plettenberger Teams in dieser Liga. „Die sportliche Entwicklung war erkennbar. Es gab viele positive Momente“, betont Douros, der zwischen den beiden vorzeitig beendeten Engagements in Plettenberg drei Jahre lang die Frauen des damaligen Landesligisten FC Finnentrop trainiert hat. Von seiner nun erzwungenen Fußballpause soll vor allem seine Familie profitieren.

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