Auch Toslu und Gören verlassen die FSV-Reserve

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Erkan Toslu (links) ist einer von vier Werdohlern, die es Richtung TSV Lüdenscheid zieht.

Werdohl -  Der personelle Aderlass bei der zweiten Mannschaft der FSV Werdohl wird größer. Nach Orhan Abanoz und Andreas Ketzenberg kehren mit Muhammed Gören und Erkan Toslu zwei weitere Akteure dem Fußball-Bezirksligisten den Rücken – genauso wie die Uzunoglu-Brüder.

Am vergangenen Sonntag machte die Truppe von Trainer Uwe Grube mit einem 1:0-Erfolg gegen den TSV Weißtal frühzeitig den Klassenerhalt perfekt. Zeitgleich sickerte durch, dass mit Andreas Ketzenberg und Orhan Abanoz zwei Leistungsträger der FSV-Reserve in der kommenden Spielzeit die Schuhe für den A-Ligisten VfB Altena schnüren werden.

Und am Dienstag vermeldete der TSV Lüdenscheid, Liga-Konkurrent der Burgstädter, die Verpflichtung von insgesamt vier Werdohlern: Ismail Uzunoglu wechselt aus der Landesliga-Mannschaft der FSV zurück in die Bergstadt, Erkan Toslu und Muhammed Gören von der FSV II und Ibrahim Uzunoglu aus der Werdohler A-Jugend.

Carsten Minker, noch amtierender Trainer und designierter Sportlicher Leiter der FSV, reagierte auf den Weggang von Ismail Uzunoglu wenig überrascht. „Er ist bei uns zuletzt ja nicht so zum Zuge gekommen“, sagte Minker.

Auch für den Wechsel des Duos aus der Zweitvertretung äußerte der Noch-Coach Verständnis. „Die Reserve ist bei uns das Auffangbecken für Leute, die oben durch das Sieb fallen“, so Minker. Da seien Akteure wie Toslu oder Gören eben „hinten runter gefallen“. Kompensiert werden sollen die Abgänge in der Reserve sowohl mit eigenen A-Jugendlichen als auch mit externen Neuverpflichtungen.

Entsprechende Gespräche mit Kickern von anderen Klubs seien indes noch nicht geführt worden, so Minker. Unstrittig ist aber: „Unser Wunsch ist natürlich, dass wir nicht jedes Mal so eine Fluktuation in den Mannschaften haben wie im vergangenen Jahr.“

Kritischer äußerte sich Uwe Grube zum Abgang von Toslu. „Wir waren im Abstiegskampf. Dafür haben bei Erkan die Voraussetzungen gefehlt“, so Grube, der dem Flügelflitzer allzu ausgedehnte samstägliche Ausflüge ins Nachtleben vorwarf: „Wenn wir sonntags um 12.30 Uhr spielen, uns um 11 treffen und der Junge geht erst um 8.30 Uhr ins Bett, dann kann er keinen Fußball spielen“, so Grube, der Toslu dennoch weiterhin „als begnadeten Fußballer“ einschätzt.

Bei Gören ist der Wechsel hingegen in erster Linie beruflich bedingt. Aufgrund von Schichtarbeit verpasste der Mittelfeldmann viele Einheiten und erhielt entsprechend wenig Einsatzminuten. „In sechs Wochen zweimal Training – das reicht nicht aus“, stellt Grube klar.

Trotz der Schwächungen blickt der Coach der kommenden Saison optimistisch entgegen. „Die Schwächungen hatten wir im vergangenen Sommer auch. Das war für uns ein Neuaufbau – aber das ist eine meiner Spezialitäten“, sagt er kämpferisch. Die Entscheidung, ob Grube als Coach der Reserve weitermacht, soll laut Minker noch in dieser Woche fallen. - cm

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