Ein Paukenschlag des RSV in Schönau

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Kaputt, aber glücklich: Vorlagengeber Serkan Demir, Mutlu Demir aus dem 40er-Club und Innenverteidiger Ali Özdemir genießen eher leise den unerwarteten RSV-Auswärtstriumph.

Wenden - Womöglich Befreiungs-, auf jeden Fall aber Paukenschlag des RSV Meinerzhagen: Mit einem völlig überraschenden 3:2 (0:1)-Erfolg bei den VSV Wenden schob sich die Truppe von Interimscoach Mehmet Aydin unter den Augen von BVB-Star Nuri Sahin wieder auf einen Nichtabstiegsplatz.

Von Jörg Hellwig

Na gut, die Gäste von der Oststraße zeigten auf dem gefürchteten Schönauer Kunstrasen von der ersten Minute an eine engagierte Vorstellung und klasse Moral, aber die Hausherren waren nicht nur spielerisch klar dominant, sondern sie hatten im ersten Spielabschnitt auch genügend Chancen, um die Begegnung zu entscheiden. Aber da hatten die Alt-Meinerzhagener Hakan Demir und Gürsoy die Rechnung ohne einen weiteren alten Meinerzhagener gemacht: Keeper Frank Semrau, der es aus dem 40er-Trio im RSV-Aufgebot in die Startelf geschafft hatte, hielt die Gäste eine Halbzeit lang beinahe im Alleingang im Spiel: Zwar kassierte er früh das 0:1 durch Hakan Demir (14.), aber dann nagelte der „Oldie“ seine Kiste zu: Zweimal gegen Bauers Kopfbälle, gegen Gürsoy, D’Aloia und Hakan Demir – immer hieß der Sieger Semrau, während die VSV auf der Gegenseite nur einmal beim mächtigen Aslanidis-Freistoß – dünn vorbei – durchatmen mussten.

Doch nach Wiederbeginn biss sich der RSV ins Spiel. Kim Marczinkowski vergab nach Ihns’ Hackenpass noch die Riesenausgleichschance (47.), doch nach Hakan Demirs Heber, den Semrau noch gegen die Latte lenkte (66.), fand Inchingolis gefühlvoller Freistoß aus dem Halbfeld den Kopf des wuchtig heranstürmenden „Apo“ Aslanidis (1:1, 69.). Doch während Inchingoli und Co. noch den Ausgleich feierten, bereitete dessen Gegenspieler Alfes einen neuen Rückschlag vor: Keller war zur Stelle – 2:1 (70.). Doch der RSV resignierte nicht: Zweimal scheiterte Ufuk Sahin, dann traf Zaim das Außennetz. Als dann aber Ihns im Strafraum gefolut wurde, blieb Inchingoli eiskalt, verwandelte den fälligen Strafstoß zum 2:2 (86.).

Ein Punkt, mit dem beim RSV wohl niemand gerechnet hätte, doch gestern legten die Akteure gar nach: Serkan Demir legte für Ufuk Sahin auf, der zur Freude von Bruder Nuri das Siegtor markierte (87.). Der Rest war Jubel.

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