Hammer Eisbär Fleischer (17) auch bei den Roosters gemeldet

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Marc Fleischer war schon in der vergangenen Saison sicherer Rückhalt der Hammer Eisbären.

Hamm/Iserlohn - Er wird am 17. August erst 18 Jahre alt. Und das schönste Geburtstagsgeschenk hat Marc Fleischer, Torhüter des Eishockey-Oberligisten Hammer Eisbären, schon vorab erhalten.

Von unserem Reporter Peter Schwennecker

Fleischer gehört in der kommenden Saison auch zum DEL-Kader der Iserlohn Roosters. Und er wird in Zukunft auch mit den Profis am Seilersee trainieren.

„Die genauen Zeiten kenne ich noch nicht, da die Roosters erst in einer Woche mit der Vorbereitung beginnen“, bestätigt das große Talent. „Doch ich freue mich natürlich riesig darüber, dass ich diese Chance erhalte.“ Jedenfalls haben die Roosters auf den offiziellen Mannschaftsbogen Marc Fleischer als Torhüter Nummer vier hinter Mathias Lange, Chet Pickard und Michel Weidekamp gemeldet.

Sollten die Iserlohner einmal Verletzungssorgen haben, müsste der Hammer Goalie, der seinen Vertrag bei den Eisbären um ein Jahr verlängert hat, einspringen. Auch in der Deutschen Nachwuchs-Liga könnte Fleischer mit einer Förderlizenz für die Iserlohner Jugend auflaufen. „Aber nur dann, wenn die Eisbären nicht spielen“, betont der Schlussmann. „Hamm steht für mich an erster Stelle“.

Jetzt auch im DEL-Kader: Marc Fleischer.

Dass er jetzt den Sprung in den erweiterten DEL-Kader geschafft hat, verdankt der 17-Jährige nicht zuletzt dem Eisbären-Coach Daniel Galonska. Als es für Fleischer im Nachwuchsbereich der Kölner Haie nicht so lief, wie er es sich erhofft hatte, folgte Fleischer dem Lockruf Galonskas nach Hamm. „Ich kannte Daniel noch aus meiner Jugendzeit in Iserlohn. Dort hat er mich auch als Co-Trainer betreut. Als er gefragt hat, ob ich Lust hätte, für die Eisbären in der Oberliga zu spielen, habe ich sofort zugesagt“, erzählt der Schüler aus Iserlohn. Und der Keeper nutzte seine Chance, wurde in Hamm trotz seines jungen Alters in der vergangenen Saison zur klaren Nummer eins.

„Marc hat richtig starke Leistungen gezeigt“, lobt Galonska den Schlussmann, der jetzt in Hamm erfahrene Konkurrenz erhält. Schließlich haben die Eisbären mit Sebastian May einen echten Routinier verpflichtet. Der 30-Jährige kommt von den Dortmunder Eisadlern. Wer im Endeffekt das Tor hüten wird, lässt der Eisbären-Coach derzeit offen. „Am Ende wird nur die Leistung entscheiden“, erwartet Galonska einen harten Konkurrenzkampf. „Marc hat in der vergangenen Saison bewiesen, dass er das Potenzial für eine Nummer eins in der Oberliga hat“, beteuert der Coach. „Ich freue mich jedenfalls, dass wir zwei so gute Torhüter bei uns im Kader haben. Davon können beide profitieren und sich gegenseitig pushen.“

Fleischer, der schon bei einem Turnier in der Schweiz das Trikot der deutschen U17-Eishockey-Nationalmannschaft trug, sieht seine großen Stärken im technischen Bereich und in der Ruhe, die er auch in hektischen Situationen ausstrahlt. Dennoch weiß er, dass er sich verbessern muss. „Ich sollte mehr mitspielen und auch öfter einmal aus dem Tor herauskommen. Daran muss ich noch intensiv arbeiten“, gesteht der Goalie ein.

Dass Fleischer jetzt die Chance erhält, sich im Training mit den Iserlohner Profis weiter zu entwickeln, sieht Galonska auch als positives Ergebnis der Hammer Nachwuchsförderung und als bestes Beispiel an, dass die Kooperation mit den Sauerländern in beide Richtungen gut funktionieren kann. „Wir haben Marc die Chance gegeben, bei uns Spielpraxis zu sammeln. Und mit guten Leistungen in der Oberliga hat er jetzt auf sich aufmerksam gemacht.“

Wie Galonska bestätigt, werden in der kommenden Saison vermutlich fünf weitere Nachwuchskräfte aus Iserlohn mit einer Förderlizenz bei den Eisbären in Hamm in der Oberliga West Spielpraxis sammeln.

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