Verhaltene Töne vor dem Kiersper Motoball-Derby

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Derby-Zeit im Kiersper Motodrom: Am Samstag empfangen die MSF Tornado den MBC zum Derby.

Kierspe - Das Motoball-Derby zwischen den MSF Tornado Kierspe und dem MBC Kierspe ist bekanntlich eine hoch emotionale Angelegenheit, die deutlich über das Prestige hinausgeht und die beiden Seiten stets mit aller Kraft für sich entscheiden möchten. In diesem Jahr jedoch klingen die Ankündigungen der Vereine im Vorfeld auffällig verhalten.

Von Marcus Kleinhofer

Grund dafür: Sowohl die MSF Tornado als auch der MBC haben in der noch jungen Saison bislang noch Spielraum nach oben gelassen. Das und der Umstand, dass sich keine Partei zur Favoritenrolle bekennen möchte, deuten darauf hin, dass am Samstag ab 16.30 Uhr ein spannendes und völlig offenes Duell im Motodrom In der Helle ansteht.

Unter normalen Umständen wären die gastgebenden Tornados als Favorit anzusehen. Doch haben bisher weder die Leistungen noch die Ergebnisse gestimmt. Und auch für morgen deutet es nicht unbedingt auf eine radikale Wende zum Besseren hin; zwar hat der zuletzt so vermisste Oliver Sinn seine Sperre abgesessen, doch weil er Vaterfreuden entgegensieht, steht für ihn der Einsatz beim Derby eindeutig hintenan. Das schmerzt die Gastgeber umso mehr, da Moritz Cordt definitiv fehlen wird. Er hat sich unter der Woche im Augenbereich verletzt und musste sich einer OP unterziehen. In der Summe stehen den Tornados damit maximal fünf Feldspieler zur Verfügung. Das schmälert die Chancen des vermeintlichen Underdogs MBC Kierspe auf einen Sieg sicherlich nicht.

„Wir bauen seit Jahren auf unseren Nachwuchs, von dem Patrik Kietzmann gut in seine erste Seniorensaison gestartet ist“, berichtet der Vereinssprecher Michael Joest aus dem MBC-Lager. „Allerdings“, so ergänzt er, „wird der Reifeprozess unserer jungen Spieler noch einige Zeit brauchen.“ Was gleichbedeutend damit ist, dass auch beim MBC die morgige Partie bewusst nicht so hoch wie üblich gehängt wird. Personell sieht es bei den Blauen allerdings besser aus als bei den Roten: Im Team von Andreas Mürmann steht einzig hinter Salvatore La Pillo (Rückenprobleme) ein Fragezeichen.

Somit ist die Ausgangslage schwer einschätzbar, was für die Zuschauer ein weiterer Grund dafür sein sollte, sich am Samstag auf ein erfrischendes Stadtduell zu freuen, bei dem beide Mannschaften das Ziel haben, ihr Selbstbewusstsein aufzubauen und sich der Tabelle nach oben zu arbeiten.

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