Der Turm in der Schlacht

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Sicherer Rückhalt der FSV Werdohl: Martin Klima.

Werdohl - Mehr als 94 Minuten hielt Martin Klima am Sonntag alles, was auf seinen Kasten zugeflogen kam und brachte die „Abteilung Attacke“ des TuS Langenholthausen und insbesondere Stürmer Gian-Marco De Luca mit seinen hervorragenden Reflexen im Landesliga-Derby am Riesei fast schon zur Verzweiflung. Mit der allerletzten Aktion des Spiels aber wurde der Torhüter der FSV Werdohl doch noch bezwungen. Gegen Hülsmanns Last-Minute-Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand aus kurzer Distanz war Martin Klima letztlich chancenlos.

„Es war sehr, sehr schade, dass wir in der letzten Sekunde noch den Ausgleich kassieren. Wir haben bis dahin gut verteidigt und kämpferisch wieder alles gegeben“, sagt der 20-jährige FSV-Keeper, der in dieser – nach großem personellen Umbruch im Sommer – schwierigen Saison am Riesei schon mehrere hervorragende Spiele gezeigt hat und bislang stets sicherer Rückhalt seines Teams war.

Im Sommer wechselte Martin Klima, der in Letmathe lebt, vom Westfalenligisten FC Iserlohn eine Etage tiefer zur FSV. Bei den Waldstädtern kam der 20-Jährige in der vergangenen Saison 2018/19, die zugleich seine erste Seniorenspielzeit war, an Stammkeeper Daniel Dreesen nicht vorbei. „Ich wollte mehr spielen“, betont Martin Klima und nennt somit gleich den Grund, warum er vom Hemberg an den Riesei wechselte.

Den Wechsel des hochtalentierten Torhüters stielte FSV-Sportchef Carsten Minker nach Absprache mit Uli Sauerborn, dem Sportlichen Leiter des FCI, ein. Es war ein Wechsel, den Martin Klima trotz der schwierigen sportlichen Situation bei der FSV nicht bereut hat, im Gegenteil. „Ich bin super gut aufgenommen worden, komme bei der FSV mit jedem gut klar“, betont der Letmather, der bei den Lennetalern auf Anhieb die Nummer 1 zwischen den Pfosten wurde. Klimas Vorgänger im FSV-Kasten, Alexander Schmale, ging den umgekehrten Weg und hütet inzwischen das Tor des FC Iserlohn, von dem sich Stammkeeper Daniel Dreesen im Sommer ebenfalls verabschiedete und seinem Coach Christian Hampel zum Iserlohner Ligarivalen Lüner SV folgte.

Seine Laufbahn begann Martin Klima bei den SF Oestrich-Iserlohn, die im Juli 2012 mit der Fußballabteilung des TuS Iserlohn zum heutigen FC Iserlohn fusionierten. Martin Klima, dessen Talent als Torhüter sehr früh entdeckt wurde, absolvierte die komplette Jugend bei den Sportfreunden bzw. beim späteren FCI, bei dem er dann ja auch sein erstes Jahr im Seniorenlager verbrachte. Die FSV Werdohl ist somit erst die zweite Station des jungen Keepers, der bei der FSV unter anderem bei den Heimsiegen gegen Wenden (2:1) und Brilon (2:0) Turm in der Schlacht war und eben auch gegen Langenholthausen hervorragend parierte.

Natürlich freut sich Martin Klima, dass er auf Anhieb bei den Lennetalern überzeugte, gut zu halten „ist aber auch mein Anspruch“, sagt der 20-Jährige, der ein klares Ziel mit seinem Team verfolgt – den Klassenerhalt. Dass sich die FSV unter der Regie von Cheftrainer Fitim Zejnullahu („Er ist super sympathisch und hat jede Menge Ahnung“) den Ligaerhalt erkämpfen wird, davon ist der Torhüter überzeugt. Und er möchte auf dem steinigen Weg, der sicher noch vor seinem Team liegt, weiter seinen Anteil leisten.

Am Freitagabend steht für die FSV Werdohl beim Tabellenzweiten SpVg Hagen 1911 das letzte Punktspiel vor der Winterpause auf dem Programm. Bei den „Elfern“ werden die Lennetaler wieder ein ganz dickes Brett bohren müssen, um für Zählbares in Frage zu kommen. Und sie werden sicher wieder eine Topleistung ihres Keepers benötigen. Martin Klima ist dafür bereit...

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