Der Seilersee bejubelt einen 4:2-Auftaktsieg

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Auftakterfolg mit den Iserlohn Roosters: Alexander Foster (links), der die Vorlage zu Brooks Maceks Empty-Net-Goal zwei Sekunden vor der Schlusssirene gab.

Iserlohn - Der Brückenschlag zwischen den Traditionen ist gelungen. Im 20. Jahr des IEC kehrte am Freitagabend der ECD in die Eissporthalle am Seilersee zurück – mit der Ehrung von Jörg Schauhoff und Dieter Brüggemann, zwei Urgesteinen des Deilinghofer Eishockeys, gibt es nur noch eine Sauerländer Eishockeygeschichte. Gekrönt wurde der Abend durch einen verdienten 4:2 (1:0, 1:2, 2:0)-Auftakterfolg der Iserlohn Roosters gegen den Angstgegner Krefeld Pinguine.

Von Mirko Heintz

Dass die Roosters am Ende des ersten Drittels der Saison mit 1:0 in Führung lagen, war hochverdient. Von der ersten Minute an bestimmten die Sauerländer gegen ungewöhnlich behäbig wirkende Gäste die Partie; der Westrivale vom Niederrhein blieb nur dank der tollen Reflexe von Goalie Tomas Duba im Match. Dass die Roosters-Fans im Auftaktdrittel trotzdem noch jubeln durften, war dem unbändigen Einsatz von Ex-Pinguin Boris Blank zu verdanken, der seine früheren Teamkollegen zum Scheibenverlust im eigenen Drittel zwang und so Yorks Führungstor ermöglichte (18.).

Auch der Mittelabschnitt begann mit purer Roosters-Dominanz: Foster, Raedeke und Bassen erarbeiteten sich hervorragende Tormöglichkeiten. Einziges Problem: die Ausbeute. Die Gastgeber wussten ihre Stärken nicht in Tore umzumünzen und bekamen dafür die unverdiente Quittung durch einen Krefelder Doppelschlag. Binnen 23 Sekunden drehten die Schwarz-Gelben durch Perrault und Schymainski ein Match, in dem sie bis dato eigentlich gar nicht stattgefunden hatten. Cheftrainer Jari Pasanen nahm eine Auszeit und brachte sein Team auf Kurs, das dann Driendls Hinausstellung mit dem verdienten 2:2 durch Petersen bestrafte (35.).

Im letzten Drittel setzten erneut die Iserlohner die erste Duftmarke. Erst 14 Sekunden waren gespielt, als Blank Petersens Vorlage zum 3:2 verwertete. Doch dem Treffer war aus Sicht der Krefelder ein Foul von York an Keeper Duba vorausgegangen, was zu langen Diskussionen mit den Unparteiischen führte. Diese aber blieben ihrer Entscheidung treu. Noch aber war die Partie nicht entschieden – auch weil Duponts abgefälschter Schuss nur am Pfosten landete. So blieb es spannend bis in die Schlussminuten. Weil die Pinguine aber eine Überrzahl kurz vor dem Schlusspfiff nicht nutzen konnten und Macek zwei Sekunden vor Ende ins leere Tor traf, durften sich die Roosters schließlich über die ersten drei Punkte der neuen DEL-Saison freuen.

Roosters: Lange – Liwing, Sullivan; Lavallée, Jares; Teubert, Button; Orendorz – York, Petersen, Blank; Foster, Dupont, Bassen; Whitmore, Macek, Raedeke; Friedrich, Danielsmeier, Wruck

Pinguine: Duba – Fischer, St-Pierre; Meyers, Sonnenburg; Hanusch, Mebus; Weihager – Pietta, Perrault, Courchaine; Driendl, Vasiljevs, Sofron; Beechey, Hauer, Schymainski; Kretschmann, Meisinger, Miezkowski

Schiedsrichter: Hascher (Miesbach), Schukies (Herne)

Tore: 1:0 (17:25) York (Blank, Button), 1:1 (28:47) Perrault (Fischer), 1:2 (29:10) Schymainski (Hauner, Beechey), 2:2 (34:03) Petersen (Sullivan, York/5:4), 3:2 (40:14) Blank (Petersen), 4:2 (59:58) Macek (Foster/Empty Net)

Strafen: Roosters 4 – Pinguine 12

Zuschauer: 4967 (ausverkauft)

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