Schach

Haub führt Team in die 2. Liga

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Überragender Dominator für das Sauerland-Team: Thorsten Michael Haub.

Kreisgebiet - Im sechsten Anlauf ist der große Coup geglückt: Das Team Sauerland hat in der Quarantäne-Liga auf dem Schachportal lichess.org mit dem Gruppensieg in der 3. Liga A den Aufstieg in die 2. Liga geschafft. Am Sonntag warten nun noch stärkere Gegner auf die Schachspieler aus dem Bezirk Sauerland.

Als die Uhr am Donnerstag gegen 22 Uhr am Ende der zwei Stunden heruntertickte und der Vorsprung vor dem DWZ-Favoriten FC St. Pauli nicht kleiner wurde, da waren die Euphorie und der Überschwang der ersten Ligaturniere zurück im Chat, und gefeiert wurde allen voran einer, der wieder wie ein Uhrwerk sein Pensum heruntergespult hatte: Thorsten Michael Haub.

Schon am Sonntag war der Großmeister aus Reihen der SvG Plettenberg Sieger der Einzelwertung in der Liga gewesen. Diesmal allerdings war Haub nicht nur knapper Sieger, er war der Dominator der Liga, führte die Wertung teilweise mit zehn Punkten Vorsprung an, sammelte am Ende 57 Punkte fürs Team. In 25 Blitzpartien binnen zwei Stunden brachte er es auf 17 Siege, vier Remis und vier Niederlagen. Famos.

Hinter Haub kämpfte sich GM Gergely Szabo (Plettenberg) nach zähem Start auf 41 Punkte – das bedeutete Rang zwei im Team und Rang vier in der Liga-Einzelwertung. Großen Anteil am Aufstieg hatte auch einer, der sich seiner Wurzeln erinnert hatte: Martin Wiekert, ein Kind der Svgg Lüdenscheid, lebt schon lange nicht mehr im Sauerland und hätte auch in seiner heutigen Heimat in Köln für den KSK Dr. Lasker, der in der Liga-Wertung am Ende Dritter wurde, spielen können, doch Wiekert entschied sich für einen Einsatz fürs Sauerland-Team und sammelte 37 Punkte, war damit drittbester Scorer und die vielleicht entscheidende Verstärkung.

Daneben kamen Dawid Pieper (29), Alex Browning (beide Plettenberg, 27), Rebecca Browning (MSHS, 27), Marc Schulze und Sascha Winterkamp (beide Plettenberg, 25) in die Wertung. 28 Spieler traten diesmal fürs Sauerland-Team an, wobei zuverlässige Topscorer wie Max Bouaraba oder Aleksej Litwak diesmal sogar fehlten. Sei’s drum: 268 Teampunkte bedeuteten 16 Zähler Vorsprung vor St. Pauli, gar 25 vor dem KSK Dr. Lasker aus Köln und 28 vor dem Rangvierten SV Dinslaken. Absteigen in der Liga mussten diesmal der schwedische Klub SK Rockaden, die SG Oberwinden/Bubenberg und die „Legion de America“.

Bleibt der Blick nach vorne: In der 2. Liga warten neben dem gut bekannten „Team Alpha“ zahlreiche Schwergewichte. Vereine wie der SK Ladenburg oder TSV Schöniach sind die Ausnahme, meist sind die Teams mit Topspielern, die nicht zwingend in einem Verein zusammenspielen, bunt gewürfelt und treten unter Namen wie „SK Gligoric“, „Tio cagando telefono“, „Bogners Schachelite“ oder „Delfintherapie“ an. Es wird die bisher größte Herausforderung für die Sauerländer. Los geht es am Sonntagabend um 20.01 Uhr

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