Triathlon

Jens Ellermann löst das WM-Ticket

Mit viel Speed in die hügeligen Weinberge: Jens Ellermann qualifizierte sich in Luxemburg für die WM in Nizza.

Lüdenscheid/Herscheid – Das RAAM-TEAM 2019 überzeugte in den USA, doch während einige Triathleten von TriSpeed Herscheid quer durch die Vereinigten Staaten strampelten, waren die hiergebliebenen Athleten nicht weniger aktiv – und auch keinesfalls weniger erfolgreich.

Denn: Mit dem Lüdenscheider Jens Ellermann, sportlicher Leiter bei TriSpeed und Teammitglied im NRW-Liga-Team vom TriTeam Selimed Herscheid, qualifizierte sich ein heimischer Triathlet in Luxemburg für die Weltmeisterschaft über die Mitteldistanz – oder auch Ironman 70.3 genannt – in Nizza. Mit Jessica Stübner, Christian Starke und Jens Ellermann gingen in Luxemburg gleich drei TriSpeed-Athleten an den Start. Der Triathlon über knapp 2 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und einen Halbmarathon in Luxemburg ist sehr besonders, denn er findet eigentlich in drei Ländern statt: Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Bei bestem Triathlonwetter bei knapp über 20 Grad begann der Dreikampf in Deutschland mit dem Schwimmen in der Mosel per Rolling Start. Der Rolling Start bedeutet, dass alle drei Sekunden fünf Athleten ihren Wettkampf beginnen.

Starker Halbmarathon von Ellermann

Damit wird vermieden, dass sich die Teilnehmer treten oder behindern und somit der Wettkampf fairer verläuft. In der Mosel mit angenehmen 21 Grad gibt es mal Strömung und mal Gegenströmung. Für Stübner, Ellermann und Starke aber kein Problem. Schon nach 32:11 Minuten war für Ellermann der erste Teil des Dreikampfes erledigt, gefolgt von Stübner (39:45) und Starke (43:59), der erstmals über diese Strecke an den Start ging. Die 90 Kilometer lange Radstrecke hatte für alle Teilnehmer etwas Attraktives parat. Die ersten 38 Kilometer führten flach an der Mosel entlang. Hier gelang es Ellermann, eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 42 Km/h zu fahren. Dann folgten hügelige 40 Kilometer durch die Weinberge der Moselle-Region und zum Abschluss wieder 12 flache Kilometer an der Mosel. Jens Ellermann zeigte sich in Top-Form und erfüllte sein Ziel, unter 2:30 Stunden zu bleiben. Nach 2:26:54 Stunden auf dem Rad ging es auf den dritten Teilabschnitt, den 21 Kilometer-Lauf, der drei Runden á sieben Kilometer an der Mosel, also wieder eine flache Strecke bedeutete. Zwischenzeitlich gelang es Ellermann sogar, drei Kilometer mit einem Durchschnitt von unter vier Minuten zu laufen. „Es lief wie geschmiert“, so Ellermann, als er nach 1:30:27 Stunden über die Laufstrecke und insgesamt 4:34:27 Stunden die Ziellinie überquerte und damit Rang 19 seiner Altersklasse AK 40 mit über 270 Startern belegte.

Nach 5:50:32 Stunden erreichte auch Jessica Stübner das Ziel, eine gute halbe Stunde später folgte Christian Starke nach 6:23:53 Stunden. Für beide ein überaus erfolgreiches Event mit sehr guter Zeit. Für Ellermann folgte nun aber zusätzlich noch die vierte Disziplin: das große Zittern. Denn für den Lüdenscheider war ein Ziel, in Luxemburg eine Top-Leistung mit guter Zeit zu zeigen. Dieses Ziel war erreicht. Doch das zweite Ziel war die Qualifikation für die WM, die in Nizza stattfindet. Das Zittern lohnte sich, denn Ellermanns Name fiel als einer der Qualifikanten. „Es ist so geil, diesen Coin zu bekommen, auf dem steht: you are qualified for the Word Championship 2019“, strahlte der Bergstädter Athlet begeistert und erleichtert zugleich. „Nizza wird eine riesige Herausforderung, da in Europa eine große Leistungsdichte an Athleten besteht. Aber dieser Traum geht nun auch für mich in Erfüllung.“

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