Hallenfußball

Regionalcup ein voller Erfolg

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Siegerehrung beim Regionalcup in Plettenberg mit (von links) den Kapitänen des VfB Altena (4.), des SV 04 Attendorn (1.), des SV Türk Attendorn (2.) und der SG Balve/Garbeck.

Plettenberg – Ralf Detzner war erst einmal baff, als er am Samstag in Plettenberg eintraf. Der Organisator des Volksbanken Wintercups aus Hüsten dürfte schon bei der Parkplatzsuche geahnt haben, dass die Sporthalle in Böddinghausen sich so voll wie nie zuvor beim Regionalcup, den der TuS nun schon einige Jahre ausrichtet, präsentieren würde.

„Wahnsinn – und dann noch die tolle Stimmung“, freute sich Detzner über die große Resonanz und die eng besetzte Tribüne, auf der zuvor schon, wie bereits bei der Vorrunde in Balve, auch die beiden Gründerväter der seit 30 Jahren bestehenden Hallenturnierserie, Hermann Schmoll und Ferdi Pott, Platz genommen hatten.

Der Regionalcup hatte Atmosphäre, weil nicht nur die Vereine, sondern auch die Fans das Turnier mittlerweile angenommen haben. Dass die mit der Bahn angereisten Anhänger des VfB Altena, die schon auf ihrem Fußweg zur Halle Schlachtgesänge probten, hier noch eine Sonderstellung einnahmen, wurde mit dem souveränen Gewinn des Fanpreises belohnt.

Und die Reise der Burgstädter ist ja noch nicht zu Ende, sondern geht am 3. Februar weiter zum Supercup nach Sundern. Dorthin werden die Blau-Weißen allerdings nicht mit dem Zug fahren können. Zur guten Stimmung trug auch der jederzeit faire Umgang auf der Tribüne und auf dem Spielfeld bei.

Hektik kam fast nie auf – auch nicht, als es „an die Fleischtöpfe“ ging, wie Detzner es formulierte. Eine dumme Rote Karte, eine überschaubare Anzahl Zeitstrafen – die drei Schiedsrichter Stefan Mühl, Oguzhan Gülacan und Torben Kosch hatten die Partien stets im Griff. Vermieden werden konnte auch der Ausschluss eines Spielers von Türkiyemspor Plettenberg, der die Turnierleitung nach der 0:2 Niederlage gegen den TuS Plettenberg sexistisch beleidigt hatte, sich später allerdings angemessen entschuldigte und deshalb weiterspielen durfte. Bewährt hat sich für Detzner die Setzung der überkreislichen Teams für den Regionalcup: „Das ist gut für die kleinen Vereine.“ Den C-Ligisten Vatanspor Meggen mit seinen fröhlichen Fans hätte man sonst wohl kaum in Plettenberg erlebt.

Verfälscht wurde das Setzen der Bezirksligisten allerdings durch die Tatsache, dass der TuS Langenholthausen lediglich mit seiner Zweitvertretung antrat. „Ich habe vorher mit Trainer Uli Mayer gesprochen und Verständnis dafür, dass der Verein im Jubiläumsjahr den Aufstieg in die Landesliga nicht gefährden will“, sagte Ralf Detzner. TuS-Präsident Charly Grote, einer der Hauptsponsoren des Turniers, hatte aber auch an der Reserve seine Freude, die als B-Ligist mit einem Unentschieden gegen den späteren Zweiten Türk Attendorn und einem Sieg gegen Menden Türkgücü ehrenvoll ausschied.

In einem anderen Punkt hingegen ist sich Detzner nicht so sicher. „Die Vereine und die Ausrichter haben gesagt, das zieht sich wie ein Kaugummi“, rechtfertigte er noch einmal die Änderung zur einfachen K.o.-Runde nach den Gruppenspielen, will aber dennoch nicht ausschließen, dass der Doppel-K.o. wieder zurückkehrt. Zumal beim Regionalcup beispielsweise der TSV Lüdenscheid und Eyüpspor Werdohl scheiterten, ohne ein einziges Spiel in der regulären Spielzeit verloren zu haben...

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