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Emotionale Achterbahnfahrt für den Jüngsten im Team

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Von: Lars Schäfer

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Tobias Slanina möchte beim TTC Altena bleiben. © Schäfer

Es war ein Rückrundenauftakt des Tischtennis-Regionalligisten TTC Altena, der vor allem für den jüngsten Akteur im Team zu einer emotionalen Achterbahnfahrt wurde. 

Altena - Im Topspiel gegen den Tabellendritten TG Neuss sah Tobias Slanina in seinem ersten Einzel beim 0:3 kein Land gegen den starken Tom Heiße und warf nach der Niederlage völlig entnervt seinen Schläger weg, sah richtigerweise von Oberschiedsrichter Michael Schneider die Gelbe Karte.

Und auch in seinem zweiten Einzel des Tages sah es für Tobias Slanina, der das Doppel an der Seite von Rimas Lesiv in vier Sätzen gewonnen hatte, gegen den erfahrenen Strategen Jochen Lang nach einer Niederlage aus. 0:2 lag der 18-Jährige, der noch ein halbes Jahr Schüler des Deutschen Tischtennis-Internats in Düsseldorf sein wird, nach Sätzen gegen den Routinier zurück. Doch Slanina bewies Comebacker-Qualitäten. Und wie! Mit 11:6 gewann der Youngster den dritten Durchgang, wehrte im vierten Satz gleich sieben (!) Matchbälle ab und erzwang den fünften Satz, den er sich mit 11:7 schnappte und damit auf 5:4 stellte für den Spitzenreiter, für den Rybka dann den Deckel draufmachte zum zehnten Sieg im zehnten Spiel.

Hätte Slanina gegen Lang nicht das Match gedreht – es wäre der erste Altenaer Punktverlust der Saison gewesen. „Keine Frage: Dieses Spiel gehörte zu den wichtigsten in dieser Saison“, betont Slanina, der aber zurecht auf das Auswärtsspiel in Jülich hinweist. Dort hatte Slanina an Brett zwei beide Einzel und auch das Doppel mit Rimas Lesiv gewonnen und war mit drei Punkten der Matchwinner gewesen beim knappen 6:4-Auswärtserfolg.

Mit seiner 8:10-Einzelbilanz am vorderen Paarkreuz nach Hinrundenabschluss aber war Tobias Slanina nicht zufrieden. „Die Hinrunde lief für mich nicht optimal. Ich wollte eine positiv Bilanz erspielen, das hat nicht ganz geklappt.“ Sein persönliches Ziel ist es daher, in der Rückrunde besser abzuschneiden als in der ersten Saisonhälfte. Das ganz große Ziel aber ist natürlich der TTC-Aufstieg in die 3. Bundesliga. Von einer Vorentscheidung will Slanina nach dem Sieg gegen Neuss noch nichts wissen. „Es kommen noch ein paar starke Gegner wie Köln. Sicher ist noch gar nichts. Aber es geht in die richtige Richtung“, sagt das Talent, das sich in Altena pudelwohl fühlt und volle Rückendeckung genießt von den Verantwortlichen und Spielertrainer Teo Yordanov. Da ist es nur selbstverständlich, dass Slanina beim TTC bleiben möchte, wenn der Aufstieg gelingt. Am Sonntag hat er großen Anteil daran gehabt, dass die Burgstädter diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen sind...

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