Tischtennis, Verband reduziert die Staffeln

Überall Bangen um den Ligaerhalt

Dennis Gorecki (TTSG Lüdenscheid)
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Der frühere Plettenberger Dennis Gorecki wird mit der TTSG Lüdenscheid in der am 4. September mit einem Heimspiel gegen SuS Bertlich beginnenden Verbandsliga-Saison um den Klassenerhalt kämpfen.

Der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) will die Anzahl der Gruppen in den Spielklassen auf Verbandsebene, also in der NRW-Liga, der Verbands- und Landesliga, in den nächsten beiden Spielzeiten verringern. Damit sollte eigentlich schon in der Saison 2020/21 begonnen werden, doch die Corona-Pandemie veränderte die Sachlage. 

Kreisgebiet - Nach dem Abbruch der Spielzeit 2019/20 beschloss der Beirat des WTTV im April 2020, die Regelung zur Verminderung der Anzahl der Gruppen für ein Jahr auszusetzen und bis zum Jahr 2023 zu verlängern.

Die im Juni veröffentlichte Auf- und Abstiegsregelung nimmt den Faden nun wieder auf und ist so angelegt, dass das Ziel bis dahin erreicht werden kann. Ziel ist es, in der Saison 2023/24 auf Verbandsebene in nur noch zwei Staffeln der NRW-Liga. vier Staffeln der Verbandsliga und acht Staffeln der Landesliga zu spielen. Das heißt konkret, dass eine Staffel der NRW-Liga, eine Staffel der Verbandsliga und gleich drei Staffeln der Landesliga wegfallen werden.

Erreicht werden kann die Reduzierung nur über einen vermehrten Abstieg.

NRW-Liga

So sollen aus der NRW-Liga, in der zurzeit keine Mannschaften aus dem Kreis Lüdenscheid vertreten sind, die Teams auf den Plätzen acht bis zehn absteigen, wobei der Rangachte noch die Chance erhält, über die Relegation gemeinsam mit den Verbandsligazweiten um die Anwartschaft auf eventuelle Freiplätze zu spielen. Die Gesamtzahl der NRW-Ligisten soll aber in der Saison 21/22 noch nicht reduziert werden und bei 30 bleiben.

Verbandsliga

Anders sieht es in der Verbandsliga aus, wo in der Gruppe 2 der im Nachrückverfahren aufgestiegene TTC Altena II und die TTSG Lüdenscheid vertreten sind. Hier soll im ersten Schritt die Gesamtzahl aller Verbandsligisten von aktuell 60 auf 55 reduziert werden. das heißt: Aus jeder der fünf Staffeln steigt eine Mannschaft mehr ab als auf. Die Teams auf den Plätzen 9 bis 12, somit ein Drittel jeder Gruppe, müssen folglich in die Landesliga absteigen.

Zumindest für die Neunten ergibt sich die Chance, noch um die Anwartschaft auf Freiplätze zu spielen. Der Neunte der Gruppe 2 hätte in diesem Fall als Ausrichter Heimrecht und würde gegen die Neunten der Gruppen 1 und 3 spielen, der Gruppensieger anschließend gegen den Gewinner der Begegnung zwischen den Neunten der Gruppen 4 und 5 Rang eins in der Reihenfolge ermitteln.

Man muss kein Prophet sein, um beiden heimischen Teams eine schwere Saison vorherzusagen, in der es von Beginn an nur um den Ligaerhalt gehen wird.

Landesliga

Die Quote der Absteiger (30 Prozent in der NRW-Liga, 33,3 Prozent in der Verbandsliga) steigt in der Landesliga noch weiter an. Um im ersten Schritt die Gesamtzahl der Teams von 121 auf 108 zu reduzieren, müssen aus den mit je elf Mannschaften bestückten Staffeln die letzten Vier, also die Teams ab Rang 8, in den sauren Apfel des Abstiegs beißen, macht 44 Prozent der Gruppe.

Die drei heimischen Vertreter TuS Meinerzhagen, TuS Halver und TTSG Lüdenscheid II wurden alle der Gruppe 4 zugeschlagen. Auch hier zeichnet sich anhand der Meldungen eine schwere Saison für die Teams aus dem Kreis Lüdenscheid ab, liegen sie doch – nimmt man den durchschnittlichen Q-TTR-Wert der Spieler als Maßstab – gemeinsam mit dem TV Sundwig auf den letzten vier Plätzen.

Auch in der Landesliga sind am Saisonende Spiele um die Anwartschaft auf Freiplätze vorgesehen, an denen die Tabellenachten und -neunten teilnehmen dürfen. In der 1. Runde geht es für den Achten der Staffel 4 gegen die Achtplatzierten aus den Staffeln 1 bis 3. Für den Gruppenersten setzt sich der Kampf gegen den Abstieg in einer weiteren Dreierrunde fort. Zumindest der Sieger dieser Runde darf sich auf eine weitere Saison in der Landesliga freuen. Die Anwartschaft auf freie Plätze soll bis zum 21. Platz ausgespielt werden.

Bezirksliga stellt vier Aufsteiger

Aufsteigen in die Landesliga dürfen am Ende der Saison 21/22 aus dem Bezirks Arnsberg vier Mannschaften, also neben den drei Meistern der Bezirksligen Ost, West und Süd (in letzterer Gruppe spielen Westfalia Werdohl, der TuS Bierbaum und die TTSG Lüdenscheid III) auch der in Entscheidungsspielen zu ermittelnden Beste der drei Zweitplatzierten.

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