Tischtennis

Strukturreform: Kreis Lenne-Ruhr soll dreigeteilt werden

Karte zur Strukturreform im Tischtennis-Verband
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Grün (eigentlich für den Kreis Lenne-Ruhr vorgesehen) und gelb (das sollte der Kreis Lüdenscheid sein) wurden zwar verwechselt, aber die geplante Reform der Kreise wird dennoch deutlich.

Seit Mittwoch sind die Vereine des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes (WTTV) aufgerufen, ihre Mannschaftsaufstellungen für die erhoffte Saisonfortsetzung im neuen Jahr im Portal click-tt einzupflegen. In normalen Jahren taten sie dies für die Rückrunde, in Corona-Zeiten für die Fortsetzung der einfachen Runde, deren Abschluss nun das erklärte Saisonziel 2020/21 ist.

In der Zeit des Lockdowns sollen sich die Vereinsvertreter nach dem Willen des WTTV aber auch noch mit dem Thema Strukturreform auseinandersetzen. Diese soll zur Saison 2023/24 greifen und war seit dem Frühjahr in der zuweilen durchaus kontroversen Diskussion, nachdem eine vom Verbandstag am 16. Juni 2019 beauftragte Arbeitsgruppe ihre ersten Ergebnisse zur Neugliederung des Verbandsgebietes vorgestellt hatte.

Im September trafen sich rund zwei Dutzend Verbands- und Kreisvertreter in Dormagen, um Kritik, Lob, Vorschläge und Anregungen zum Thema Strukturreform des WTTV auszutauschen. Sinkende Mitgliedszahlen und Mehrfachfunktionen einzelner Ehrenamtler/innen – vor allem diese beiden Herausforderungen sollen angegangen werden. Der Vorschlag sieht vor, die Doppelstruktur aus Bezirken und Kreisen aufzulösen. 14 neue Bezirke sollen entstehen, die Spielklassen neu eingeteilt werden.

Meinungsbild erwünscht

Die Neuaufteilung der Bezirke wurde vom Arbeitskreis jetzt verabschiedet und zur Umsetzung dem Präsidium und den Bezirksvorsitzenden vorgeschlagen. Hans-Jürgen Posnanski, Vorsitzender des Bezirks Arnsberg, hat die Kreisvorsitzenden nunmehr gebeten, ein Meinungsbild ihrer Vereine einzuholen.

Edgar Schwarzkopf, Vorsitzender des Kreises Lüdenscheid, hat deshalb am Dienstagabend alle heimischen Vereine angeschrieben, mit der Bitte, ihm bis zum 10. Januar 2021 ihre Meinung zur neuen Einteilung zuzusenden. „Für die politische Zuordnung unserer Vereine des Altbezirks Arnsberg“, so Posnanski, habe sich seit März 2020 nichts geändert. „Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass unsere Vereine jetzt die Reform mehrheitlich ablehnen. Für meine Entscheidung möchte ich aber sicher sein, die Mehrheit der Vereine zu vertreten“, geht es dem Bezirksvorsitzenden um ein möglichst breites Meinungsbild. „Es ist schon eine Menge über den Spielbetrieb etc. veröffentlicht und diskutiert worden, aber zuerst muss die Entscheidung gefallen sein, dass die neuen Bezirke so umgesetzt werden können“, wünscht Posnanski.

Vereine aus dem Kreis Lüdenscheid bleiben zusammen

Zwar wurden in der Vorlage (siehe oben) die Farben des Kreises Lüdenscheid und des Kreises Lenne-Ruhr vertauscht, aber ersichtlich ist, dass die 16 Lüdenscheider Vereine im neuen Konstrukt, das den politischen Kreisen MK, Olpe und Siegen-Wittgenstein entspricht, zusammenbleiben. Gleiches gilt für die 54 Vereine aus dem Altkreis Siegen.

Komplett aufgebrochen wird hingegen die Struktur des Kreises Lenne-Ruhr. Die acht Vereine aus dem MK-Nordkreis (TSV Ihmert, TV Westig, TV Sundwig, TTV Letmathe, TTC Kalthof, KF Hennen, PSV Iserlohn und TTG Menden) zählen künftig zum neuen Bezirk MK/OE/SI, die vier Vereine aus den Bereichen Schwerte und Fröndenberg werden der Untergliederung Soest/HSK/Hamm/Unna zugeschlagen, die 21 Clubs aus Hagen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Dortmunder Süden (TuS Holzen-Sommerberg, TC Lichtendorf) bilden ab 2023/24 mit den Vereinen aus Dortmund, Bochum und Herne eine neue Untergliederung. Einwände gegen die Reform dürften folglich allenfalls aus Lenne-Ruhr laut werden.

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