Ein Sieg bis zur Glückseligkeit

Sekt oder Selters? Die DJK TuS Westfalia Werdohl um Bekir Bilgen spielt am Samstag in Witten gegen Roland Rauxel II um das letzte Landesliga-Ticket.

Werdohl - Es gibt Spiele, die man als Sportler nicht so schnell oder vielleicht niemals vergisst. Spiele, die für immer in Erinnerung bleiben. Spiele, die besonders, so ganz anders sind als andere. Die Tischtennis-Artisten der DJK TuS Westfalia Werdohl stehen vor eben so einem Spiel. Es findet am Samstag ab 17.30 Uhr in der Sporthalle am Hüllbergweg in Witten statt. Gegner ist die DJK Roland Rauxel II. Der Sieger dieser Aufstiegsrelegation steigt in die Landesliga auf, der Verlierer bleibt Bezirksligist.

Westfalia Werdohl contra Roland Rauxel – es ist ein Alles-oder-nichts-Spiel um das letzte Landesliga-Ticket. Ein Endspiel, das eigentlich gar kein Endspiel hätte sein sollen. Ursprünglich nämlich war eine Dreier-Relegation der Vizemeister der Bezirksliga-Staffeln Süd (Werdohl), West (Roland Rauxel II) und Ost (TTV Neheim-Hüsten II) angesetzt. Die Neheim-Hüstener aber erklärten schon Anfang April ihren Teilnahmeverzicht. Es war kein April-Scherz, der die Chancen der Werdohler und der Cracks aus Castrop-Rauxel erhöht hat. Ein Kontrahent weniger, der bezwungen werden muss. Stattdessen nur ein Spiel zur möglichen Glückseligkeit am Ende einer langen Saison. Noch ein Sieg bis zur Landesliga.

„Wir rechnen uns gute Chancen aus, wollen dieses Spiel gewinnen“, sagt Markus Volkmann. Der Werdohler Abteilungsvorsitzende tritt am Samstag selbst an den Tisch, er ist am unteren Paarkreuz schließlich Stammkraft der Westfalia. „Wir werden mit Blick auf die TTR-Werte leichter Favorit sein“, meint Volkmann, der natürlich die TTR-Werte (ein statistischer Wert, der das aktuelle Leistungsniveau von Tischtennisspielern widerspiegeln soll) und Saisonbilanzen des „Endspielgegners“ studiert hat.

Aber Statistik hin oder her: Die 2. Mannschaft der DJK Roland Rauxel II bleibt für die Werdohler eine „Wundertüte“, die die Lennetaler umgekehrt auch für den Kontrahenten aus dem Ruhrpott sein dürften. „Wir kennen die nicht. Und die kennen uns nicht“, bringt es Markus Volkmann auf den Punkt.

Die Werdohler werden mit „voller Kapelle“ und damit in Bestbesetzung in das Alles-oder-nichts-Spiel gehen. Neben Volkmann sind also auch Spitzenspieler Jens Schnabel, Bekir Bilgen, Ratko Mrkajic, Max Mathia und Nikolai Koberzin beim finalen Showdown dabei.

Spitzenspieler der DJK Roland Rauxel II ist Almir Duratovic, der im Saisonverlauf eine 19:14-Einzelbilanz eingefahren hat. Nominell an Brett zwei schlägt Joshua Busemann auf, der allerdings nur acht Saisonspiele bestritten hat (6:9). Zu den Stammkräften des Werdohler Gegners zählen vielmehr Christian Chroscinski (26:12), Karo Ali (20:12) und Emilio Kartas (18:8).

Wie stark diese Mannschaft aus dem Kreis Recklinghausen tatsächlich ist, die Werdohler werden es am frühen Samstagabend bei Sekt oder Selters wissen...

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