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Ein Punkt im Altenaer Rückreisegepäck

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Von: Lars Schäfer

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TTC-Spielertrainer Teo Yordanov zeigte einmal mehr eine gute Leistung, musste sich mit seinem Team aber mit einem Zähler aus zwei Spielen begnügen.
TTC-Spielertrainer Teo Yordanov zeigte einmal mehr eine gute Leistung, musste sich mit seinem Team aber mit einem Zähler aus zwei Spielen begnügen. © Schäfer, Lars

Von seiner Niedersachsenreise brachte Tischtennis-Drittligist TTC Altena am Wochenende einen Zähler mit zurück in die Burgstadt.

Altena - Am Samstag musste sich der Aufsteiger beim TTS Borsum nach einer zwischenzeitlichen 5:2-Führung noch mit einer Punkteteilung (5:5) begnügen, am Sonntag unterlagen die Altenaer beim starken Mitaufsteiger Oldenburger TB mit 2:6.

TTS Borsum – TTC Altena 5:5: Als Altenas neuer Spitzenreiter Gerrit Engemann am frühen Samstagabend auch sein zweites Einzel gewann und mit einem 3:1-Sieg im Einserduell gegen Patrick Decker auf 2:5 stellte, da roch es stark nach dem zweiten Sieg der Sauerländer im zweiten Spiel. Doch im Anschluss verpasste es zunächst Spielertrainer Teo Yordanov, den Deckel drauf zu machen. Gegen Dominik Jonack gab Yordanov zwar die ersten beiden Sätze unglücklich und jeweils mit 10:12 ab, kämpfte sich aber zurück und erzwang durch ein 12:10 und 11:5 den entscheidenden fünften Durchgang. Das Momentum war also auf Seiten Yordanovs, doch Dominik Jonack bewies ebenfalls Comebacker-Qualitäten, gewann den „Fünften“ mit 11:7 und hielt sein Team mit dem Anschlusspunkt zum 3:5 aus Borsumer Sicht im Spiel.

Die beiden Youngster im Altenaer Team, Tobias Slanina (19) und Marko Panic (18), hatten es aber weiter in der eigenen Hand, den Auswärtssieg einzutüten. Es gelang ihnen jedoch nicht. Slanina, der zuvor sein erstes Einzel gegen Marius Hagemann mit 3:1 Sätzen gewonnen hatte, zog gegen Richard Hoffmann mit 3:11, 6:11, 11:9 und 9:11 den Kürzeren. Hoffmann, der vom Regionalligisten MTV Eintracht Bledeln nach Borsum gewechselt war, hatte in der ersten Einzelrunde an Brett drei bereits Marko Panic in drei Durchgängen bezwungen. Und der von Borussia Dortmund II gekommene Altenaer Neuzugang musste sich auch in seinem zweiten Einzel beugen. Gegen Marius Hagemann unterlag der 18-Jährige mit 13:15, 6:11 und 9:11 zum 5:5-Endstand.

Das war umso bitterer, weil Panic eingangs an der Seite von Slanina das Doppel gegen Decker/Hagemann nach 2:1-Satzführung noch im Entscheidungsdurchgang hatte abgeben müssen. Engemann und Yordanov hatten derweil in ihrem Match gegen Richard Hoffmann/Conny Schmidt kurzen Prozess gemacht (3:0) und in der ersten Einzelrunde ebenfalls Drei-Satz-Erfolge zur zwischenzeitlichen 3:1-Führung für die Burgstädter eingefahren. Kurzum: Der Auswärtssieg war zum Greifen nah, das 5:5 daher eher ein Punktverlust.

Oldenburger TB – TTC Altena 6:2: Der zweite Teil der Doppelschicht führte die Altenaer nach einer Übernachtung in Hildesheim am Sonntag zum starken Mitaufsteiger, der neben dem SV Union Velbert sogar als Favorit in der 3. Liga gilt. Warum die Oldenburger so hoch gewettet werden, bekam der TTC am eigenen Leib zu spüren. Gegen den Ex-Nationalspieler Philipp Floritz (30), die vom Zweitligisten Hertha BSC gekommene neue Nummer eins des OTB, kassierten sowohl Engemann als auch Yordanov in ihren Einzeln 0:3-Niederlagen. In seinem ersten Einzel aber behielt Engemann, der an der Seite von Yordanov das Eingangsdoppel souverän in drei Sätzen gewann, gegen den Brasilianer Danilo Toma mit 11:6, 12:10 und 11:7 die Oberhand zum zwischenzeitlichen 2:2.

Für Tobias Slanina und Marko Panic hingegen lief es nicht. Das Doppel verloren die Talente gegen Floritz/Koepke in drei Durchgängen, im Einzel gegen den Serben Valentin Nad Nemedi war Panic beim 0:3 schlichtweg chancenlos. Slanina hielt gegen den 47-jährigen Andy Römhild zwar besser mit, musste sich dennoch mit 1:3 Sätzen geschlagen geben.

Nach der ersten Einzelrunde führten die Hausherren also mit 4:2. Als Gerrit Engemann dann eben im Einserduell gegen Philipp Floritz mit 9:11, 6:11 und 8:11 seine erste Einzelniederlage in dieser Saison kassierte, war die Vorentscheidung gefallen. Teo Yordanov zeigte gegen Danilo Toma zwar großes Kämpferherz, hatte in diesem Match über die volle Distanz aber schlichtweg kein Spielglück. Den ersten Satz schnappte sich der Brasilianer denkbar knapp mit 16:14 und auch im entscheidenden fünften Durchgang war Fortuna auf Oldenburger Seite, weil Danilo mit einem Kantenball zum 11:9 diesen Tischtennis-Krimi zu seinen Gunsten entschied und mit dem 6:2 vor rund 160 Zuschauern dann auch den Deckel drauf machte.

„Mit 3:3 Punkten nach drei Spielen sind wir als auf Aufsteiger im Soll“, sagte Ralf Springob. Der TTC-Vorsitzende hatte das Team auf der Niedersachsenreise begleitet und wusste, dass am Samstag mehr möglich gewesen wäre. „Wenn man 5:2 führt und es am Ende 5:5 steht, dann ist das gefühlt eher ein Punktverlust“, so Springob.

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