Talente erfüllen beim TTC Altena die Erwartungen

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Der TTC Altena beendete die Hinrunde der Tischtennis-Regionalliga auf Platz vier. Auf dem Mannschaftsfoto fehlt Nils Maiworm.

Altena - Sie sollte die Krönung einer guten Hinrunde des TTC Altena in der Tischtennis-Regionalliga werden, die Auswärtstour nach Südhessen zum VfR Fehlheim. Beim Tabellenachten aber kassierten die Burgstädter am Sonntag eine überraschende 7:9-Niederlage, die ein Dämpfer für die „jungen Wilden“ des TTC im letzten Spiel des Jahres war. Statt Tabellenplatz drei mit 12:6 Punkten, bleiben die Altenaer im Zehner-Feld Vierter mit sechs Punkten Vorsprung auf die direkten Abstiegsränge und „nur“ drei Zählern Vorsprung auf Relegationsrang acht, den eben jener VfR Fehlheim einnimmt.

Dass Youngster Tobias Slanina am zweiten Advent wegen anhaltender Schulterprobleme passen musste und damit Qualität am unteren Paarkreuz fehlte, das war sicherlich ärgerlich für die Altenaer. Auf der Gegenseite hatten die Lennetaler eine Woche zuvor beim 9:4-Heimsieg gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt II davon profitiert, dass der Tabellenzweite ersatzgeschwächt angereist war. Schon kleine personelle Veränderungen können in dieser Liga neben der Tagesform also den Unterschied ausmachen, das haben die zurückliegenden TTC-Partien deutlich gezeigt.

Unterm Strich dürfen die Verantwortlichen in der Burgstadt mit der ersten Saisonhälfte sehr zufrieden sein. Die Talente Lukas Bosbach, Tobias Slanina und Stefan Todorov haben bislang vollauf überzeugt und insbesondere in den immer besser besuchten Heimspielen in der Sauerlandhalle für Furore gesorgt. Die Entwicklung der Youngster unter dem neuen Spielertrainer und Spitzenspieler Teo Yordanov ist deutlich zu sehen, die Arbeit in der Trainingsgruppe, zu der freilich auch Nils Maiworm zählt, zahlt sich offensichtlich aus. Dass sich der Vorstand um Ralf Springob zudem entschieden hat, Krzysztof Wloczko und Krzysztof Zielinski nach der Vizemeisterschaft in der Vorsaison zu halten, war aus rein sportlicher Sicht – Stand heute – zumindest nicht die schlechteste Idee. Wobei Wloczkos 5:7-Einzelbilanz am vorderen Paarkreuz deutlich höher einzuschätzen ist als Zielinskis 3:5 in der „Mitte“.

„Dauerbrenner“ in der Hinrunde, in der der TTC mehrfach rotierte, waren Teo Yordanov und Lukas Bosbach. Beide haben alle bisherigen Partien bestritten. Yordanov steht bei einer 9:9-Einzelbilanz, Bosbach an Brett fünf bei 10:3. Und das ist für einen 16-Jährigen sicherlich überragend. Positive Einzelbilanzen weisen noch Stefan Todorov (8:5) und Tobias Slanina (5:4) vor. Ja, die „jungen Wilden“ haben voll eingeschlagen. Nils Maiworm kam sowohl „oben“ (0:5) als auch in der „Mitte“ (6:4) zum Einsatz, zudem half Daniel Seidel (0:2) zuletzt in Fehlheim aus.

Ihre bisherigen vier Saisonsiege feierten die Burgstädter ausschließlich in eigener Halle – und zwar gegen TG 1860 Obertshausen (9:5), TTC Seligenstadt (9:2), ASV Einigkeit Süchteln (9:3) und TTC Schwalbe Bergneustadt II (9:4). Zudem endete das Auftaktspiel am Pragpaul gegen den TTV Stadtallendorf um den Ex-Altenaer Ara Karakulak 8:8 unentschieden. Auswärts hingegen holte „Herbergsvater“ Teo Yordanov mit seinem Team beim 8:8 in Porz erst einen Zähler.

Dominiert wird die Liga – wenig überraschend – von Titelverteidiger und Topfavorit TTC Champions Düsseldorf. Die Truppe um Evgueni Chtchetinine hat in der Hinrunde noch nicht einen Punkt abgegeben und steuert der vorzeitigen Meisterschaft entgegen. Am anderen Ende der Tabelle taumelt der noch punktlose TTC Seligenstadt dem Abstieg entgegen.

Die besten Einzelbilanzen in der Regionalliga West am vorderen Paarkreuz erspielten Düsseldorfs Roko Tosic und Bergneustadts Peter Sereda (jeweils 14:3), Dritter ist der Neusser Michael Servaty mit 10:2. In der „Mitte“ ist der Neusser Illia Barbolin (8:0) noch ungeschlagen, bemerkenswert ist aber auch die Ausbeute des Düsseldorfers Florian Wagner (14:2). Am unteren Paarkreuz zählt der Altenaer Lukas Bosbach mit seiner 10:3-Einzelbilanz zu den besten Vier. Überragend ist der noch ungeschlagene Patrick Leis von Meister Düsseldorf mit 11:0.

Das beste Doppel stellt derweil Neuling TG 1860 Obertshausen. Gregor Surnin und Torsten Mähner haben zehn ihrer elf Matches gewonnen. Die Altenaer Formation Yordanov/Maiworm steht bei 8:2-Siegen, das Duo Todorov/Bosbach bei einer ordentlichen 4:4-Bilanz.

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