Tischtennis

Absolute Klarheit nur in der Regionalliga

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Spielen mit dem TTC Altena weiterhin in der Regionalliga: Teodor Yordanov (links) und Tobias Slanina.

Kreisgebiet – Es war kein Aprilscherz, den der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) und der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) am späten Mittwochnachmittag verkündeten: Der Spielbetrieb der Saison 2019/20 ist beendet, die aktuellen Tabellenstände mit Stand vom 13. März sind auch die endgültigen.

Die in einer gemeinsamen Telefonkonferenz der Landesverbände mit DTTB-Vertretern abgestimmte und abschließend im zuständigen DTTB-Ressort Erwachsenensport für die Regional- und Oberligen beschlossene Regelung hat zur Folge: Die in den Abschlusstabellen auf den Auf- und Abstiegsplätzen befindlichen Mannschaften steigen auf bzw. ab.

Wie aber mit den Teams verfahren wird, die sich auf den Relegationsplätzen befinden, erläuterte Werner Almesberger als Spielleiter für die Regionalliga und Oberliga noch am Mittwochabend: Relegationen und Entscheidungsspiele werden nicht mehr durchgeführt. Die auf den Relegationsplätzen der Abschlusstabelle 2019/20 befindlichen Mannschaften in der jeweiligen Spielklasse (gilt für die Tabellenachten) bleiben in der Liga bzw. steigen in die nächst höhere Spielklasse auf (gilt für die Tabellenzweiten).

Für die Regionalliga West bedeutet dies, dass sich der SV Union Velbert II für den Aufstieg in die 3. Bundesliga qualifiziert hat. Neben dem zurückgezogenen Team des TTC Schwalbe Bergneustadt II steigt der TTC RG Porz als Neunter in die Oberliga ab, die TG Neuss auf Relegationsplatz acht bleibt in der Liga, ebenso der TTC Altena als Sechster.

Die Altenaer planen für die Saison 20/21 weiter mit Spielertrainer Teo Yordanov. Der Bulgare, mit einer 21:6-Bilanz bester Spieler der Liga, geht in seine dritte Spielzeit bei den Burgstädtern. Gleiches gilt für den Westdeutschen U18-Vizemeister Tobias Slanina, von dem ebenfalls die feste Zusage vorliegt. Die Altenaer haben sich zwar auch für einen eventuellen Freiplatz in der 3. Bundesliga beworben, gehen aber davon aus, dass sie weiterhin in der Regionalliga spielen werden.

Aus der Oberliga NRW würden der 1. FC Köln II als Meister und der SV DJK Holzbüttgen als Zweiter in die Regionalliga West aufsteigen, aus der Oberliga Hessen der Gießener SV (1.) und der TTV Stadtallendorf (2.). Aus der 3. Bundesliga Nord müsste keine Mannschaft aufgenommen werden, sodass die Regionalliga West in der Saison 20/21 aus aktuell elf Teams bestehen würde.

Wie in den Ligen von der NRW-Liga abwärts bis zur 3. Kreisklasse verfahren wird, ist hingegen noch nicht ganz geklärt. „Der WTTV entscheidet über den Umgang mit den Abschlusstabellen – insbesondere die Frage des Auf- und Abstieges“, heißt es in einer Mitteilung von Klaus Verburg, Vizepräsident Verbandskommunikation des WTTV. Hierzu bedarf es noch der Zustimmung des Beirates des WTTV. Diesem Gremium gehören mit Stimmrecht die Vorsitzenden und Delegierten der Bezirke, das Präsidium und die Ausschussvorsitzenden an. „Das hierfür notwendige Verfahren werden wir in den nächsten Tagen einleiten und Sie zügig über den Ausgang der Abstimmung und den Inhalt des Antrages und seine Auswirkungen in Kenntnis setzen“, teilte Verburg den Vereinen mit.

An den Vorgaben und Terminen der Wettspielordnung zur Planung der Saison 2020/21 wird zum jetzigen Zeitpunkt festgehalten. Auch der Termin der Wechselfrist (31. Mai) soll unverändert bleiben.

Sollte sich der WTTV mit seinen Bezirken und Kreisen der Praxis des DTTB anschließen, hätte dies für die Seniorenteams aus dem Kreis Lüdenscheid diese Folgen:

Verbandsliga

TTSG Lüdenscheid (Platz 5) wäre gesichert, TTC Altena II stiege als Elfter ab. Vor dem Hintergrund, dass die Burgstädter zwei Tage nach dem Saisonabbruch gegen das abgeschlagene Schlusslicht TTG Menden (0:36 Punkte) gespielt hätten und mit einem Sieg auf den Relegationsplatz 10 hätten springen können, eine bittere Entscheidung. Der Vorstand des TTC hat aber bereits signalisiert, dies, sollte es so kommen, sportlich hinzunehmen.

Landesliga

Die DJK Westfalia Werdohl müsste als Elfter absteigen, TTSG Lüdenscheid II auf Relegationsplatz 9 würde die Klasse halten.

Bezirksliga

TuS Halver würde in die Landesliga aufsteigen, die zurückgezogene TSG Valbert steigt ab, TTSG Lüdenscheid III auf Relegationsplatz 9 hielte die Klasse.

Bezirksklasse

TTC Altena III als Meister hätte das Anrecht auf den Aufstieg in die Bezirksliga, ebenso der TuS Bierbaum als Zweiter. Bei den Frauen bliebe die TSG Valbert in der Bezirksklasse.

Kreisebene

In der Kreisliga ist Westfalia Werdohl Meister, belegt der SV Affeln den Relegationsplatz. Schlusslicht Schalksmühler TV müsste absteigen, hat ohnehin schon signalisiert, künftig in der 1. Kreisklasse spielen zu wollen.

Aus der 1. Kreisklasse könnten TuS Bierbaum II und TSG Valbert II hoch, Westfalia Werdohl IV und StR Altena III müssten eine Etage tiefer.

Das Aufstiegsrecht in der 2. Kreisklasse hätten SV Affeln II und TTG Plettenberg/Oestertal II, in der 3. Kreisklasse belegen TTG Plettenberg/Oestertal III und TTC Altena V die Aufstiegsränge.

Nach den Erfahrungen der letzten Jahre wird sich gerade die Zusammensetzung der Staffeln für die Saison 20/21 im Kreis Lüdenscheid erst Ende Mai/Anfang Juni endgültig klären.

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