Tischtennis, NRW-Liga

TTSG: Noch kein Grund zur Panik

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Wenig Training, viel Ballgefühl, beste TTSG-Einzelbilanz: Daniel Becker.

Lüdenscheid - Es fehlte nicht viel am Sonntag in Refrath für eine Premiere: Ein Abschlussdoppel hat die TTSG Lüdenscheid in der NRW-Liga in den ersten fünf Saisonspielen noch nicht erlebt. Nun also führte der Oberliga-Aspirant Refrath 8:5, doch Arnd Katzke war gegen Peter Mertens-Urbahn bereits auf der Siegerstraße, als Martin Wichary bei einem 0:2-Rückstand gegen Torsten Birg den dritten Satz gewann. Hoffnung, die aber bald dahin war. Wichary drehte das Spiel nicht, er unterlag 1:3. Katzke blieb aus der Wertung. Die TTSG hatte 5:9 verloren, die vierte Niederlage in Serie.

„Natürlich hätten wir gerne etwas geholt, gegen Refrath und auch vorher gegen St. Augustin war das auch drin“, sagt Arnd Katzke. 5:9 gingen diese beiden Spiele verloren. 5:9 – da fehlte zweimal nicht so viel zum Abschlussdoppel, das die TTSG so gerne sehen würde, denn ihr Spitzendoppel mit Daniel Becker und André Hegendorf ist nach fünf NRW-Liga-Spielen noch ungeschlagen. Es ist eine Trumpfkarte, die bisher nur final noch nicht zum Einsatz gekommen ist. 

2:8-Punkte zur Herbstpause bedeuten für den Neuling aus der Bergstadt Rang zehn. Es ist eine Bilanz, die im TTSG-Lager nach dem Aufstieg noch niemanden beunruhigt. Im Gegenteil: Nüchtern betrachtet haben die Bergstädter das Schlusslicht geschlagen und danach gegen vier Mannschaften verloren, die aktuell die Ränge eins, drei, vier und fünf in der Liga belegen. Mithin also Mannschaften, gegen die ein Team wie die TTSG verlieren darf, aber nicht verlieren muss. 

Becker, Hejj und Katzke stehen positiv 

„Natürlich ist diese Liga stark, gerade am vorderen Paarkreuz. Das ist schon ein erheblicher Unterschied zur Verbandsliga. Uns hat da aber teilweise auch das Spielglück gefehlt“, sagt Katzke, „letztlich müssen bei uns alle sechs Spieler einen richtig guten Tag haben, wenn gegen diese Gegner etwas gehen soll. Dann muss es wenigstens 5:4 nach dem ersten Einzeldurchgang stehen.“ 

Die Realität sah oft anders aus, weil die Rechnung, dass an den Paarkreuzen im ersten Einzeldurchgang der bessere TTSG-Spieler gegen den schwächeren Paarkreuzspieler des Gegners gewinnt, nicht aufging. So sehr das Team als Mannschaft zusammensteht, so sehr teilt es sich bisher in Pechvögel und positive Überraschungen auf. Katzke selbst als nominell schwächster Spieler der Liga hat eine 3:2-Bilanz zu Buche stehen – famos. Daniel Becker steht in der Mitte gar 6:4, Tamas Hejj 5:3. Drei Spieler, drei positive Bilanzen, das ist nicht selbstverständlich.

 „Mir kommt es einfach entgegen, gegen offensivere Spieler zu spielen“, sagt Katzke, „Tamas hat keinen Druck und geht mit dieser Situation richtig gut um. Und Daniel? Tja, der trainiert am wenigsten von uns, er spielt ja auch noch Tennis. Aber Daniel hat ein Händchen, ein richtig gutes Ballgefühl. Und er hatte auch ein bisschen Spielglück...“ 

Im November gegen Köln, Freier Grund und Netphen

Den drei Gewinnern des ersten Saisonviertels stehen drei Spieler gegenüber, die noch nicht viel gewonnen haben: Peter Petrovics (3:7) ist ebensowenig in Fahrt gekommen André Hegendorf (2:8) am vorderen Paarkreuz, wobei Hegendorf innerhalb des Teams die größten Probleme mit dem neuen Plastikball hat. Und Martin Wichary – nach dem Aufstieg an Position fünf vorgerückt, klebt ihm das Pech am Schläger. Sieben Spiele, sieben Niederlagen. Es ist eine Drucksituation, mit der der Jüngste im Team umgehen lernen muss. Ein Erfolgserlebnis würde Wichary immens helfen. 

Am besten schnell. Nach der Herbstpause warten die Wochen der Wahrheit auf den Vorletzten. In direkter Folge geht’s gegen die spinfactory Köln (3. November/H), den VTV Freier Grund (10. November/A) und die TTG Netphen (17. November, H). „In diesen Spielen geht’s drum“, sagt Katzke, „die sind mega-wichtig.“ Köln und die beiden Gegner aus dem Siegerland haben allesamt bisher vier Punkte eingesammelt. 

Mindestens eine Mannschaft aus diesem Trio will die TTSG am Ende hinter sich lassen. Vielleicht, wenn es nun noch knapper werden sollte, auch mit Hilfe des Abschlussdoppels. Man sollte die Hoffnung nicht aufgeben, dass auch diese Trumpfkarte für den Aufsteiger aus der Bergstadt noch ganz wichtig werden könnte…

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