Tischtennis

Arnd Katzke übernimmt den Vorsitz des WTTV-Verbandsgerichts

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Arnd Katzke ist seit Sonntag höchster Sportrichter im Westdeutschen Tischtennis-Verband.

Essen – Der Lüdenscheider Rechtsanwalt Arnd Katzke ist neuer Vorsitzender des Verbandsgerichts im Westdeutschen Tischtennis-Verband – er löst in diesem Amt Willi Stahl (Hückeswagen) ab, der der höchsten Gerichtsbarkeit im WTTV 32 Jahre lang vorstand.

Katzke wurde am Sonntag beim WTTV-Verbandstag in Essen einstimmig für zwei Jahre zu Stahls Nachfolger gewählt. Die Arbeit im WTTV-Verbandsgericht, das Berufungsgericht ist für Fälle aus den untergeordneten Spruchausschüssen, ist Katzke durchaus bekannt, denn seit 14 Jahren ist der langjährige Funktionär aus Reihen der TTSG Lüdenscheid bereits als Beisitzer im Verbandsgericht tätig gewesen.

„Vier bis acht Fälle pro Jahr sind da behandelt worden“, sagt Katzke und stellt nicht ohne Stolz fest, dass die Urteile des Verbandsgerichts in dieser Zeit vor ordentlichen Gerichten – der nächsten anzurufenden Stufe für einen unzufriedenen Beteiligten – Bestand gehabt haben. Die Beisitzer im Verbandsgericht sind Marcel Heinen, ein Rechtsreferendar aus Bonn, und Herbert Mühlhausen, ein Staatsanwalt a.D. aus Wuppertal. Als Ersatz-Beisitzer wurden in Essen mit Matthias Tillmann (Recklinghausen) und Chuya Kojima (Düsseldorf) zwei weitere Rechtsanwälte gewählt. 

Auch dem Verbandsspruchausschuss Ost wird in Zukunft ein Funktionär aus dem Tischtenniskreis Lüdenscheid als Vorsitzender vorstehen: Edgar Schwarzkopf, der bislang Beisitzer im Gremium gewesen ist und zudem Erfahrung aus seiner Arbeit als Vorsitzender Bezirksspruchausschuss Arnsberg mitbringt, wurde am Sonntag beim Verbandstag ebenfalls gewählt – allerdings nicht so glatt wie Katzke. Während der Bezirk Arnsberg wie vorbereitet Schwarzkopf als Kandidaten aufbot, hatte das WTTV-Präsidium einen eigenen Kandidaten: Markus Kisler, Rechtsanwalt aus Menden und Präsident der TTG Menden.

Neu: Strafgelder für fehlende Schiedsrichter

Was folgte, war eine offene Abstimmung, bei der angesichts vieler Enthaltungen kein Kandidat die absolute Mehrheit erhielt. Also wurde noch einmal geheim abgestimmt. Nun erhielt Edgar Schwarzkopf 70 Stimmen, sein Widerpart nur 44. Damit war der Burgstädter zum neuen Vorsitzenden des Verbandsspruchausschusses Ost gewählt. Fürs Präsidium des WTTV kein schmeichelhafter Vorgang an diesem Tag. 

In den mehr als sechs Stunden Tagungsdauer wurde am Sonntag zudem eine Neuerung im Schiedsrichterbereich beschlossen: Da es in diesem Bereich inzwischen akute Nachwuchsprobleme gibt, werden Vereine, die keine Schiedsrichter in ihren Reihen haben, in Zukunft – nach den Spielklassen ihrer 1. Mannschaft abgestuft – mit Strafgeldern belegt.

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