Tischtennis

Experiment gelingt: Kreisversammlung online funktioniert ohne Probleme

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Zufrieden mit dem Verlauf der ersten Online-Versammlung: Edgar Schwarzkopf.

Kreisgebiet – Es war etwas bisher Einmaliges, ein Experiment – geschuldet den Erfordernissen der Corona-Schutzverordnung. Nach gerade einmal 70-minütigem Verlauf konnten der Vorstand des Tischtennis-Kreises Lüdenscheid und die Vertreter der 15 Vereine am Montagabend feststellen: Das Experiment ist geglückt. Die erste nicht-physische Kreisversammlung verlief über WhatsApp dank optimaler Vorbereitung technisch störungsfrei und dazu harmonisch.

„Danke für die gute Vorbereitung und Organisation der Versammlung. Mehr kann man unter diesen Bedingungen nicht machen“, schrieb Markus Volkmann von Westfalia Werdohl stellvertretend für viele Vereinsvertreter. Andere schickten einfach im Nachgang einen Daumen hoch, einen Smiley oder applaudierende Hände.

Urkunden als PDF-Datei: Sogar für die Meisterehrungen fand Kreisvorsitzender Edgar Schwarzkopf, der die Teilnehmer zunächst per Videobotschaft begrüßte und dann um eine Schweigeminute für den viel zu früh verstorbenen Martin Niggemann (TTSG Lüdenscheid) bat, eine Alternative: Einem gesprochenen Glückwunsch folgte jeweils die passende Urkunde, versendet als PDF-Datei. Dergestalt ausgezeichnet wurden die Titelträger der Abbruchsaison: Westfalia Werdohl II (Kreisliga), TuS Bierbaum II (1. Kreisklasse), SV Affeln II (2. Kreisklasse), TTG Plettenberg/Oestertal III (3. Kreisklasse), TTC Volkringhausen (Jungen 18) und TuS Meinerzhagen (Jungen 15). 

Kommentarlos akzeptiert wurden die schon im Vorfeld schriftlich verschickten Jahresberichte. Allein Kassenwart Gerd Sauer (Werdohl) trug seinen Rapport mündlich vor. Ergebnis: Der Kreis hat 2019 ein Plus von 466,70 Euro erwirtschaftet, was den Bestand auf 1135,47 Euro anwachsen ließ.

Letzte Amtsperiode?: In ihre vermutlich letzte zweijährige Amtsperiode im Kreis Lüdenscheid, der der geplanten Strukturreform des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes zum Opfer fallen soll, gehen nach einstimmigem Votum der 1. Vorsitzende Edgar Schwarzkopf (Altena), Kassenwart Gerd Sauer und Jugendwart Marc Stoman (beide Werdohl). Neuer Kassenprüfer ist Klaus Schipper (Post SV Lüdenscheid), der Karl Ritzmann (Plettenberg/Oestertal) ersetzt.

Mehrheitlich votierte die Versammlung dafür, das durch die Absage der Kreismeisterschaften (wir berichteten) frei gewordene Wochenende 12./13. September dafür zu nutzen, den 6. Spieltag (10./11. Oktober) vorzuverlegen, um dem Beginn der Herbstferien aus dem Weg zu gehen.

Frühes Saisonende: Bei der Planung der Saison 2020/21 „gehen wir davon aus, alles würde stattfinden“, sagte Schwarzkopf. Alle Meldetermine – die Frist für die Mannschaftsmeldung läuft am kommenden Sonntag ab – bleiben bestehen. „Vermutlich werden wir ja auch wieder Doppel spielen können“, gibt sich der Kreisvorsitzende verhalten optimistisch, nachdem auch Kontaktsport in Hallen seit Wochenbeginn wieder möglich ist. Da in den Klassen des Kreises Lüdenscheid ausschließlich im Zehnerraster gespielt werde, sei ein frühes Saisonende (20./21. März 2021) garantiert, gebe es zudem genügend Ausweichtermine.

Das Meldefenster für den Kreispokalwettbewerb der Herren und der Jungen 18 öffnet im Vereinsportal click-tt am 24. Juni und schließt am 12. Juli. Für die Mannschaftsmeisterschaften der jüngeren Altersklassen muss erst im September gemeldet werden – dann allerdings nicht über click-tt, sondern per Mail an Sportwart Schwarzkopf.

Bei der Zusammensetzung der Spielklassen hat sich noch eine Änderung ergeben: StR Altena meldet statt zwei Jungen 15-Teams nun eine Jungen 18- und eine Jungen 15-Mannschaft.

Abschließend informierte Edgar Schwarzkopf die Vereinsvertreter noch über diverse Neuerungen, die der Beirat des WTTV auf seiner Sitzung am vergangenen Wochenende beschlossen hat. Insbesondere wichtig ist hier, dass zukünftig die Ergebnismeldung 60 Minuten nach Spielende in click-tt erfolgt sein muss. Die Eingabe des kompletten Spielberichts muss in den ersten 24 Stunden nach Spielende vorgenommen werden.

Ein Tisch mehr: Außerdem darf in Zukunft die Heimmannschaft ohne Zustimmung des Gegners einen Tisch mehr aufstellen als nach dem Spielsystem vorgesehen. Damit soll ermöglicht werden – insbesondere bei Wochentagsspielen – dass die Spiele schneller zu Ende gehen, um damit möglichen Hallenzeitproblemen aus dem Weg zu gehen. Bislang war dazu immer die Zustimmung der Gastmannschaft nötig. Einvernehmlich können beide Teams sogar beliebig viele Tische für die Durchführung eines Meisterschaftsspiels nutzen.

Aufruhr wegen Reform: Bei der Beiratssitzung sei zudem deutlich geworden, so Schwarzkopf, dass längst nicht in allen Landesteilen die Strukturreform einhellig begrüßt werde. „Da gibt es auch Aufruhr, so im Raum Wuppertal und im oberbergischen Kreis“, wusste der Kreisvorsitzende. Änderungsanträge an einen außerordentlichen Verbandstag, der die Reform schlussendlich absegnen muss, seien keinesfalls auszuschließen.

Nach einer ausführlichen Diskussion, die über Sprachnachrichten geführt wurde, endete die denkwürdige Sitzung. In seinem Schlusswort wünschte Schwarzkopf allen Teilnehmern „bleibt gesund“ und – mit einem Schmunzeln – „eine gute Heimreise ins Bett.“

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