Tischtennis-Kreisversammlung in Affeln

Kreismeisterschaften in Altena finden auch 2021 nicht statt

David Schröck und Edgar Schwarzkopf
+
David Schröck vom TuS Meinerzhagen verlässt nach sechs Jahren als Beauftragter für Vereinsentwicklung den Kreisvorstand. Edgar Schwarzkopf (rechts) dankte zum Abschied mit einem Präsent.

Der Tischtennis-Kreis Lüdenscheid verzichtet im zweiten Jahr in Folge auf die Austragung der Kreismeisterschaften. Grund für die Absage der Titelkämpfe, die am 11. und 12. September in der Altenaer Sauerlandhalle geplant waren, ist auch diesmal die Corona-Pandemie.

Affeln - Bereits im Juni, als die Inzidenzwerte deutlich niedriger lagen als zurzeit, hatte Kreisvorsitzender Edgar Schwarzkopf seine Bedenken gegenüber dem Ausrichter TTC Altena erläutert und war dort auf Zustimmung gestoßen. „Jetzt steigen die Zahlen wieder stark und bis zum Turnier werden die Kinder nicht über eine vollständige Immunisierung verfügen, sondern maximal eine Impfung haben“, wiederholte Schwarzkopf sein Hauptargument am Mittwochabend bei der Kreisversammlung in der Affelner Mehrzweckhalle.

Die überwiegende Zahl der Delegierten schloss sich nach kurzer Diskussion dem Vorschlag an, die Meisterschaften nochmals ausfallen zu lassen. Allein Marvin Schüle vom TuS Halver plädierte für eine Durchführung nach der 3G-Regel, die auch in der am ersten September-Wochenende beginnenden Saison zur Anwendung kommen wird.

Bezirksvorsitzender Hans-Jürgen Posnanski

Wie der Vorsitzende des Bezirks Arnsberg, Hans-Jürgen Posnanski (Hattingen), der an der Versammlung teilnahm, bereits wusste, hat sich auch der Kreis Bochum für eine Absage entschieden. In der Planung sind indes weiterhin die Bezirksmeisterschaften Ende Oktober. Hierfür will der Sportausschuss des Kreises Lüdenscheid nun Nominierungen vornehmen.

Der TTC Altena indes bleibt auch für die Meisterschaften 2022 als Ausrichter im Boot – dies werden die letzten eigenständigen Titelkämpfe des Kreises Lüdenscheid vor der 2023 in Kraft tretenden Strukturreform des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes (WTTV) sein.

Dann soll der große Bezirk Arnsberg in drei Teilbereiche aufgespalten werden, der Märkische Kreis mit den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein ein neues Konstrukt bilden. „Aus dem Bezirk gibt es dafür eine 70-prozentige Zustimmung“ sagte Posnanski – auch die Lüdenscheider Vereine hatten sich diesem Votum angeschlossen. Kreisvorsitzender Edgar Schwarzkopf (Altena) befürchtet aber, dass der Nutzen auf Kreisebene überschaubar bleibt. „Wir bekommen aus dem alten Kreis Iserlohn acht Vereine mit 14 Mannschaften dazu“, listete er für den Herrenbereich auf, beim Nachwuchs seien es acht Teams. Es bestehe allerdings die Gefahr, dass sich einige Nordkreisclubs auf eine geographische Randlage berufen, um in andere Kreise wechseln zu dürfen. „Dann bleibt nicht mehr viel übrig“, hat Schwarzkopf bereits erste Bestrebungen ausgemacht, für Posnanski ist dies indes bislang nur Spekulation. Er geht davon aus, dass der Spielbetrieb auf Kreisebene innerhalb der politischen Grenzen stattfinden wird: „Die Altkreise müssen zu einer neuen Struktur zusammenfinden.“

Viel näher als die Strukturreform, die bereits beim Verbandstag am Sonntag in Gladbeck laut Posnanski durch eine Satzungsänderung so festgezurrt werden soll, das anschließend „nur noch über Einzelfragen“ diskutiert werden könne, ist den Vereinen im Kreis Lüdenscheid indes die ungelöste Frage, ob in der neuen Saison auch wieder Doppel gespielt werden dürfen. „Ich glaube nicht“, gab Posnanski seine persönliche Einschätzung preis, kündigte die Bekanntgabe der Entscheidung des WTTV für die kommende Woche an.

Reichlich spät, zumal am 24. August im Kreis Lüdenscheid bereits das erste Pokalspiel zwischen der TSG Valbert und StR Altena ansteht, das zurzeit noch mit Doppel geplant ist. Mehrere Vereinsvertreter könnten einen erneuten Verzicht auf die Kontaktdisziplin Doppel nicht nachvollziehen. „Wir haben uns doch zum Teil gegen unsere Überzeugung impfen lassen, um jetzt auch wieder Doppel spielen zu dürfen“, gab Andreas Sternberg von der TS Evingsen seinem Unmut kopfschüttelnd Ausdruck. „Wir können es sowieso nicht ändern, die Entscheidung kommt von oben“, musste Schwarzkopf konstatieren – abwarten also.

Wahlen

In Abwesenheit wurde der 2. Vorsitzende des TT-Kreises, Markus Born (Halver), für zwei Jahre wiedergewählt, ebenso Edgar Schwarzkopf als Sportwart und Staffelleiter. David Schröck vom TuS Meinerzhagen kandidierte nach sechs Jahren nicht erneut für den Posten des Beauftragten für Vereinsentwicklung. Diese Aufgabe übernimmt Markus Born zusätzlich. Marvin Schüle (Halver) ersetzt Thomas Roberg (Altena) als Kassenprüfer.

Beim Verbandstag, der am Samstag mit einer Feier zum 90-jährigen Bestehen des WTTV eingeleitet wird, vertreten der Lüdenscheider Arnd Katzke, Vorsitzender des Verbandsgerichts, und Edgar Schwarzkopf den Kreis Lüdenscheid, der zur Saison 2021/22 – wohl auch coronabedingt – weiter schrumpft. Die Zahl der gemeldeten Mannschaften ist gegenüber dem Vorjahr um sieben auf 58 zurückgegangen.

Drei Vereine werden für gute Jugendarbeit belohnt

Zwei Mini-Tische mit Netz und ein Set von 19 Schlägern hält der TT-Kreis Lüdenscheid bereit. Sie können zum Beispiel für die Ortsentscheide der Mini-Meisterschaften von den Vereinen ausgeliehen werden. Mit Ablauf seiner Eigenständigkeit im Zuge der geplanten Strukturreform gibt der Kreis dieses Equipment im kommenden Jahr an die Vereine ab, die in den vergangenen fünf Jahren die beste Jugendarbeit geleistet haben. Anhand einer Punktwertung belegt der TuS Bierbaum hier den ersten Platz, gefolgt vom TTC Altena und dem TuS Neuenrade. Bierbaum hat nun die erste Wahl und kann sich entweder einen der Tische oder die Schlägerbox aussuchen. Danach ist Altena an der Reihe, Neuenrade bekommt das, was übrig bleibt. „Der Besitzwechsel erfolgt 2022“, kündigt Kreisvorsitzender Schwarzkopf an – noch stehen die Artikel also für eine Ausleihe zur Verfügung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare