Tischtennis

Blockspieltage als allerletzter Ausweg

Teo Yordanov, Spielertrainer des TTC Altena
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Mögliche letzte Option für Teo Yordanov und den TTC: Blockspieltage.

Altena – Kaum hatte sich der TTC Altena mit der TG Obertshausen weitgehend darauf verständigt, das für den 7. Februar in der Sauerlandhalle geplante Meisterschaftsspielspiel um einen Monat auf den 7. März zu verlegen, beschloss das Präsidium des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB), die Unterbrechung des Spielbetriebs bis zum 28. Februar zu verlängern – nicht nur in der Regionalliga West, der die Altenaer angehören, sondern auch in den 2. und 3. Bundesligen sowie in den Oberligen. Damit müssen auch die Altenaer Partien beim TTC indeland Jülich II (27.2.) und gegen den 1. FC Köln II (28.2) neu terminiert werden.

Dass es nach Wegfall eines weiteren Monats allmählich eng wird, selbst eine einfache Runde noch bis Mitte Mai durchzuführen, ist den Verantwortlichen des DTTB bewusst. Zwar gibt es in der Regionalliga West drei Mannschaften, die nur noch fünfmal spielen müssten, aber auch zwei, die noch sieben Begegnungen zu absolvieren haben. Dazu zählt auch der TTC Altena. Extremfall ist indes der Aufsteiger Gießener SV, der im Herbst erst eine Partie ausgetragen hat, also in März, April und dem halben Mai noch neunmal antreten müsste, um 50 Prozent des ursprünglichen Spielplans bewältigen zu können.

Entscheidung über Saisonabbruch bis zum 8. März

Beim DTTB in Frankfurt will man nun die weitere Entwicklung der Pandemie beobachten und bis zum 8. März eine Entscheidung treffen, ob die Aussicht besteht, „die Spielzeit 2020/2021 in der Form fortzusetzen, dass die noch ausstehenden Mannschaftskämpfe der bereits beschlossenen Einfachrunde bis zum 9. Mai ausgetragen werden oder alternativ die Spielzeit 2020/2021 abgebrochen wird.“

Ein Abbruch soll aber möglichst vermieden werden und deshalb wird nun erwogen, auch Blockspieltage anzubieten, um die Austragung der ausstehenden Spiele gewährleisten zu können. Die Blockspieltage beinhalten mehrere Mannschaftskämpfe verschiedener Teams an einem (gegebenenfalls auch neutralen) Ort unter Einhaltung der Covid 19-Regieanweisungen für Bundesspielklassen einschließlich eventuell darüber hinaus geltender Hygienevorschriften vor Ort. Dabei könne es vorkommen, dass einzelne Mannschaften mehrere Mannschaftskämpfe an einem Wochenende bestreiten müssen, heißt es im Informationsschreiben, das der Spielleiter der Regionalliga West, Werner Almesberger, an die Vereine verschickt hat.

Für TTC Altena wären Dreierrunden praktikabel

Blockspieltage verlaufen nach einem Prozedere, das in früheren Zeiten beispielsweise bei den Aufstiegsrundenturnieren zur Bundesliga Anwendung fand: Vier Teams treffen sich an einem Wochenende in einer Halle, spielen zweimal am Samstag und einmal am Sonntag nach dem Modus „jeder gegen jeden“. Auf diese oder ähnliche Weise könnte man an den dafür angedachten Terminen 24./25. April, 1./2. Mai und 8./9. Mai die Saison noch retten. Jeder Regionalligist soll sich als Ausrichter bewerben können. Dankbar wäre zum Beispiel eine Dreierrunde mit dem TTC Altena, Borussia Dortmund II und TTC Jülich II oder eine Runde mit den Burgstädtern und den beiden hessischen Vertretern aus Gießen und Obertshausen, wobei auch die Konstellation mit Obertshausen und Stadtallendorf praktikabel wäre – immer vorausgesetzt, die Hygienevorschriften und die Covid 19-Regieanweisungen lassen solche Blockspieltage zu.

Unabhängig von diesen Gedankenspielen wird sich das DTTB-Präsidium hinsichtlich der Frage nach der Wertung der aktuellen Saison bereits Ende nächster Woche per Videokonferenz austauschen und mögliche Szenarien diskutieren. Die Vereine sollen schnellstmöglich über mögliche Entscheidungen informiert werden.

Meldung für die 3. Bundesliga bis Mitte April

Das eventuelle Saisonende im Mai ändert im Übrigen nichts daran, dass der DTTB die Planung der Saison 2021/22 zuvor bereits aufnehmen will. Wer sich aus der Regionalliga West um einen Platz in der 3. Bundesliga bewirbt, muss seine Meldung dafür bis zum 15. April abgeben. Das heißt, die Teilnahme- und Verpflichtungserklärung muss vor dem 16. April beim Generalsekretariat des DTTB in Frankfurt eingegangen sein – und dies unabhängig davon, ob das Recht auf den Direktaufstieg, sprich der Meistertitel in der Regionalliga, bis zu diesem Zeitpunkt bereits erworben ist. Nur Nachrücker können sich mit der Erklärung bis zum 15. Mai Zeit lassen, sollte die Sollstärke der 3. Bundesliga von zehn Mannschaften nicht erreicht werden.

Aktuell umfasst die 3. Bundesliga Nord der Herren sogar elf Teams. Eines davon, der SVH Kassel, hat bis zum Beginn der Saisonunterbrechung noch kein einziges Spiel ausgetragen. Zehn Partien sind für die Hessen also noch offen. Zehn Partien, die an drei Blockspieltagen nur schwerlich zu bewältigen sein dürften, wenngleich in der 3. Bundesliga nur mit Vierermannschaften gespielt wird.

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