Tischtennis

Highlights in Chemnitz und Las Vegas

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Arnd Katzke freut sich auf die Deutschen Meisterschaften der Leistungsklassen, für die er sich mit seinem Turniersieg in Bönen qualiziert hat. Die Gegner, die in Chemnitz auf ihn warten, kann der 45-Jährige gar nicht einschätzen.

Lüdenscheid/Halver - Am Wochenende noch war es ein Ausflug auf bekanntes Terrain. Arnd Katzke, Martin Wichary (beide TTSG Lüdenscheid) und Markus Born (TuS Halver) waren nach Grenzau gefahren, um dort ein Tischtennis-Wochenende mit Training und einem Stammgäste-Turnier zu verbringen. Eine Art „Warm-up“ für zwei persönliche Wettkampf-Highlights, die in den nächsten Tagen auf Katzke und Born warten.

Arnd Katzke zieht es am Wochenende in den Osten des Landes, nach Chemnitz. Dort richtet der BSC Rapid Chemnitz die Deutschen Meisterschaften der Leistungsklassen aus. Der Lüdenscheider Rechtsanwalt hat sich im zweiten Halbjahr 2017 durch seinen Sieg bei der Entscheidung des Bezirks Arnsberg in Bönen für diese nationalen Titelkämpfe qualifiziert. 

„Als ich in Bönen gespielt habe, wusste ich erst noch gar nichts von dieser Chance in Chemnitz. Ich hatte mich ja bei den Kreismeisterschaften für das Turnier in Bönen qualifiziert. Aber jetzt freue ich mich total darauf“, sagt Katzke, der sein sportliches Highlight ja eigentlich bereits mit dem Aufstieg der TTSG in die NRW-Liga hinter sich hat, Chemnitz ist eine Art Zugabe: „Man kann die Gegner natürlich überhaupt nicht einschätzen, aber ich habe viel trainiert und bin ganz optimistisch.“ 

Der 45-Jährige startet bei den Herren B. 32 Teilnehmer gibt es in acht Gruppen. Seine Gegner heißen Daniel Bebion aus Beinstein, Steven Grzybek aus Premnitz und Alfred Zweck aus Ettmannsdorf. Chancen? „Es wäre ein Traum, wenn ich die Vorrunde überstehe“, sagt Katzke, der dazu Rang zwei in der Gruppe belegen müssen. Am Sonntag wartet dann ein 16er-K.o.-Feld. 

Auch Doppel wird in Chemnitz gespielt. Sein Partner heißt David Metzger (TTC BW Krefeld) und ist ihm vom WTTV zugeteilt worden. Auch Metzger ist ein unbeschriebenes Blatt für Katzke, der am Freitag nach Sachsen reist und sich bereits mit anderen Aktiven des WTTV zum ersten Training am Freitagabend verabredet hat. Den Rest lässt er auf sich zukommen. In sechs Klassen (Herren A, B, C und Damen A, B, C) spielen jeweils 32 Qualifizierte – 196 Sportler, für die die Deutschen Meisterschaft der Leistungsklassen ein Highlight sein werden. Katzke will es einfach genießen. „Wer weiß, ob ich je wieder diese Chance haben werde“, sagt er und freut sich auf den Tripp. 

Tritt bei der Senioren-WM in Las Vegas an: Markus Born vom TuS Halver.

Markus Born wird am Freitag bereits an seinem Spielort gelandet sein, es ist eine noch weitaus weitere Reise: Direkt nach dem Kreistag hat sich der Halveraner am Mittwochmorgen aufgemacht gen Las Vegas. Born hat sich für einen Start bei den 19. Tischtennis-Weltmeisterschaften der Senioren im Las Vegas Convention Center (LVCC) entschieden. 

Der Bezirksliga-Spieler des TuS Halver startet in der Altersklasse von 45 bis 49 Jahre, in der auch der deutsche Bundestrainer Jörg Roßkopf mit von der Partie ist. 5500 Aktive werden in Las Vegas mit von der Partie sein, alleine rund 700 davon aus Deutschland. Für Born ist es eine WM-Premiere, auf die er sich natürlich mächtig freut. „Guido Herlert, den ich von meinen Besuchen in Grenzau kenne und der in Mainz lange ein Tischtennis-Geschäft gehabt hat, hat mich überredet, dabei zu sein“, sagt der Halveraner, der 45 Jahre alt ist und damit einer der Jüngsten in der neu geschaffenen Klasse. Bisher gab es Spielklassen von 40 bis 49 Jahre bzw. von 50 bis 59 Jahre – nun ist der Veranstalter dazu übergegangen, die Klassen in Fünf-Jahres-Schritten einzuteilen. 

Die Spiele in Las Vegas beginnen am Montag mit den Vorrunden in Vierergruppen. Am Dienstag folgen die Doppel, wobei Borns Partner noch nicht feststeht. Belegt der Halveraner im Einzel einen der ersten beiden Plätze der Gruppe, spielt er ab Donnerstag im K.o.-System um den Titel weiter. Ansonsten wartet am Donnerstag der „Constellation-Cup“, eine Art Trostrunde. 

Der Mittwoch ist generell spielfrei. Die Senioren-WM dauert bis zum Sonntag, 24. Juni, und wird allein von ihrer Dimension mit so vielen Aktiven ein beeindruckendes Erlebnis sein. Noch beeindruckender vielleicht als vor zwei Jahren in Alicante, als die Aktiven in zwei großen Kongress-Hallen die WM-Titel ausgespielt haben.

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