Tischtennis

Training kann am 26. Mai wieder starten

+
Marc Schöllhammer macht sich Notizen. Der Hygienebeauftragte des TTC hat Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, Küchentücher und Tischreiniger schon beim Testlauf dabei.

Altena – Mit Ausnahme der Zweifach-Turnhalle des Burggymnasiums, die für schulische Zwecke (Klausuren) benötigt wird, stehen die Altenaer Sporthallen seit vergangener Woche für den Freizeit- und Breitensport wieder zur Verfügung. Doch nicht uneingeschränkt: Erlaubt ist nur der kontaktfreie Sport- und Trainingsbetrieb ohne Zuschauer. Wettkampfbetrieb ist untersagt, ebenso Sportfeste und ähnliche Sportveranstaltungen – mindestens bis zum 31. August.

Für den 15. August hatte der TTC Altena die Ausrichtung der Stadtmeisterschaften geplant, die somit an diesem Termin nicht stattfinden können. Doch immerhin planen die Burgstädter die Wiederaufnahme des Trainings. Zehn Wochen nach dem letzten Übungsabend in der Sauerlandhalle trafen sich am Dienstag die Vorstandsmitglieder um den 1. Vorsitzenden Ralf Springob, um vor Ort in einem Testlauf zu ermitteln, wie ein Tischtennis-Trainingsabend unter den zurzeit geltenden Bestimmungen der Corona-Schutzverordnung stattfinden kann. Zuvor war der Ablauf in einer Telefonkonferenz, welche im 14-tägigen Turnus derzeit die Vorstandssitzungen ersetzt, besprochen worden.

Bei der jüngsten „Telko“ am 13. Mai war Marc Schöllhammer als Hygienebeauftragter bestimmt und mit dieser Funktion auch dem Westdeutschen Tischtennis-Verband gemeldet worden. Er dient somit als Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Corona-Thematik und überwacht die Einhaltung der Maßnahmen des Covid 19-Schutz- und Handlungskonzeptes für den Tischtennissport.

Neben diesem Konzept müssen sich die Altenaer aber natürlich auch an den Bestimmungen der Stadt Altena, am „Wegweiser für Vereine“sowie dem „Leitfaden für Trainer/innen und Übungsleiter/innen“ des Landessportbundes orientieren. In einer Zeit, in der die Planung der kommenden Saison, wann immer sie auch starten mag, normalerweise das Hauptgeschäft der ehrenamtlichen Funktionäre ist, müssen sie sich nun mit einer Fülle detaillierter Vorgaben auseinandersetzen und diese umsetzen, um ihren Aktiven den Wiedereinstieg ins Training zu ermöglichen. „Und dabei müssen wir immer im Hinterkopf behalten, dass wir als Verein für die Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich sind“, weiß Ralf Springob um die Gratwanderung zwischen dem berechtigten Interesse der zahlenden Mitglieder, ihren Sport auch ausüben zu können, und der Sorge um die Gesundheit aller, vor allem der Risikogruppen. Mehr als die Hälfte der erwachsenen Stammgäste beim Training ist über 50 und gehört damit dazu. Springob (61) ist einer davon, will vorerst weiter pausieren.

Ein Mitglied war schon am Dienstag gekommen und wollte loslegen – das kann er aber erst kommende Woche. Am 26. Mai soll das Training in noch abgespeckter Form starten. „Wir bauen sechs Tische auf, an denen jeweils zwölf Personen ab 18.30 Uhr in zwei einstündigen Einheiten trainieren können – Seitenwechsel und Doppel sind nicht erlaubt“, erläutert Springob, nachdem er mit dem Maßband die größer als gewohnt dimensionierten Spielboxen ausgemessen hat. Ein Drittel der Halle bleibt zunächst frei – auch um den Überblick nicht zu verlieren.

Das Betreten der Halle erfolgt mit Schutzmaske durch den Zuschauereingang, das Verlassen durch den Außenaufgang – eine Einbahnregelung, um die Abstandsregeln einzuhalten und Kontakte auf der Treppe zu vermeiden. Toiletten, Duschen und Umkleiden bleiben geschlossen, ebenso die Vereinscafeteria. Bis auf die Hallenschuhe sollte also jeder Teilnehmer schon in Sportkleidung anreisen.

Mitmachen dürfen nur diejenigen Mitglieder, die sich zuvor über eine WhatsApp-Gruppe unter Benennung des Trainingspartners und einer der beiden Startzeiten (18.30 oder 19.40 Uhr) verbindlich angemeldet haben. Diese bekommen – nach Handdesinfektion und Eintrag in die Teilnehmerliste, mit dem die Trainierenden auch die Schutzbestimmungen anerkennen – feste, mit Nummern versehene, Tische zugewiesen, die zuvor von den Übungsleitern unter Nutzung von Einmalhandschuhen aufgebaut wurden und nach jeder Übungseinheit gereinigt werden müssen. Tischreiniger, Küchentücher und ein kleiner Mülleimer stehen in jeder Box, dazu zwei Stühle zum kurzen Verschnaufen. Die Trainingsbälle werden gestellt und durch Beschriften personalisiert, am Ende eingesammelt und desinfiziert. Aufgeschlagen werden darf nur mit dem eigenen Ball, fremde Bälle dürfen nicht berührt werden. Liegen sie auf dem Boden, werden sie mit dem Fuß zurückgespielt.

Viel Disziplin wird also den Aktiven und den Ehrenamtlern abverlangt, die die Einhaltung der Schutzmaßnahmen überwachen müssen. Der erste Trainingsabend dürfte zeigen, ob es funktioniert. Die Jüngsten werden zunächst allerdings noch zurückstecken müssen. „Vor den Sommerferien werden wir kein klassisches Kindertraining anbieten“ lautet die klare Ansage des TTC-Vorstands. Ausnahmen sollen nur bei Jugendlichen gelten, die bereits überwiegend in Herrenteams spielen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare