Tischtennis

Stammspieler auch ohne einen einzigen Einsatz

zwei Tischtennisspieler
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Wissen weiterhin nicht, ob in diesem Jahr noch gespielt wird: Teo Yordanov und Nils Maiworm.

Der 15. Bundestag des Deutschen Tischtennis-Bundes fand am Samstag Corona-bedingt erstmals in virtueller Form, also online, statt. Eine konkrete Aussage oder gar eine Entscheidung, ob der Spielbetrieb in der 2. und 3. Bundesliga sowie in den Regional- und Oberligen im Dezember wieder aufgenommen werden kann, gab es nicht – offenbar will man zunächst die Beschlüsse der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten am Mittwoch abwarten. So bleibt auch West-Regionalligist TTC Altena weiter im Unklaren, ob es schon am 5. Dezember mit einem Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund II weitergeht. Wirklich mit einer Austragung rechnet bei den Burgstädtern indes niemand.

Die Anträge mit der wohl größten Breitenwirkung beim DTTB-Bundestag betrafen die Vorschläge zur corona-bedingten Änderung der Regeln zum Verlust und der Wiedererlangung des Stammspielerstatus für die laufende Spielzeit, des Spielsystems in den Bundesspielklassen sowie zur doppelten Spielberechtigung.

Der Ausschuss für Leistungssport und das Ressort Wettspielordnung hatten beantragt, dass in der Vor- und Rückrunde 2020/21 Spielerinnen und Spieler ihren Status als Stammspieler für eine Mannschaft auch dann behalten, wenn sie kein einziges Spiel für ihr Team absolvieren. Normalerweise sind drei Einzel-Einsätze bei Punktspielen die Minimalanforderung.

Als Reaktion darauf, dass in allen Landesverbänden aufgrund der COVID-19-Pandemie bis Ende dieses Jahres vielfach nur ein Bruchteil der Mannschaftskämpfe der Vorrunde ausgetragen werden kann und die Situation in der Rückrunde ungewiss ist, hat der Bundestag am Samstag diesem Antrag zugestimmt. Ergo verlieren Spielerinnen und Spieler ihren Stammspielerstatus nicht, wenn sie bis dato in dieser Saison nicht mitgewirkt haben. Wer also als Stammspieler in der Vorrunde oder Rückrunde dieser Spielzeit gestartet ist, bleibt das auch nach der betroffenen Halbserie. In dieser Spielzeit kann also kein Spieler bei Damen und Herren seinen Stammspielerstatus verlieren.

Für Akteure, die als Reservespieler/innen in die Saison gestartet sind und in der Rückrunde wieder zu Stammspielern werden möchten, gibt es eine COVID-19-bedingte Erleichterung: Statt bislang drei Teilnahmen an Punktspielen reicht in der Saison 2020/21 sowohl in der Vorrunde als auch in der Rückrunde aus, wenn ein gemeldeter Reservespieler einmal im Einzel an einem Punktspiel seines Vereins in der betreffenden Halbserie teilgenommen hat. In der folgenden Halbserie dürfen die Aktiven dann wieder als Stammspieler gemeldet werden. Überdies dürfen Spielerinnen und Spieler, die in dieser Saison noch keine Punktspiele bestritten haben, in eventuellen Entscheidungsspielen eingesetzt werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Einführung des Bundessystems für die Regionalligen und Oberligen in der Saison 2021/22. Dort wird ab dem Sommer ebenso mit Vierermannschaften gespielt wie bereits in den drei Bundesligen. Eine komplette Einheitlichkeit in den Spielklassen unter dem Dach des DTTB wird es aber weiterhin nicht geben. Denn während in den Bundesligen die Begegnungen mit Erreichen des Siegpunktes oder nach Feststehen eines Unentschiedens beendet werden, sollen in der Regional- und der Oberliga alle Begegnungen bis zum System gehörenden Spiele ausgetragen werden.

Keine Änderung gibt es indes bei der parallelen Doppelspielberechtigung für deutsche und ausländische Clubs. Der entsprechende Antrag wurde von der Mehrheit der Delegierten abgelehnt. Wer hierzulande spielt, darf also nicht in der gleichen Saison auch für einen Verein im Ausland starten.

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