Altenaer Voltigierer beim Weltcup in Stuttgart

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Die Altenaerin Jolina Ossenberg-Engels tritt mit ihrem Partner Timo Gerdes beim Weltcup der Voltigierer in Stuttgart an.

Altena -  Am Donnerstag geht es für die Voltigierer des Reitvereins Altena in Richtung Stuttgart. Als erstes westfälisches Doppelpaar der Geschichte werden Timo Gerdes und Jolina Ossenberg-Engels am Samstag und Sonntag beim Weltcup starten. Der Druck auf das junge Paar ist hoch, es ist für sie die bislang größte Herausforderung.

Eigentlich sollten sie schon im Wintertraining sein. Die Saison war nach den Deutschen Meisterschaften beendet. Doch durch die großen Erfolge der vergangenen Monate geht die Saison nun doch noch etwas weiter. Bundestrainerin Ulla Ramge stellt ihre Schützlinge noch einmal vor eine besonders große Aufgabe.

In der großen Stuttgarter Schleyer-Halle werden sie gegen insgesamt sechs weitere Paare antreten – unter anderem gegen das italienische Spitzenduo Erika di Forti und Lorenzo Lupacchini. Die amtierenden Europa- und Weltmeister sowie Weltcup-Sieger Lukas Wacha und Jasmin Lindner aus Österreich werden hingegen nicht an den Start gehen. Denn die Voltigierer müssen nicht alle Weltcupturniere gehen, sondern sich wie die Reiter auch für das Finale in Leipzig qualifizieren. „Soweit denken wir gar nicht. Wir sind erst einmal froh, wenn wir das hier geschafft haben und zwei saubere Durchgänge zeigen. Erst danach entscheidet sich, ob wir an noch weiteren Weltcupstationen teilnehmen dürfen“, erklärt Longenführerin und Trainerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels.

Der erste Durchgang steht am Samstagmorgen auf dem Programm. Dann wird sich zeigen, ob die Altenaer der Herausforderung gewachsen sind. Die amtierenden Landesmeister konnten sich schon einmal in dieser Saison international behaupten. In Krumke verpassten sie nur knapp den Sieg. „Das war aber etwas ganz anderes. Allein die Halle in Stuttgart ist schon der Hammer“, sagt Timo Gerdes.

Ob die Altenaer es wagen und schon neue Kürelemente, die eigentlich für die kommende Saison gedacht sind, zeigen werden, ist noch unklar. Das wollen die beiden spontan entscheiden, je nachdem, wie sicher sie sich fühlen. „Das neue Programm ist schon noch einmal um einiges schwieriger. Aber wir setzen wahrscheinlich eher auf eine gute Ausführung. Es hängt auch ein bisschen vom Pferd ab. Für Dragoner ist so eine Kulisse auch nicht alltäglich“, erklärt Jolina Ossenberg-Engels.

Um die Burgstädter zu unterstützen, werden auch einige Fans mitreisen. Andere werden den Weltcup-Auftakt über einen Livesteam im Internet verfolgen, der vom Veranstalter angeboten wird. Sie alle werden die Daumen drücken. „Das ist schon etwas ganz Besonderes, dass jemand aus unserem Verein so weit gekommen ist“, freut sich der Vorsitzende des Vereins, Ralf Ossenberg-Engels. Denn das spreche für eine gelungene Talentförderung. „Wir alle werden ganz feste die Daumen drücken. Aber allein die Tatsache, dass jemand aus so einem eher kleinen Verein dort ist, ist schon besonders“, so der Vorsitzende. - Von Lydia Machelett

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