Leipold Super Cup in Altena

Tischtennis-Spektakel mit Favoritensieg von Boll - Videos und Fotos online

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Rekord-Europameister Timo Boll präsentierte sich in der Burgstadt als Star zum Anfassen. Der Weltranglistenvierte spielte überragendes Tischtennis und gewann das Finale gegen Petr Korbel mit 3:1-Sätzen.

Altena - Es war das im Vorfeld versprochene Spektakel, ein ganz großer Spaß am ganz kleinen Ball: Rund 500 Zuschauern wurde am Mittwochabend in der Sauerlandhalle beim „Leipold Super Cup“ Tischtennis der Extraklasse serviert.

Zu dem vom Ausrichter TTC Altena erhofften Traumfinale zwischen den deutschen Ausnahmekönnern Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll kam es jedoch nicht. Konnte es auch nicht. Wegen einer Zerrung trat der Weltranglistendritte Ovtcharov in der Burgstadt nicht an.

In Abwesenheit seines in diesem Jahr so überaus erfolgreichen Nationalmannschaftskollegen sicherte sich „Haupt-Attraktion“ Timo Boll erwartungsgemäß den Sieg im Lennetal. In einem höchst unterhaltsamen Finale siegte er mit 3:1-Sätzen gegen Petr Korbel.

Boll, Waldner, Persson, Korbel, Fegerl und der Serbe Aleksandar Karakasevic, der kurzfristig als Ersatz für „Dima“ einsprang, präsentierten sich in der Burgstadt als hochsympathische Stars zum Anfassen, gaben Autogramme, lächelten für Selfies in diverse Smartphone, nahmen sich Zeit für einen kurzen Schnack im Sauerland. Vor allem aber zündeten sie vom ersten Ballwechsel an ein Feuerwerk, ließen den Funken sogar schon mit teils spektakulären Schlägen beim Einspielen überspringen. Schon da gab es Szenenapplaus.

"Leipold Super Cup" des TTC Altena

Zum Warm-Up-Programm in der Sauerlandhalle gehörte aber auch die heiße Einlage der vier Tanzpaare des Rock’n’Roll-Clubs Teddybears Iserlohn. Rasante Salti und Hebefiguren. Das war großer Sport, auch ohne Ball.

Nach der Auslosung der zwei Dreier-Gruppen, die Boll die Duelle gegen Karakasevic und Persson bescherte, ließen die Artisten an der Platte dann die Kugel fliegen. Und wie. Rekord-Europameister Boll startete mit einem 3:1-Erfolg gegen Aleksandar Karakasevic, und am Nebentisch trumpfte ein „alter Bekannter“ aus TTC-Bundesligazeiten groß auf. 

Petr Korbel setzte sich gegen den österreichischen Mannschaftseuropameister Stefan Fegerl (29) ebenfalls mit 3:1 durch, bedankte sich nach dem verwandelten Matchball bei der Unterstützung ehemaliger Wegbegleiter und Freunde. Der tschechische Altmeister, ihn hat man in der Burgstadt nicht vergessen.

Es waren Auftaktspiele, die Lust auf mehr machten. Und es gab mehr. Viel mehr. Vor allem mehr Spaß auf den Rängen und an den Tischen. Insbesondere der inzwischen 52-jährige ehemalige Weltmeister, Europameister und Olympiasieger Jan-Ove Waldner suchte immer wieder den Kontakt mit dem Publikum, flachste, lachte, griff tief in die Trickkiste und ließ seine Klasse aufblitzen.

Mit Blick auf das Ergebnis, das freilich mehr als Nebensache war an diesem Abend der puren Unterhaltung, spielte der „Mozart des Tischtennis“ aber nur zweite Geige in seinem Duell gegen Fegerl. Am Nebentisch ging Karakasevic in das erste Fünf-Satz-Match, und gegen Jörgen Persson letztlich leer aus. Alter Schwede.

Die Entscheidung um den Sieg in der Gruppe B fiel also im direkten Duell zwischen Boll und dem 51-jährigen ehemaligen Weltmeister Persson, der sich gegen die derzeitige Nummer vier der Welt tapfer schlug, letztlich aber mit 1:3-Sätzen unterlag. Das war egal, die Ballwechsel waren entscheidend. Und die waren überaus spektakulär. Artistisch. Großes Tischtennis. Auch mal außerhalb der Box.

In der Gruppe A löste derweil Petr Korbel mit einem 3:1-Sieg über Waldner das Finalticket. Ein Finale gegen Boll an alter Wirkungsstätte. Der Tscheche genoss es trotz 1:3-Niederlage in vollen Zügen. Das Publikum erst recht.

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